Gestürzter Präsident im Exil angekommen

28. Jänner 2010, 12:42
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    foto: ap photo/reynaldo brito

    Der gestürzte honduranische Präsident landet in der Dominikanischen Republik.

Zelaya in der Dominikanischen Republik empfangen

Tegucigalpa - Sieben Monate nach seinem Sturz hat sich der frühere Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, ins Exil in die Dominikanische Republik begeben. Zelaya landete gemeinsam mit dem dominikanischen Präsidenten Leonel Fernandez am Mittwoch (Ortszeit) auf der Militärbasis San Isidro nahe der Hauptstadt Santo Domingo.

Dankbar für die Geste der Solidarität

Der gestürzte Staatschef bedankte sich bei der Ankunft für die "Geste der Solidarität" von Fernandez, zu seiner politischen Zukunft äußerte er sich nicht. Fernandez nannte Zelaya ein "Symbol der lateinamerikanischen Demokratie". Nach der Landung wurde Zelaya nach La Romana 110 Kilometer östlich von Santo Domingo gebracht, wo er bis auf weiteres wohnen wird.

Im Juni abgesetzt

Zelaya war am 28. Juni 2009 in einem Staatsstreich abgesetzt und vom honduranischen Militär in einer Nacht- und Nebelaktion nach Costa Rica gebracht worden. Im September kehrte er heimlich nach Tegucigalpa zurück und fand Zuflucht in der diplomatischen Vertretung Brasiliens. Nach der Amtseinführung des Ende November in einer umstrittenen Wahl zum neuen Staatschef gewählten Porfirio Lobo am Mittwoch verließ Zelaya die brasilianische Botschaft und fuhr zum Flughafen. Lobo hatte ihm freies Geleit zugesichert. (APA)

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24 Postings
nAK
01
Telepolis: Interview mit Soziologe Dr. Atilio Boron (univ. Buenos Aires) zur politik der USA in Lateinamerika

http://www.heise.de/tp/r4/art... 882/1.html

"...In der aktuellen Situation lädt sich das Imperium neu auf. Es nimmt jedes Mal eine zunehmend aggressivere Haltung ein: Die sieben Militärbasen in Kolumbien, die Aktivierung der IV Flotte, die Unterstützung von Staatsstreichen, die Billigung von gefälschten Wahlen und neuerdings die Drohungen von Hillary Clinton an lateinamerikanische Staaten, die mit Washington "nicht genehmen" Partnern Handel treiben, wie z.B. Iran. Es kommen schlechte Zeiten auf Lateinamerika zu und indirekt auf die restliche Welt. Das Imperium fühlt sich bedroht und antwortet deshalb mit zunehmender Gewalt..."

Raptor Jesus
44
29.1.2010, 00:47
Ein weiterer Hinterhältiger Sieg des Kapitalismus

Mögen die Zeiten kommen, wo es endlich überstanden ist.

Pro Freistaat Kärnten!
 
00
also, der von den usa unterstützte ex-präsident

muss fliehen.

und das ist der verdienst des kapitalismus?

Student der Magie
25
28.1.2010, 21:41
Leider war schon von Anfang an klar,

dass die Putschisten die Unterstützung der USA haben, anders hätten sie sich gar nicht getraut Zelaya aus dem Amt zu entfernen, mit US-Militär im Land!!!
Das kurze Kläffen der EU-Vertreter verhallte im Wind, weil es den Politikern schon lange nicht mehr um das Wohl und die Würde des Menschen geht. Deswegen war auch nichts dahinter, und mit der neuen Unrechtsregierung werden die Geschäfte weitergeführt als gäbe es kein Gestern und schon gar keine Moral.
Es zeigt aber wenigstens das wahre Gesicht "unserer" westlichen Hüter von Moral und Demokratie. Es ist eine große Schande. Ich hoffe, die Abrechnung kommt an den Wahltagen.

J H1
01
29.1.2010, 04:47
wahr ist vielmehr

dass Obama und Hillary in dieser Affaere am falschen Fuss erwischt wurden. Die amerikanische Rechte hat sich lautstark an deren heftigen Kritik der Putschisten gestossen, und die internationale Linke hat natuerlich wie immer instinktiv antiamerikanisch reagiert und die Obama Administration der Mitwisserschaft, wenn nicht gar der Unterstuetzung der rechten Putschisten bezichtigt.

Richtig ist allerdings, dass die politische Impotenz der EU wieder gaenzlich zum Vorschein kam.

nAK
35
29.1.2010, 09:30
Blödsinn.

Der Präsident wurde über einen US-Stützpunkt ausgeflogen.
Der PR-Beauftragte der Putschisten ist ein enger Freund und der persönliche Freund der Clintons.

Die Strategie der Obama/Clinton-Regierung den Unmut über den Putsch durch "Gespräche" abzumildern ist aufgegangen.

Obama/Clinton sind nicht Opfer, sie sind die Organisatoren des Putsches.

J H1
30
29.1.2010, 14:33
dabei handelt es sich vermutlich um 'vertrauliche und zuverlaessige'

Informationen direkt aus der Praesidentschaftskanzlei von Hugo Chavez.

permobil
31
29.1.2010, 09:45

Er wurde weder von den USA, noch mit deren Beteiligung, noch von einem Militärflughafen von denen ausgeflogen.

Er flog vom internationalen Flughafen der Hauptstadt in sein unfreiwilliges Exil.

nAK
12
29.1.2010, 19:02
Das Flugzeug legte einen Zwischenstopp

auf dem Militärstützpunkt ein, wie die USA mittlerweile zugegeben haben.

J H1
00
30.1.2010, 17:59
eine Zwischenlandung

ist bei dem kurzen Flug von Tegucigalpa nach San Jose absolut nicht erforderlich.

nAK
13
30.1.2010, 19:18
Die Putschisten haben trotzdem einen Zwischenstopp auf der US-Basis eingelegt.

http://de.rian.ru/world/200... 12848.html
http://www.zlv.lu/spip/spip... rticle1219

Wahrscheinlich wollten sie genaue Order abholen.

Der Neue Mensch
20
30.1.2010, 22:51
"Wahrscheinlich wollten sie genaue Order abholen."

Gibt es in Honduras keine modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie Telefon?

J H1
00
30.1.2010, 20:42

der logistisch unnoetige Zwischenstopp wurde mit ein an metaphysischer Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit deswegen vorgenommen um Hugo Chavez & Co die Moeglichkeit zu geben die USA der Mittaeterschaft zu beschuldigen....
ist doch schluessig, oder? ;-)

Der Neue Mensch
21
29.1.2010, 23:29

Dieser Militärstützpunkt ist aber kein allein von der USA betriebener. Das honduranische Militär betreibt ihn gleichberechtigt.

Wahrscheinlich erfolgte dort mit Absicht eine Zwischenlandung, damit die Verschwörungstheoretiker eine direkte Beteiligung der USA "nachweisen" können. ;)

Student der Magie
01
ihre Logik ist in sich verdreht

Dante Alighieri
01
28.1.2010, 18:38

Das wirklich Tragische ist dass die Liberale Internationale Micheletti nicht ausgeschlossen hat sondern vor kurzem sogar zu einem ihrer (58, aber dennoch) Vizepräsidenten gemacht hat...

milo66
08
28.1.2010, 17:00

Wie die sogenannte internationale Staatengemeinschaft über die Hintertür undemokratisch abgehaltener und manipulierter Wahlen einen Militärputsch legitimiert, ohne dass sich wer drüber aufregt ist schon ein ziemlicher Skandal...

nAK
24
28.1.2010, 18:19
Nicht die internationale Staatengemeinschaft

Die überwiegende Mehrheit der Staaten Lateinamerikas verurteilte dies, abgesehen von Staaten die immer noch der Hintehof sind (Peru, kolumbien, Costa Rica, Mexiko).
Die Förderung des Militärputsches erfolgte durch die USA und stillschweigend durch die EU.

Die internationale Gemeinschaft mit USA/EU gleichzusetzen ist nicht richtig.

Der Neue Mensch
10
29.1.2010, 23:33

Also von den von Ihnen genannten Staaten hat auf alle Fälle Costa Rica den Putsch verurteilt.

Dass die anderen genannten Staaten den Putsch gutgeheißen hätten, ist mir nicht bekannt, lasse mich aber gerne bei Angabe seriöser Quellen (also abseits von amerika21 oder teleSUR) eines Besseren belehren.

nAK
02
30.1.2010, 19:41
Arias hat seine Rolle gut gespielt.

Verhandeln, auf Zeit spielen, bis alles im Sande verläuft.


Ach ja, auch ein Friedensnobelpreisträger, wie Obama (mit seinen Folterlagern), Kissinger (mit seinen Todesschwadronen).

Eine ehrenwerte Gesellschaft.

Arias war brilliant in seiner Rolle den Faschisten in Honduras Zeit zu verschaffen.

Malkaye
00
29.1.2010, 20:29
ich habe des öfteren über die unterstützung der putschisten durch angestellte der deutschen FDP-stiftung dort gelesen.

Friedrich-Naumann-Stiftung, so hieß die. dass europa da still geschwiegen hat ist auch eine verharmlosung. vielleicht ein großteil, aber wenn einige da mitmachen und der rest schweigt...
ansonsten stimme ich mit ihnen überein.

wenn brasilien nur endlich über lulätsch hinauswachsen und aktiv würde.

Student der Magie
01
ich finde

Lula hat vieles weiter gebracht in Brasilien in seiner Amtszeit, die ( für mich leider, aber wer weiß: zu lange an der Macht ist oftmals auch nicht gut) ohnehin bald vorbei ist.
Ich meine, er hat mehr Positives als Negatives "vollbracht", und natürlich hat Brasilien im Landesinneren noch genügend zu tun. Ich glaube in Brasilien lassen sich die Menschen nicht mehr so leicht von fremden Mächten unterdrücken, die Diktatur haben die Brasilianer noch nicht sooooo langer (70ger jahre) hinter sich gelassen....

Solange die südamerikanischen Länder zusammenhalten und die Bevölkerungen hinter ihren Regierungen stehen wird es mE nach nicht so leicht wie in Honduras zu putschen, (ist nur meine bescheidene persönliche Meinung)

milo66
00
29.1.2010, 09:39

Ok, sorry, da hast Du recht.

NONE
38
28.1.2010, 18:17

Es müssten Sanktionen her.

Und zwar gegen die USA.

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