Interview Roubini

"Es entstehen schon wieder Blasen"

28. Jänner 2010 18:43

US-Starökonom Nouriel Roubini warnt vor einem neuen Einbruch, die Politik lasse den Banken weiterhin alle Freiheiten

Davos - Der wegen seiner frühen Warnungen vor dem Entstehen einer Krise bekannt gewordene Ökonom Nouriel Roubini sieht bereits die nächsten Verwerfungen. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos erklärte er im Gespräch mit dem Standard, dass schon wieder neue Blasen entstünden. Konkret nannte er den Preisanstieg an den Rohstoffmärkten, der in den nächsten Jahren zu neuen Turbulenzen führen könnte.

Zu Österreichs Banken befragt meint Roubini, diese hätten die Kreditabschreibungen in Osteuropa noch nicht voll umgesetzt. Im Rampenlicht stand am Donnerstag Griechenlands Premier Giorgos Papandreou, der harte Budgetschnitte ankündigte.

***

STANDARD: Wurden genügend Lehren aus der Finanzkrise gezogen?

Roubini: Wir kehren zu business as usual zurück. Es gibt hohe Verschuldung, es gibt keine Restriktionen von Bonus-Zahlungen, die Banken machen weiter wie vorher. Wenn es keine Regulierung und keine Kontrolle gibt, wie will man die Exzesse eindämmen? Ich fürchte nicht zu viel, sondern zu wenig Regulierung.

STANDARD: Was halten Sie vom Vorschlag von US-Präsident Barack Obama?

Roubini: Das geht in die richtige Richtung. Aber ich finde, das ist noch nicht genug. Wir müssen die Strukturen großer Banken aufbrechen, man muss klare Regeln für kommerzielles Investmentbanking aufstellen. Mehr muss getan werden, um Exzesse im Finanzsystems einzuschränken.

STANDARD: Glauben Sie, dass die nächste Krise schon bevorsteht?

Roubini: Nicht dieses Jahr, aber in den nächsten Jahren. Es entstehen schon wieder Blasen, etwa im Rohstoffbereich. Wir müssen weiterhin besorgt sein.

STANDARD: Sie haben gesagt, die Eurozone ist mit dem ersten Stresstest konfrontiert. Was meinen Sie damit?

Roubini: Die Peripherie der Eurozone, ob es nun Griechenland, Italien, Portugal oder Spanien ist, hat sehr große Probleme mit dem Budgetdefizit, aber auch mit ihrer Wettbewerbsposition. Sie verlieren Marktanteile an China, das war schon vor der Krise so. Die Löhne sind stärker als die Produktivität gestiegen. Diese Länder brauchen strukturelle Reformen, die zu mehr Produktivität und Wachstum führen. Das ist bisher nicht geschehen. Das führt ganz offensichtlich zu ernsten Problemen in der Eurozone.

STANDARD: Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage in Osteuropa. Ist das Schlimmste überstanden?

Roubini: Diese Region ist homogen. Manchen Ländern wie Polen oder Tschechien geht es besser. Aber es gibt noch immer signifikante finanzielle Fragilität in den Baltikum-Staaten, in Ungarn, Bulgarien und Rumänien. Das vergangene Jahr war wirklich schlimm durch die Finanzkrise und Rezession in vielen Ländern. Ich glaube, die Situation in den Staaten Zentral- und Mitteleuropas bleibt, von einigen Ausnahmen abgesehen, sehr fragil. Das Finanzsystem, die Schuldenlast und die fundamentale Überbewertung von Währungen werden weiterhin ein Problem sein.

STANDARD: Was heißt das für österreichische Banken?

Roubini: Es gibt ein signifikantes Engagement von österreichischen Banken in Osteuropa. Bisher wurden die Probleme eingedämmt. Aber die Verluste dort wurden von den europäischen Banken bisher noch nicht voll erkannt. Es werden noch Verluste aus dem Kreditbereich in diesen Ländern kommen, das ist absehbar - und damit auch für die Banken, die dort sehr exponiert sind. (Alexandra Föderl-Schmid, DER STANDARD, Printausgabe, 29.1.2010)

Zur Person

Der New Yorker Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini studierte die Krisen in der Dritten Welt und sagte präzise die Finanzkrise vorher. Seit seine Prognosen eingetroffen sind, gilt er als Star unter den Ökonomen mit dem Spitznamen Dr. Doom (Dr. Untergang). Roubini wurde 1958 in Istanbul als Kind iranischer Juden geboren, er wuchs in Italien auf.

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Skaidi
30.01.2010 11:32
Bankenrettung = Bedienung der Kapitalhalter!

Ich finde, hinter dem Begriff der "Bankenrettung" wird (absichtlich oder unabsichtlich) verschleiert, worum es eigentlich geht:

Eine Bank verleiht nicht ihr eigenes Geld an die Kreditnehmer, sondern das Geld der Kapitalhalter, die es der Bank überlassen haben. Die Bank hebt den Zins vom Kreditnehmer ein, behält sich eine Bankmarge zurück und zahlt dem Kapitalhalter seinen Zins aus.

D.h. wenn nun der Steuerzahler eine Bank "rettet", so bedienen wir alle mit unseren Steuern die Kapitalhalter.

Leider wird selten Tacheles geredet, sicher auch, um die Gehirne der Menschen zu umwölken. Jeder Bürger, der begreift, worum es geht, kann sicher nicht so einfach für eine sog. "Bankenrettung" eintreten!

Immer diese leidige Symptombekämpfung! ...

. g.bac
29.01.2010 16:43
solange menschen die hoffnung haben

mit gleichbleibender oder weniger leistung mehr bekommen zu können, solange wird es wirtschaftsblasen geben.

andererseits, wird nie jemand auf irgendwas verzichen, daher kann nur die frage sein, wie man mit den blasen leben wird können. und selbst das wird dann eine neue blase erzeugen, weil man mit werten operiert, deren man sich sicher ist, sie durch die nächste blase zu bekommen.

Lars Jonka
29.01.2010 15:50
Peter Schiff, die beharrliche Stimme der Aufklärung über die wahren Ursachen der Finanz"krise":

http://www.youtube.com/watch?v=DXTF4uD-wAo

by the way, wen´s interessiert, 2006, drei Jahre vor dem Kollaps hat Peter Schiff 3000 Immobilienbankern auf Punkt und Komma analysiert, was sie tun und in welch katastrophaler Situation sich die US Finanz-und Wirtschaftspolitik befindet, wer es zu verantworten hat und was kommen wird. Alles dokumentiert. Es gibt keine Ausreden mehr. youtube sei dank:
http://www.youtube.com/watch?v=jj8rMwdQf6k

de scha wü
29.01.2010 14:56
Roubini: Diese Region ist homogen (frage zu osteuropa)

müßt aber 'in'homogen heißen

bin pinkelig, ich weiß

canus lupus
29.01.2010 16:35

ich weiss nicht, ob Sie pingelig gemeint haben, pinkelig fände ich hingegen ziemlich krass... & nass

Skaidi
29.01.2010 14:08
Eine freche Kritik:

Wenn die "Zinssklaverei" abgeschafft wäre, so würde mit einem Schlag offensichtlich werden, wo die wahrhaft "Bedürftigen" in unserer Gesellschaft sitzen, die sich von der Arbeit und Wertschöpfung anderer aushalten lassen! Es ist kein Wert per se, hohe Zinseinnahmen zu lukrieren.

Ein Zinssystem könnte nur dann gerecht sein, wenn es Angebot und Nachfrage folgt. Ein solcher "marktwirtschaftlicher Zins" würde sich um null einpendeln.

Interessanterweise reden alle von der "Gerechtigkeit" eines Systems von Angebot und Nachfrage! -- Aber der Zins ist eine Konstante, die von keiner Leistung/Nachfrage abhängt! Wie paßt das zusammen? Gar nicht. Darum haben wir auch die "Verwerfungen" in unserem Wirtschaftssystem: Die Geldordnung ist "inkonsistent".

Markus Wagner
02.02.2010 12:25

Warum würde sich der Zins bei 0 einpendeln? Können Sie dafür auch eine Erklärung abgeben? Genau durch Angebot und Nachfrage gibt es ja einen Zins, der durch die Möglichkeiten der Geldschöpfung eh schon niedriger ist als er "natürlich" wäre (wenn die Geldmenge konstant bliebe).

mikromalist
 
29.01.2010 15:55
Zinsen sind ein Ausdruck

des Zeitwerts von Geld. Und Geld hat einen Zeitwert damit es als Medium für asynchrone, ökonomische Transaktionen verwendet werden kann.
Ich habe eine Idee aber kein Geld zur Umsetzung, oder ich habe Geld, aber keine Idee (dann soll wenigstens eine andere Idee ...).
Das Problem ist, dass der Zeitwert zu wenig an Chancen und Risiken meiner Idee gebunden ist. Ich kann meine Idee deshalb nur gegen einen Teil meines Business (Aktienverkauf) oder Schulden (Kredit oder Anleihe) eintauschen.
Optionen als Währung würden diese Schwäche ausbügeln, aber wenn wir schon Schwierigkeiten haben, Geld zu verstehen ..

EU-Austretter
29.01.2010 17:56

kann die Antwort auf das posting oben auch noch mal erscheinen? Danke!

EU-Austretter
29.01.2010 17:38

Der Zins ist Ausdruck der Überlegenheit, (der höheren Liquidität), des Geldes über die Güter, der Ausgleich für asynchrone Transaktionen würde ohne diese Überlegenheit (die auf Grund der Möglichkeit der Hortung auch durch Inflation nicht egalisiert wird, um sie abzuschaffen ist eine Umlaufgebühr auf Geld nötig) die Form annehmen, dass man die Sparsumme real unverzinst (und auch ohne Verlust) zurückbekommt, denn Güter vermindern sich mit eben mit der Zeit im Wert, da ist es schon ein Ausgleich den gleichen Geldwert zurückzuerhalten.

http://www.inwo.de/modules.p... =0&thold=0

EU-Austretter
29.01.2010 17:26

Zinsen sind kein Ausdruck des Zeitwerts des Geldes, sondern der Überlegenheit des Geldes über die Güter, die Liquidität des Geldes ist weitaus höher als die der Güter im Schnitt.

Als Ausgleich für ansynchrone Transaktionen würde man OHNE die Überlegenheit (Umlaufgebühr notwendig um sie zu beseitigen), die höhere Liquidität, des Geldes nämlich nur den GLEICHEN Geldwert wie gespart zurückbekommen, denn Güter sind einem Wertverfall durch den Zahn der Zeit unterlegen, Geld kann sich dem Wertverfall (durch Inflation) zur Not durch Hortung entziehen.


http://www.inwo.de/modules.p... =0&thold=0

mikromalist
 
30.01.2010 10:07
Das mit den Zinsen habe ich schon korrigiert.

Aber Güter haben auch Nutzenfunktionen und sinken deshalb NICHT im Wert, aber im Presi.
Und wenn ich Cash als Put Option mit kontinuierlicher Ausübung und unendlicher Laufzeit auf ein wertloses Underlying verstehe (was ich für richtig halte), bin ich bei jedem Kauf ein long buyer des Gutes und ein short seller meines Cash. Wenn ich Cash auch noch dafür ausleihe, bin ich sogar ein naked short seller (Leerverkäufer) von Cash?!
Und DAS benötigt einen Preis (die Zinsen).
Und deshalb MUSS Geld unter der Matratze verfaulen, wie die Banane, wäre es Zahlungsmittel.
Die Umkehr des (Zinsen)Vorzeichens würde zum Stillstand führen.

EU-Austretter
30.01.2010 18:55

Ein Operieren mit Geld, das man sich ausgeliehen hat („naked short selling“) hat den Preis, dass der Verleiher auf die materielle Liquiditätsprämie verzichtet – wenn es denn überhaupt eine gibt! – was sich mit der Umlaufgebühr erübrigt. Mit Umlaufgebühr hat es noch immer den Preis für den Verleiher, dass er für eine Zeit lang auf die Verfügungsgewalt über das Geld verzichtet – aber dafür wird er ja von der Umlaufgebühr befreit. Sie erklären leider nur den Status quo, (und das unnötig verschwurbelt) eine Rechtfertigung oder Erklärung warum eine „Umkehr des Vorzeichens“ zum Stillstand führte bleiben sie schuldig.

PS: Werttheorien sind für die Rechtfertigung von Preisen denkbar ungeeignet.

mikromalist
 
01.02.2010 09:10
Beginnen ich zu verstehen?

Geld als öffentliche Infrastruktur, wie Kabel, die dann an die Kommunikationsbetreiber gegen Gebühren verliehen werden? Geld als Prostituierte?
Sie verlagern damit das Problem des Besitzes auf das Problem der Allokation. Und DAS ist ein Denkfehler: so eine Infrastruktur selbst bietet keine Anreize. Und damit fehlt die wesentliche Preisdynamik und das Interesse schläft ein.
Ich möchte Geld, statt es zu anonymisieren, an konkrete Innovationen binden (Realoptionen als "Zusatz-Währung").
Im Gegenzug für diese Extra-Anreize, möchte ich aber Gewinnern, einen grossen Teil zur Verteilung wieder weg nehmen.
Das "verschwurbelt" stopfe ich Ihnen in den Hals zurück :=)

EU-Austretter
02.02.2010 16:06

Sie scheinen mir die Umlaufgebühr und die Geldschöpfung zu vermengen, die Geldschöpfung geschieht im GEGENWÄRTIGEN System durch Kredite. Ihr dritter Satz führt mich zu der Frage, ob Sie Marxist sein könnten. Falls ja: Marx hat die Zinsen als Aufteilung eines vorenthaltenden Mehrwerts zwischen produzierendem und Finanz-Kapitalisten betrachtet, ungeachtet dessen, dass der Gläubiger – notfalls auf Kosten der Unternehmens-Substanz (!) – seine Forderungen unerbittlich stellt, und makroökonomisch wird Geld gehortet, wenn es nicht mehr verzinst werden kann. Und Opportunitätskosten gibt es auch ohne (Ur-)Zins bzw. mit Umlaufgebühr, und damit den Anreiz sinnvoll (also gegebenenfalls investierend) zu wirtschaften.

mikromalist
 
02.02.2010 16:26
Nein, nicht Marx, weil er

hat ja Kapitalismus an die produzierende Wertschöpfung gehängt? Von 100 Mio Beatles Songs wusste er noch nichts.
Nein, ich sehe die Schwäche nicht im "Geld", sondern in der eingeschränkten Corporate Finance Theorie.
Nach Modigliani-Miller ist es ja wurscht, ob ich frisches Geld durch Verkauf eines Teiles meines Geschäftes (Stock) oder durch Schulden erhalte.
Und DAS ist falsch (so gesehen, haben Sie recht)
Was aber wichtig wäre, ist die Berücksichtigung des Risikos (produziere ich zB einen Mainstream Film mit 100 Kosten und 100-140 geschätzte Absatzverteilung, oder einen gleichteuren kunstvollen mit 0-240?)
Das brächte in der Preis-Risikodynamik, Geld zum Fliessen. Das geht aber nur mit "Optionen" und Zeitwerten?

EU-Austretter
02.02.2010 21:13

Um das klarzustellen, auch beim Freigeld bleibt der Kredit-Zins (RISIKOABDECKUNG, Kosten der Banken), nur der Urzins, die materielle Liquiditätsprämie, verschwindet aus dem Kreditzins – im Laufe etlicher Jahre immer mehr.

Aufgabe der Banken bleibt auch beim Freigeld die Risikotransformation. (und natürlich auch die Losgrößentransformation und die Fristentransformation) Die Bank wird sogar auf diese 3 Aufgaben reduziert.

R. M.
29.01.2010 16:21
Was wollen Sie sagen?

Was haben Ideen mit Zinsen zu tun?
Für eine Idee Schulden zu machen sehe ich als völlig getrennte Angelegenheit.

Was ist außerdem mit dem Zeitwert von Bananen? Oder Äpfeln? Autos usw.?

mikromalist
 
29.01.2010 16:53
Danke dafür, dass Sie sich als Prototyp ...

Banane als Medium für ökonomische Transaktion: um eine Banane ein Jahr essbar zu halten, benötigen Sie den Gegenwert von 100 Bananen.
Ich brauche also 100 Bananen um Ihnen eine geliehene, nach einem Jahr zurück zu geben.
Oder glauben Sie, Geld wächst einfach auf den Bäumen?

EU-Austretter
29.01.2010 17:26

Erst der Zins lässt Geld (scheinbar) auf Bäumen wachsen, zu Ihrem Beispiel siehe auch meine Erklärung oben.

Oder glauben Sie man kann sich mit dem Gegenwert von 100 Bananen nach einem Jahr nur eine Banane kaufen?

mikromalist
 
29.01.2010 18:21
Auch zu Ihrer 2. (unveröffentlichten) Antwort.

Sie haben damit völlig recht, dass ich eine unerlaubte Pfeilumkehr vorgenommen habe: Zinsen "bestimmen" den Zeitwert, nicht umgekehrt.
Es ist die Liquidität und damit Fähigkeit der Asynchronität.
Aber, Geld ist, im Gegensatz zu anderen Gütern, beliebig speicherbar, deshalb sind die Kosten relativ gering.
Um eine Banane 1 Jahr "essbar", und damit als asynchrones, liquides Tauschmedium "frisch" zu erhalten, benötigte ich wahrscheinlich radioaktive Bestrahlung, Kühlung, ... dh die Kosten wären viele höher. Der Gegenwert von 100 Bananen zur Konservierung, war provokant gemeint.

R. M.
30.01.2010 03:30
Unglaublich.

Was man alles herbeikonstruiert, um das simple Motiv der Gier zu verschleiern. Naja. Jeder wie er will.

Im Bezug auf das Beispiel: Ich hätte gerne nach einem Jahr eine eßbare Banane zurück gehabt. Die Sache mit dem Frischhalten entspringt nur Ihrer - bitte verzeihen Sie: abartigen - Phantasie.
Ist nicht böse gemeint, nur eine Empfehlung: beschäftigen Sie sich bitte mehr mit der praktischen Wirklichkeit.

Skaidi
30.01.2010 10:42
Die Rechtfertigung der Gier

Ich bin ganz Ihrer Meinung: Man nimmt den Zins als so (gott-)gegeben hin, daß man ihn gar nicht hinterfragt. Und genauso ist es: Man "dichtet" sich allerhand zusammen, um diesen Zins zu rechtfertigen oder zu "erklären".

Alles das hat m.E. auch mit unserer beharrlichen Weigerung zu tun, uns selbst ins Gesicht zu sehen. Wer will schon als gierig gelten?

Abgesehen von der rein mathematischen Tatsache, daß exponentielles Wachstum, wie es durch Zins und Zinseszins in Gang gesetzt wird, zur Selbstzerstörung führt, gibt es die menschlichen Aspekte am Zins. Es ist jedoch dzt. "out", sich mit diesen auseinanderzusetzen, weil sie als "soft facts" angesehen werden. Dabei ist das die Gesellschaft zersetzende Element des Zinses ebenso ein "hard fact"!

RonConSoda
30.01.2010 10:36


leider ist obiges beispiel bittere wirklichkeit.

zB: http://portal.gmx.net/de/themen... -Euro.html

mikromalist
 
30.01.2010 10:15
Abstraktion ist schwierig, ich weiss.

Sehen Sie einfach weiter oben. Ich bin zwar nicht der Meinung von EU-A, aber seine Argumentation hat Esprit und regt mich zum Grübeln an. Sie befördern Ihre Vorurteile. Und wenn Sie mit dem Latein am Ende sind, dichten Sie dem Opponenten Verschleierung an. So einfach dürfen es sich nur die Schleierfische im Aquarium machen (die brauchen auch keine Abstraktion)

Ich habe ja mit den Bananen nicht begonnen?
Und wenn Sie nicht ewissen, wozu ein Investitions-Kredit gut ist, zeigt das nur, das Sie noch nie etwas umwälzendes UNTERNOMMEN haben.

Viel Glück beim denkstoppern.

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