Wo Traurigkeit endet und Depression beginnt

31. Jänner 2010, 18:37
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    foto: reuters/khaled al-hariri

    Traurigkeit gehört zum menschsein eigentlich dazu. Ab wann ist es krankhaft und ab wann ist die Diagnose Depression gerechtfertigt? Darüber gehen die Meinungen von Experten auseinander.

Traurigkeit ist ein Gefühl, das immer häufiger als Depression diagnostiziert wird - In den letzten 30 Jahren wurde eine Palette von Medikamenten entwickelt

New York - Traurigkeit ist eine der wenigen menschlichen Empfindungen, die in allen Gesellschaften und allen Zeiten anerkannt wurden. Einige der frühesten bekannten Epen wie die Ilias und das Gilgamesch-Epos beschreiben die tiefe Traurigkeit der Protagonisten nach dem Verlust enger Gefährten. Ebenso "klassische" Auslöser von Traurigkeit sind unerfüllte Liebe, die Demütigung durch Rivalen oder die Unfähigkeit, Ziele zu erreichen.

Depressive Störungen sind ebenfalls lange bekannt. Hippokrates lieferte die erste Definition der Melancholie (heute "Depression") als eigenständige Störung: "Wenn Angst oder Traurigkeit lange andauern, so handelt es sich um einen melancholischen Zustand." Die Symptome, die Hippokrates mit einer melancholischen Störung verband - "eine Abneigung gegen Essen, Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit" -, sind modernen Definitionen für depressive Störungen bemerkenswert ähnlich.

Wie Hippokrates erkannten Ärzte im Laufe der Geschichte immer wieder, dass sich die Symptome der normalen Traurigkeit und der depressiven Störung ähnelten. Depressive Störungen wichen von normalen Reaktionen ab, weil sie entweder auftraten, ohne dass es Situationen gegeben hätte, die normal zu Traurigkeit führen würden, oder weil sie gemessen an ihrer Ursache von unverhältnismäßiger Schwere und Dauer waren.

Die traditionelle Psychiatrie verwendete bei der Definition des Gemütszustandes einen kontextabhängigen Ansatz zur Diagnose einer depressiven Störung. Ob ein Zustand als gestört diagnostiziert wurde, hing nicht nur von den Symptomen ab, die bei normaler Traurigkeit ähnlich sein konnten, und nicht nur von der Schwere des Zustands, da normale Traurigkeit schwer sein kann und gestörte Traurigkeit mäßig, sondern davon, in welchem Maße die Symptome eine verständliche Reaktion auf die Umstände darstellten.

Diese Unterscheidung galt rund zweieinhalb Jahrtausende. 1980 jedoch gab die Psychiatrie diese Unterscheidung bei Erscheinen ihres offiziellen Diagnosehandbuchs DSM-III auf.

Die Definition der klinischen Depression wurde rein symptombasiert. Alle Zustände, die mindestens fünf von neun Symp- tomen aufweisen - etwa Nieder-geschlagenheit, Freudlosigkeit, Schlaf- und Appetitprobleme, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit - und zwei Wochen andauern, werden jetzt als depressive Störung angesehen.

Schwierige Symptomatik

Die einzige Ausnahme ist eine "unkomplizierte", durch Trauer ausgelöste Depression. Symptome werden nur dann nicht als Störungen betrachtet, wenn sie nach dem Tod eines Vertrauten auftreten, nicht länger als zwei Monate anhalten und bestimmte besonders schwere Symptome nicht einschließen. Dennoch sind vergleichbare Symptome, die z. B. nach der Auflösung einer Liebesbeziehung, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder der Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit auftreten, nicht von der Diagnose einer Störungen ausgeschlossen.

Die Verwechselung der normalen, intensiven Traurigkeit mit einer depressiven Störung im DSM-III entstand unbeabsichtigt aus der Reaktion der Psychiatrie auf Herausforderungen, mit denen der Berufsstand in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts konfrontiert war. Eine einflussreiche Gruppe von forschenden Psychiatern war unzufrieden mit den Definitionen von Depression und verbreiteten psychischen Störungen in den früheren, psychoana-lytisch beeinflussten Diagnosehandbüchern.

Diese früheren Definitionen trennten Gefühle der Traurigkeit, die dem situationsbedingten Verlust entsprachen, von denen, die im Zusammenhang übertrieben erschienen, und definierten nur Letztere als Störung. Doch gingen sie auch davon aus, dass unbewusste, ungelöste psychische Konflikte Depressionen verursachten. Um diese unberechtigte psychoanalytische Annahme zu beseitigen, gaben die Forscher den Versuch auf, anhand des Kontextes oder der Krankheitsursache natürliche von gestörten Zuständen zu unterscheiden, und gingen davon aus, dass alle Zustände, auf die die symptombasierten Kriterien zutrafen, gestört waren.

Die neue Definition von Depression hat zu einer Medikalisierung der Traurigkeit geführt. Eltern, deren Kind schwer krank ist, Verheiratete, die die außerehelichen Affären ihrer Partner entdecken, oder Arbeitnehmer, die unerwartet ihren geschätzten Job verlieren, leiden nach dieser Definition unter einer psychischen Störung, wenn sie genügend Symptome entwickeln, um die DSM-Kriterien zu erfüllen. Das gilt auch, wenn Symptome verschwinden.

Wem es nützt

Von der Medikalisierung der Traurigkeit profitieren Psychiater und Ärzte, bei denen Millionen Menschen Hilfe suchen. Depressionen sind die am häufigsten diagnostizierten Leiden bei ambulanten Patienten. Noch profitabler ist die Medikalisierung von Depressionen für Pharmaunternehmen, deren Absatz an Antidepressiva in die Höhe geschnellt ist.

Es wäre nicht schwer für die Psychiatrie, eine angemessenere Definition für depressive Störungen auszuarbeiten, die die natürliche Traurigkeit "entmedikalisiert". Die Diagnosekriterien könnten einfach die aktuelle Ausnahme für Trauerfälle erweitern, sodass sie Zustände einschließen würde, die sich nach anderen Verlusten entwickeln und nicht anhaltend sind. So würde intensive Traurigkeit wieder als unausweichlicher Aspekt des menschlichen Daseins betrachtet und nicht unbedingt als Störung. (Allan V. Horwitz, Jerome C. Wakefield*,DER STANDARD, Printausgabe, 1.2.2010)

Zu den Autoren

*Allan V. Horwitz ist Professor für Soziologie an der Rutgers University, Jerome C. Wakefield Professor für Sozialarbeit und für Konzeptionelle Grundlagen der Psychiatrie an der NYU.

©Project Syndicate, 2009

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 69
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TheScientist88
32
..

Wer es verstanden hat weiss das er in fast jedem Moment seines Lebens glücklich und voller Liebe sein kann.. alles was man dafür begreifen muss ist sein SELBST-BEWUSST-SEIN

werdet euch mal SELBST BEWUSST.. Ihr seid Ihr! Jeder Moment ist ewig und göttlich..

Kehwan
00

Und was ist mit denen, die aus einem nachvollziehbaren Grund die klinischen symptome der depression entwickeln, unter denen sich eine denkstörung befindet, und die aufgrund dieser denkstörung nicht mehr imstande sind, anderen ihre traurigkeit so zu erklären dass sie diese nachfühlen können?

TheScientist88
22
..

Wenn die Menschen bloß mal verstehen würden das Gefühle wie Trauer und Angst nur schlechtes ins Leben holen.. Gleiches zieht gleiches an..

Manche Menschen wissen wie man selbst aus negativsten Erfahrungen etwas Positives zieht!

Glück ist kein Gefühl, Glück ist ein Dauerzustand den einem das Universum schenkt, genau so wie der Atem auch und das Leben an sich..

Die Menschen können ihr Glück nur nicht akzeptieren, sei dankbar für jeden Moment den du atmest, für die Natur, für die Erde, für das Universum.. für all das..

Caroline P.
 
27
Könnten Sie Ihren "Secret"-Schwachsinn

auch den von den Erdbeben auf Haiti Gezeichneten ins Gesicht sagen, ohne zu erröten? Oder Menschen, die wirklich an schweren Depressionen leiden und deren Gehirnstoffwechsel schon das morgendliche Anziehen eines Sockens zum unüberwindbaren Hindernis werden lassen?

Das Schlimme an solchen Resonanzgesetzlern wie Ihnen ist die Penetranz, mit der sie die dunklen Seiten des Lebens entweder leugnen oder den von denselben Betroffenen locker-flockig erklären: "Denk doch mal positiv!"

Liebe ist wunderwunderschön
05
Kurz: die Traurigkeit, welche aus der Beschäftigung mit dem Vergangenen entsteht, ist unnütz und schädlich, weil sie uns vergeblich suchen und nachdenken lässt.

TheScientist88
02
..

SEHR GUT ERKLÄRT, KURZ & EFFEKTIV!

TIME DONT GO BACK IT GO FORWARD
CANT RUN FROM PAIN GO TOWARDS IT!

.. Love is the law, love under will!
This shall be the only law!

.. Schau nicht in die Vergangenheit was war das war, wie wahr wie wahr..

Das Höchste der Gefühle ist die Liebe
01
@Liebe ist wunderwunderschön "ABER"-wird der Traurige sagen-"wenn i traurig bin,kann i schließlich ned heiter sein,die Sache hängt von meinem Säftehaushalt,von meiner Müdigkeit,vom Wetter ab." Gut. Wiederholen sie sich das nur ernsthaft selber.


Führen sie die Traurigkeit auf ihre wahren Ursachen zurück; ich glaube, dass das ihre düsteren Gedanken vertreibt, so wie der Wind die Wolken vertreibt. Die Erde wird dann beladen sein mit Übeln, aber der Himmel klar, das ist immerhin etwas, wenn sie die Traurigkeit in den Körper zurückschicken, haben sie Ihre Gedanken von ihr befreit. Denn erst der Gedanke verleiht der Traurigkeit Flügel und macht aus ihr einen Kummer, der mich ständig umkreist, während ich ihm durch Reflexion die Flügel breche und es dann nur mehr mit einem schleichenden Kummer zu tun habe. Ich habe ihn zwar noch vor Füßen, aber nicht mehr vor Augen. Das Verteufelte ist nur, dass wir mit unserem Kummer immer so hoch hinauswollen.

T-Minus1
61
Depression

.. ist auch eine (oder vor allem) "zeitgeisttrendy" Erkrankung sofern man überhaupt v.einer Erkrankg im diagnostischem Sinne sprechen kann. Der Einzelne in seiner Wichtigkeit und egomanischer Bedeutung stürzt in eine Lebens und SinnKrise wenn er nicht seine tägliche Dosis an Sms, MMS, emails, Handytelefonate im Minutentakt, Urlaubsfreuden nebst garantierter Sonnenscheindauer,soziale Kontakte a la SissySyndrom usw. (zwang u. dranghaftes BurnOut inklusive ) zelebrieren kann. Es ist einfach hip markschreierisch "ausgepowert" (und depressiv ) zu sein. Es gibt sie ohne Zweifel, die ernsthafte Depression, doch diese Fälle sind rar, ... und alles andere ist konstruiert, peinlich u. ekelhaft, heisse luft .......

michael grasberger
23

als weitere modekrankheit, die - so scheint's - eigens für die pharmaindustrie erfunden wurde, wäre ADHS zu erwähnen.

bin schon gespannt, was da für menschen rauskommen, wenn erst mal zuendetherapiert ist...

Das Höchste der Gefühle ist die Liebe
63
Dem Melancholiker habe ich nur einen Rat zu geben: "Sieh in die Ferne" Fast immer ist der Melancholiker ein Mensch, der zuviel liest.


Für diese Entfernung ist das menschliche Auge aber nicht eingerichtet,es erholt sich nur in weiten Räumen.Wenn man die Sterne oder den Meereshorizont betrachtet,ist das Auge völlig entspannt,wenn aber das Auge entspannt ist,ist der Kopf freier,der Gang sicherer,bis zu den Eingeweiden entspannt sich alles andere mit.Aber versuch nicht dich durch Willensentspannung zu entspannen,auf dich selber angewandt,würde dein Wille alles durcheinanderbringen und dich schließlich ersticken, denk nicht an dich – sieh in die FERNE.

Melancholie ist eine Krankheit, manchmal gelingt es dem Arzt auch, ihre Ursache zu erraten und eine Therapie zu verordnen aber die Therapie lenkt die Aufmerksamkeit auf den eignen Körper zurück und das hebt seine Wirkung auf.

Das Höchste der Gefühle ist die Liebe
02
Der Gedanke baut sich ein Gefängnis und der Körper leidet, denn dass der Gedanke im Kreis geht und der Körper sich selber Schmerz bereitet, sind eins.


Soll sich der Körper wohlbefinden, muss der Gedanke wandern und betrachten.

Das Höchste der Gefühle ist die Liebe
02
Eben dazu verhilft uns die Wissenschaft, vorausgesetzt, dass sie uns von den Büchern befreit und unseren Blick auf Horizontentfernung einstellt. Also Wahrnehmung und Abwechselung. Jeder Gegenstand lässt durch die Beziehungen,

die du an ihm entdeckst, zu hundert anderen gelangen, der Strudel im Wasser entführt deinen Gedanken zu Winden, Wolken und Sternen.
Wirkliches Wissen kommt nie auf etwas zurück, das klein ist, denn Wissen heißt BEGREIFEN, wie alles mit allem zusammenhängt und dass nichts seinen Grund in sich selbst hat. Auf diese Weise entfernt uns das richtige Denken von uns selber, eine Sache, die ebenso gesund ist für den Geist wie für die Augen. Denn der Gedanke, der sich in der Welt erholt, bringt sich eben dadurch in Übereinstimmung mit unserem Körper, der ebenfalls mit allem zusammenhängt.

Wenn die Christen sagten, dass ihre wahre Heimat der Himmel sei, wussten sie gar nicht, ein wie gutes Rezept sie damit gaben.

SIEH IN DIE FERNE.

Das Höchste der Gefühle ist die Liebe
02
Trifft ein Kurzsichtiger auf einen anderen Kurzsichtigen ist der noch trauriger. Denn der Mechanismus unseres Auges, welcher bewirkt, dass es sich beim Betrachten des weiten Horizonts ausruht, lehrt uns eine große Wahrheit.

Der Gedanke muss dem Körper befreien und der Welt zurückgeben, die unsere wahre Heimat ist. Zwischen unserer menschlichen Bestimmung und den Funktionen unsere Körpers besteht eine tiefgreifende Verwandtschaft.
Ein Tier legt sich hin und schläft, sobald ihm die Dinge in seiner Umgebung Ruhe lassen.
Der Mensch denkt: weh ihm, wenn sein Gedanke ein Tiergedanke ist. Dann hat seine Einbildungskraft freies Spiel: er quält sich mit Furcht und Hoffnung, argwöhnisch beobachtet er seine Umgebung und sein Körper hört nicht auf, in Bewegung zu sein. Und wenn er sich befreien will, sucht er Zuflucht bei Büchern, einer ebenfalls abgeschlossenen Welt, sie sowohl zu nah an seinen Augen wie an seinen Leidenschaften liegt.

Mucosaprolaps
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Du verwechselst IMO Ursache und Wirkung.

Wer nicht mehr imstande ist, freudig aufzuwachen, sondern sich in Erwartung eines grauenhaften Tages mühsam aus dem Bett quält, wird eher lesen als joggen gehen. Wer abends nicht mehr aus dem Haus geht, weil allein weggehen besonders quälend ist, man lernt niemanden kennen aber alles voller Pärchen, wird eher lesen oder computerspielen als ins Theater zu gehen. Depressionen führen dazu, dass man sich einschließt, nicht raus will, aber irgendwas tun muss -- zB sich durch Lesen oder Zocken ablenken.

Ideal etwa WoW, das bietet im Gegensatz zum unfairen Drecks-RL wenigstens gelegentlich kleine Erfolge, und man wird mit der Zeit stärker statt älter, schwächer und hässlicher wie im RL.

klarzumachen
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Für gewöhnlich trägt jeder dazu bei, die Traurigkeit beim Menschen zu vermehren, jeder wiederholt ihm - Es tut mir ja so leid – sie in einem solchen Zustand zu sehen.


Andere wiederrum – nur Mut, das schöne Wetter wird sie schon wieder auf die Beine bringen. Meistens passt der Tonfall nicht zu den Worten.

Nicht traurig sein, sondern hoffen, man kann einem Menschen nur soviel Hoffnung machen, als man selbst hat. Also mit Hilfe der Natur rechnen, dass das Leben schon den Sieg davontragen wird. Jeder Lebende glaubt, dass das Leben den Sieg davontragen wird, sonst würde er auf der Stelle sterben.

Diese Lebensfreude gilt es, auf den anderen zu übertragen. Nicht bemitleiden. Nicht zwar gefühllos sein, aber ihm mit freundschaftlicher Fröhlichkeit begegnen und wenn ein Traugier sieht, dass sein Anblick die Fröhlichkeit eines guten Menschen nicht zum Verstummen bringt, ermutigt und tröstet ihn das.

Ein nitupsaR
 
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Medikation und Therapie können in jedem Fall helfen. Wenn einer mal erkennt oder glaubt, daß ihm das weiterhilft, so tut er schon den ersten Schritt aus der Depressionsspirale.

Am wichtigsten ist aber das soziale Umfeld, auch wenn es dieses schwer hat: Als es mir schlecht ging, hab ich die Frage nach dem werten Befinden als mitleidsschwanger abgetan, und jene, die nicht auf mich eingegangen sind, als gefühlskalt verachtet. Wirklich geholfen haben mir jene, die mit mir auf ein Bier gegangen sind, obwohl ich nichts zu sagen hatte, und die nur stumm mit mir ins Feuer gestarrt haben. Die einfach da waren.

Letzte Woche hab ich in einer U-Bahnstation ein Mädchen gesehen, das hat hemmungslos geweint. Ich hab ihr einen Glückskeks geschenkt.

sturmy
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Trauern ist eine heilende Kraft um Schmerz und Verlust zu verarbeiten...

Traurigkeitwederedelnochschönnochnützlich
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Das Geheimnis der großen Weisen
und das wird das Licht von morgen sein.

Die Leidenschaften sind traurig.
Der Hass ist traurig.

Die Freude, die Liebe wird die Leidenschaften und den HASS töten.

Lorelei Sonnenschein
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@Traurigkeitwederedelnochschönnochnützlich

...so soll es geschehen!

ach herzilein
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@Lorelei Sonnenschein

Richtig, so soll es geschehen und lassen den anderen so sein wie er eben ist.
drücken sie ihn nicht sachen rauf, die sie selbst erlebt haben und jetzt soll es den anderen auch so gehen. es gibt menschen deren seele ist eben supersensibel, die spüren und fühlen extrem intensiv.

Lorelei Sonnenschein
00
18.3.2010, 18:50
@ach herzilein

...meine Antwort ist ein bissi spät...

?????

Ich bin es so leid, mich ständig wiederholen zu müssen! BITTE nicht IHRE FEHLER/SCHWÄCHEN auf andere/mich projezieren...!!!!

Ich habe von mir erzählt und ja ich erdreiste mich, dazu zu stehen, was ich (über mich) verstanden habe!!! Wo habe ich geschrieben, dass ich irgendjemanden verbiete, sich mit Tabletten ruhig zustellen? Ich habe nur aufgezeigt, dass es auch anders geht!!!

gärtner
45

wenn das durchgeht heisst das in zukunft für deppressive: "ihr seids bloss traurig, ihr brauchts keine medis, einfach mal gefühle zulassen... sigmund freud hat gesagt blabla"

wenn man dann nicht mehr als krank, sondern "nur traurig" diagnostiziert wird, dann gibts auch keinen krankenstand und damit verbundene rechte mehr für depressive, dann wird man als faul, owezahrer und spinner gebrandmarkt...

und alles nur weil man "sparen" will und einem da pharma und psychiatriegegner gelegen kommen.

was ist denn so falsch daran mal für ein paar monate ein antidepressivum auszuprobieren? wenns nicht hilft kann man es eh wieder absetzen.

phiwas
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sehe ich ähnlich,

der artikel hängt mMn sehr in die richtung "böse ärzte u pharmafirmen wollen nur geld verdienen"
es muss natürlich eine goldene mitte gefunden werden, aber ich finde dieses thema ist zu komplex um hier im forum als stammtischgespräch geführt zu werden!
denn wie viel traurigkeit ein mensch ertragen muss u wann antidepressiva noch nicht nötig sind sollte eine sache zwischen dem patienten und einem erfahren psychiater sein!!!
p.s. : antidepressiva ausprobieren ist eine sehr, entschuldigung, dümmliche aussage!

byron sully
44
seh ich nicht so,

sondern genau umgekehrt. es wäre ein schritt richtung mehr auf den menschen zugehen und weniger medikamente-reinstopf-praxis. wo bleibt der mensch als solcher mit seinen problemen, ängsten usw., wenn man ihm antidepressiva hinknallt, die noch dazu abhängig machen und den körper schädigen können?

Lorelei Sonnenschein
10
@byron sully

...so sehe ich das auch!

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