Empörung

"Abscheuliche" Entscheidung gegen Togo

31. Jänner 2010 12:49

Anschlagsopfer für zwei Africa Cups gesperrt - CAF verhängt drakonische Strafe gegen togolesische Mannschaft

Luanda - Togo darf nicht an den nächsten beiden Turnieren um den Afrika-Cup teilnehmen. Das beschloss die afrikanische Fußball-Föderation (CAF) am Samstag. Mit der Entscheidung reagierte die CAF auf die "Einmischung der togolesischen Regierung", die nach dem Terror-Anschlag auf den Mannschaftsbus ihres Nationalteams zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel den Rückzug aus dem Turnier in Angola angeordnet hatte.

"Die Entscheidung der Politiker entspricht nicht dem Reglement der CAF und des Afrika-Cups. Deshalb hat das Exekutiv-Komitee so entschieden und Togos Verband zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 US-Dollar belegt", heißt es in einer Mitteilung der CAF.

Der Überfall ereignete sich am 8. Januar nach dem Grenzübertritt in die Exklave Cabinda. Bei dem Maschinengewehrangriff der FLEC (Front für die Befreiung der Enklave Cabinda) starben der Assistenztrainer und der Sprecher des togolesischen Nationalteams. Zudem wurden insgesamt neun Menschen verletzt, darunter zwei Spieler. Togos Premierminister Gilbert Houngbo hatte daraufhin die sofortige Heimreise der Delegation veranlasst.

Die Spieler hatten nach der Attacke zunächst einen Start beim Turnier ausgeschlossen, sich nach der Verarbeitung des ersten Schocks aber vehement für einen Verbleib eingesetzt.

Unverständnis und Empörung in Togo

Die Entscheidung der CAF wurde in Togo mit Unverständnis und Empörung registriert. "Wir sind Fußballer, auf die geschossen wurde. Und nun dürfen wir kein Fußball mehr spielen. Togo muss die Entscheidung anfechten", meinte der togolesische Nationalspieler Thomas Dossevi. "Als wir nach Hause gefahren sind, um drei Tage zu trauern, haben sie gesagt, sie seien in Gedanken bei uns. Und nun bestrafen sie uns."

Derweil haben die Familien der beiden Todesopfer juristische Schritte gegen die CAF und den angolanischen Staat angkündigt. "Zwei unserer Landsleute wurden getötet aufgrund von Fehlern und Versäumnissen der afrikanischen Fußball-Föderation und seines Präsidenten Issa Hayatou", sagte der beauftragte Rechtsanwalt. Die Klage schließe auch den Staat Angola mit ein, der das Leben der Fußballer gefährdet habe, indem er den Afrika-Cup in einem Kriegsgebiet zur Austragung gebracht hat.

Adebayor: "Abscheuliche" Entscheidung

Togos Teamkapitän Emmanuel Adebayor kritisierte die Entscheidung scharf. Der Stürmer von Manchester City bezeichnete die Entscheidung des afrikanischen Verbandes CAF gegenüber der französischen Sportzeitung "L'Equipe" (Sonntag-Ausgabe) als "abscheulich" und forderte Präsident Issa Hayatou auf, seinen Sessel zu räumen.

"Unser Torhüter hat drei Kugeln abbekommen. Es war nicht einfach so, dass wir eines Morgens aufgewacht sind und uns entschieden haben, nicht anzutreten", meinte Adebayor, der auch mangelnden Respekt gegenüber der Togolesen ortete. "Wenn (Kameruns Torhüter) Kameni angeschossen oder der Teambus der Elfenbeinküste attackiert worden wäre, dann hätte man das Turnier abgesagt." Es sei seit das Attacke am 8. Jänner keine Nacht vergangen, in der er keine Alpträume gehabt hätte. (APA/sid)

Ankündigung: Das Finale des Africa Cups zwichen Ghana und Ägypten tickert derStandard.at am Sonntag hier ab 17 Uhr live

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Posting 1 bis 25 von 164
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Mark Manko
03.02.2010 01:39
huuch

bin ich froh, nicht nach Afrika zur WM fahren zu müssen. Das erste mal, dass ich froh bin, eine solche Veranstaltung auf dem sicheren Sofa "geniessen" zu können.

Wünsche dem Veranstalter und vor allem den Sportlern, dass alles gut ausgeht!

hobsch
02.02.2010 09:02

Was soll uns da sagen?

ja ja ja ja tja
01.02.2010 17:09
sollte das die logik der verbände sein,

bitte Irland für die nächsten bewerbe sperren...

... oder protest einlegen herr blatter und herr platini!

The Heckler
01.02.2010 09:08
kranke Entscheidung

die afrikanische Fußball-Föderation (CAF) gehört zur Rechenschaft gezogen, weil sie die Sicherheit der Spieler und Betreuer nicht gewährleisten konnte. Unfassbar, dass sie nicht diskutieren, wie man Togo und seinen Spielern helfen kann, sondern sie bestraft.

Als nächstes wirft man Erdbebenopfern vor, keinen festen Wohnsitz zu haben. Sorry, aber das ist einfach nur pervers.

Elessar
31.01.2010 17:07

es ist schon richtig dass sich der staat nicht einmischen darf, jedoch die strafe die hier verhängt wurde ist eine frechheit!

denke diese entscheidung sorgt bei allen für unverständnis!

phileit
31.01.2010 17:45

Das ist genau der Punkt. Das Skandalöse ist das Strafmaß.

Hätte man gesagt, man sperrt Togo für ein Jahr, hätten alle damit Leben können. Der Verband, weil den Statuten genüge getan ist und Togo, weil in diesem Zeitraum ohnehin keine Bewerbsspiele anstehen.

Lass ma bitte die Kirchen amoi im Dorf...
31.01.2010 19:38
Das ist gar nicht der Punkt

Strafe für Angola, Strafe für die CAF

Das wären die einzigen Strafen die gerechtfertigt sind. Bestraft werden aber nicht die verantwortlichen sondern die Opfer...

zizero
31.01.2010 19:04
hier hat keine strafe verhängt zu werden

aus menschenwürdiger sicht ... ist ja unfassbar, dass ein strafe überhaupt zur diskussion steht.

ja ja ja ja tja
01.02.2010 17:17
Doch Strafe für die Verantwortlichen,

aber die sitzen in der CAF und Blatter sreichelt ihnen übers Haupt um die WM nicht zu gefährten!

Ernst August von Hannover
01.02.2010 21:16

Die Frage ist, ob man die CAF und den Fußballverband von Angola für diese Vorfälle wirklich verantwortlich machen kann. Was genau hätten sie denn machen sollen?
Nicht, daß ich den Spieß einfach umdrehen möchte, aber die Schuld den Veranstaltern aufzudrücken, ist auch nicht ganz richtig.
Wenn ich weiß, daß es in dem Gebiet gefährlich ist, fahre ich da ganz einfach nicht mit dem Bus durch. Die CAF kann wohl niemandem vorschreiben, wie und wo er anzureisen hat. Oder hätte sie den Togolesen (heißen die so?) etwa eine Eskorte zur Seite stellen sollen?

hobsch
02.02.2010 08:32

"Wenn ich weiß, daß es in dem Gebiet gefährlich ist, fahre ich da ganz einfach nicht mit dem Bus durch. Die CAF kann wohl niemandem vorschreiben, wie und wo er anzureisen hat."

Es gab die Empfehlung mit dem Flugzeug anzureisen.

"Oder hätte sie den Togolesen (heißen die so?) etwa eine Eskorte zur Seite stellen sollen?"

Zitat Artikel derstandard.at -> http://derstandard.at/126220925... rer-Zufall
"Ein FLEC-Führer erklärte am Montag, der Angriff habe sich gegen angolanische Soldaten gerichtet, die das togolesische Team auf der Anreise zum Afrika Cup eskortiert hätten."

Val_Done
02.02.2010 01:52
Sie schlagen wohl selbst ein am boden liegendes wehrloses opfer noch mit ihrem regenschirm!

Eine Eskorte wäre gut gewesen, ein anderer Austragungsort noch besser!

wer will freiwillig in einem Kriegsgebiet Fussball spielen? --> die CAF

wer hat die Opfer dieser Attacke bestraft? --> wieder die CAF

und jetzt die Quiz Frage:

wer hätte Togo bestraft wenn diese nicht zum Match angereist wären? --> 3x dürfen Sie raten

Ernst August von Hannover
02.02.2010 11:42

Sinnverstehendes Lesen ist anscheinend nicht Ihre Stärke.

Val_Done
02.02.2010 12:42
und sie glauben wohl (oder übel) ihre wahrheit ist die einzig wahre hier, wie?


ausserdem versteht sich auf eine frage immer eine antwort. wieso sie mir dann so ein sinnentleerendes rückkommentar hinterlassen haben ist selbst mir fremd.

sind wohl einer dieser paragraphen reiter die es ganz weit im magistrat gebracht...

Ernst August von Hannover
02.02.2010 15:50

Nun, Sie haben offenbar weder verstanden, wofür Togo nun im Einzelnen wirklich bestraft wird, noch haben Sie verstanden, was ich mit meinem Posting gemeint habe. Da hat es wohl wenig Sinn, wenn ich es Ihnen nochmal erkläre, oder?

hobsch
02.02.2010 08:29
Eine Eskorte wäre gut gewesen,

Mein Gott, informier Dich doch einmal bevor Du postest. Gerade die Eskorte war der Grund für den Anschlag bzw. das Ziel des Anschlages. Dass es die Nationalmannschaft Togos getroffen hat, war "purer" - und aus Sicht Togos tragischer - Zufall.

vicaut
31.01.2010 14:57
Solidarität

Da könnten die anderen Nationen Solidarität zeigen und ebenfalls ihr Antreten beim Afrika-Cup absagen. Aber irgendwie glaub ich wird daraus nix, Sport ist halt Geschäft und Geschäft scheinbar wichtiger als Leben.

johngillis
 
31.01.2010 13:57

pardon, der staat darf sich nicht einmischen

Mollchen
31.01.2010 15:02

Warum bestraft man dann nicht den Staat? Warum bestraft man überhaupt jemanden in dieser Causa? Stichwort: Fingerspitzengefühl.

Totaler Durchblicksstrudel
 
31.01.2010 14:45

Und warum hat er dann während der EM die Ringstrasse absperren dürfen? Hm, sollte in Zukunft die FIFA schauen, wo sie ohne die Unterstützung der Staaten bleiben wird. Dir wünsche ich, dass der Osterhase vor hoppelt und ein Upgrade für deine Kopf-CPU bringt!

johngillis
 
31.01.2010 20:46

ich frage mich auch, wer grüne stricherl für eine beleidigung gibt.
ich hoffe, der osterhase bringt ihnen manieren

johngillis
 
31.01.2010 20:43

weil das absperren der ringstraße kein einmischen in die angelegenheiten des fußballverbandes ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grie... mannschaft
griechenland wurde auch gesperrt, bis das griechische parlament das sportgesetz geändert hat.
ich sage ja nicht, dass ich das gutheiße (siehe mein posting weiter unten, bei dem ich versehentlich verband statt staat geschrieben habe.)

johngillis
 
31.01.2010 13:56

ich hab damals gleich geschrieben, dass sich der verband nicht einmischen darf.
war abzusehen, dass es sanktionen gibt, allerdings halte ich diese in diesem fall tatsächlich für "abscheulich".
hoffentlich wird das urteil zurückgenommen

daydreamer07
31.01.2010 17:57
der verband.........

der verband ist nicht der staat, der darf sich naemlich nicht einmischen, damit die entscheidung bei den sportlichen gremien bleibt, doch diese entscheidung ist eine einzige sauerei, fuer die einige funktionaere bestraft werden sollten....ein schlimmes gesindel....

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