Forscher entwickeln optisches Drahtlosnetz

30. Jänner 2010, 16:58

Sicherheitsaspekte eröffnen einige Anwendungsmöglichkeiten

San Francisco - In den USA haben Forscher der Pennsylvania State University (Penn State) ein System vorgestellt, das schnelle drahtlose Datenübertragung per Licht in Innenräumen verspricht. Im Gegensatz zu ähnlichen Ansätzen ist dabei keine direkte Sichtlinie für effiziente Übertragung nötig. "Sofern die Wände nicht durchgehend schwarz gestrichen sind, muss man sich bezüglich der Übertragung in einem Raum keine Sorgen machen", so der projektbeteiligte Elektrotechniker Jarir Fadlullah. Denn die Empfänger arbeiten mit von den Wänden reflektierten Signalen.

Sicherheit

Gleichzeitig bietet Licht gegenüber klassischer Funkübertragung den Vorteil, dass es Wände nicht durchdringt und Signale somit aus geschlossenen Räumen allenfalls durch Fenster nach außen dringen könnten. "Wenn Informationssicherheit von wirklich kritischer Bedeutung ist, muss man nur Rollos oder Vorhänge zumachen", betont Mohshen Kavehrad, Professor für Elektrotechnik an der Penn State.

Bei Bedarf wäre aber eine Übertragung von Raum zu Raum mittels geeigneten Sensorsystemen möglich. Ein anderer Sicherheitsaspekt eröffnet Anwendungsmöglichkeiten beispielsweise in Flugzeugen oder Spitälern. Dort besteht die Gefahr, dass Funkübertragungen kritische Systeme stören. Durch die Nutzung eines optischen Drahtlosnetzwerks wären derartige Risiken ausgeschlossen.

Ansatz

Das Penn-State-Team setzt bei seinem Ansatz auf Hochleistungs-Laserdioden als Transmitter und Lawinenfotodioden als Empfänger in einer quasi-diffusen Anordnung. Die Resultate von Tests mit infrarotem Licht sind beeindruckend. "Wir können ein Gigabit pro Sekunde und mehr über ein Gigahertz-Band übertragen", so Fadlullah. Diese hohen Datenraten könnten auch mit sichbarem oder UV-Licht erzielt werden, so die Forscher anlässlich der Fachkonferenz SPIE Photonics West.

"Kein Funksystem bietet vergleichbare Möglichkeiten", meint Kavehrad. Tatsächlich würde selbst der zukünftige WLAN-Standard 802.11ac ausgestochen. Dieser verspricht lediglich Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. (pte/red)

K R
00
11.2.2010, 02:11
"Wenn Informationssicherheit von wirklich kritischer Bedeutung ist, muss man nur Rollos oder Vorhänge zumachen"


oder man verwendet WESENTLICH budgetschonender simple netzwerkkabel mit weiterhin besserer sicherheit (wurscht, wenn einer vergißt die tür zu schließen) und genießt dazu noch deutlich bessere performance.

Gerhard Müller
01
31.1.2010, 16:41
Und schon wieder eine Technologie

die keiner braucht.

13375|°34|<3|2
00
31.1.2010, 11:17
augen..

wie schauts eigentlich mit der schädlichkeit für die augen aus???

human ic
01
31.1.2010, 21:54

jo, licht soll total schädlich sein für die augen.. ;)

K R
00
11.2.2010, 02:11

gebündeltes licht: JA

Zrp Zrpov
 
00
31.1.2010, 13:44

Wenn Probleme mit den Augen auftreten, kann man das System ganz einfach auf Mikrowelle umschalten!

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