Dagur Sigurdsson (Teamchef Österreich): "Es ist
unglaublich, dass wir diese Handball-Nation Russland bei so einem
großen Turnier geschlagen haben. Ich bin einfach froh und dankbar,
dass ich das miterlebt habe. Ich muss mich bei der ganzen Mannschaft
und beim ganzen Trainerteam bedanken. Für mich gibt es sicher eine
Zukunft in Österreich. Mein Vertrag läuft aus, wir müssen darüber
reden. Ich habe auch eine Funktion in Berlin (Anm: Trainer beim
deutschen Bundesligisten Füchse Berlin).
Aber jetzt genießen wir einmal diesen Abend. Mir macht dieser Job
wahnsinnig Spaß und man sieht, dass das Team auf dem richtigen Weg
ist. Ich bin immer noch jung und habe bei diesem Turnier wahnsinnig
viel gelernt. In der WM-Qualifikation zählt die Tagesform, doch wir
können das sicher schaffen."
Viktor Szilagyi (Kapitän Österreich): "Neunter zu sein, hört sich
gut an. Aber mit einer Platzierung kann man das gar nicht festmachen,
wie wichtig diese EM für uns war. Wichtig war, neue Fans zu gewinnen,
und das ist uns gelungen und das ist die größte Belohnung für jede
Minute Training."
Roland Schlinger (Spieler Österreich): "Ich bin wahnsinnig
glücklich. Wir wollten diesen Sieg unbedingt, und das hat man auch
gesehen. In Linz hat es mit der Stimmung auch langsam angefangen, und
in Wien war es ähnlich. Heute war es hier großartig. Dass wir bei
Vier gegen Zwei ein Tor bekommen haben, war schon ein bisschen blöd."
Bernd Friede (Spieler Österreich): "Wir haben nie daran
gezweifelt, dass wir gewinnen können. Wenn uns wer gesagt hätte, wir
beenden das Turnier mit zwei Siegen und einem Unentschieden und auf
Platz neun, hätten wir ihn für verrückt erklärt. Heute werden wir ein
Bier mehr trinken als normalerweise."
Patrick Fölser (Spieler Österreich): "Es ist fantastisch, was wir
hier geschafft haben. Das war heute mit dem letzten Blutstropfen,
aber wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Jeder hat wieder
seine Leistung gebracht und die Einstellung war von Anfang an da. Ich
spiele 14 Jahre im Team, aber was wir heute geschafft haben, ist
unfassbar. Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich gesagt,
der ist geistesgestört."
Robert Weber (zum besten österreichischen Spieler gewählt): "Das
Abschlussspiel der EM noch dazu gegen die Russen zu gewinnen, ist
perfekt. Meine Wahl zum 'Man of the Match' war wegen der vielen
Fehlwürfe nicht ganz verdient, aber Hauptsache wir haben gewonnen. Es
hat die Mannschaft gewonnen, die den Sieg am meisten wollte."