Alternativmedizin

Mit Akupunktur gegen Heuschnupfen

28. Jänner 2010, 11:07

Deutliche Besserung allergischer Symptome nach Elektroakupunktur über sechs bis acht Wochen

Freiburg - Es sieht nicht danach aus, aber auch der nächste Frühling kommt bestimmt. Vielen Menschen wird der Frühlingsanfang durch tränende Augen, juckende, verstopfte Nasen und wässrigen Schnupfen bis hin zu Atemnot verleidet. Im "Uni-Zentrum Naturheilkunde" des Universitätsklinikums Freiburg wird seit mehreren Jahren die Elektroakupunktur, die so genannte
"augmentierte Akupunktur", bei saisonaler Allergie durchgeführt.

Einmalige Behandlung

Grundsätzlich ist die Akupunktur bei der Behandlung von allergischen Symptomen in der naturheilkundlichen Medizin nicht neu. Das Besondere an der "augmentierten Akupunktur" gegen Heuschnupfen ist die meist nur einmalige Behandlung. Nach den Erfahrungen des Uni-Zentrums
Naturheilkunde sind bei circa 70 Prozent der Patienten die Beschwerden nach der Behandlung für einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen deutlich gebessert.

Zur Methode: Es werden zwei Punkte im Verlauf des Blasenmeridians im Nackenbereich ermittelt, die einen geringen Hautwiderstand aufweisen. Diese Punkte werden örtlich betäubt und die Akupunkturnadeln gesetzt. Über die Akupunkturnadeln wird ein Reizstromimpuls gegeben. Eine
wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist, dass der Patient zum Zeitpunkt der Behandlung unter starken allergischen Symptomen leidet. (red)

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Posting 1 bis 25 von 69
1 2
feinmann
05
13.2.2010, 00:57
Wer sich für die Wahrheit darüber interessiert,

der findet sie hier: http://www.scienceblogs.de/kritisch-... eiburg.php

Anyuser
 
00
14.2.2010, 17:48

Brillant!!!

Slimfast666
00
jo

René Monet
 
00
30.1.2010, 21:16
Warum erstaunt es mich nicht, zu sehen, dass in diesem zentrum

auch schröpfen, aderlass, blutegeltherapie, homöopathie etc. angeboten wird.

Das wichtigste heilmittel laut publikationsliste ist anscheinend die mistel.

Weiters müssen die "komplementären" leistungen privat bezahlt werden.

Para Dox
01
29.1.2010, 13:22

BTW: Wann gibt's den nächsten Artikel von Fr. Wolkenstein. Oder hat derstandard.at die Serie wegen Erfolglosigkeit eingestellt?

Hlodyn
03
29.1.2010, 00:47

Oh mann ich glaub's nicht. Klar müssen die Leute am Symptomhöhepunkt kommen, sonst geht's nicht. Warum behandeln die nicht die Leute vor der Pollensaison und schauen dann, ob die Beschwerden auftreten. Das wäre definitiv menschlicher. Oh ja ich vergaß, dann funktioniert es ja nicht *kopfschüttel*
Müssen wir jetzt schon alles glauben, weil "Uni" draufsteht. Liebe Standardredaktion, die Recherche über die Wirksamkeit einer Elektroakupunktur ist noch nicht mal sehr aufwändig und hätte von einem Praktikanten übernommen werden können. Der hätte innerhalb von einer Stunde genug Quellen gesammelt die den Mist widerlegen. Damit hätte man sich diesen Artikel sparen können.

her wig
10
29.1.2010, 08:31

Fuß eingipsen macht man auch erst wenn er gebrochen ist. Wieso macht man das nicht vorher schon? Wäre doch viel menschlicher... *kopfschüttel* Diese Ärzte wollen sich doch nur wichtig machen.

Godesberg
01
29.1.2010, 10:38

Wenn ich weiß, dass ich mir zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Bein breche, würde ich dem vorbeugen.

Ein Beinbruch ist in aller Regel ein Unfall, ein Heuschnupfen ein wiederkehrendes, vorhersehbares Ereignis.

her wig
20
29.1.2010, 13:50

Wenn die im Immunsystem für die Schnupfenabwehr zuständigen Instanzen aber keine derartige Vorsicht haben, dann ist es für die nicht vorhersehbar. Eine Behandlung die für einen bestimmten Akutzustand des Immunsystems gedacht ist, funktioniert dann nicht.

Davon abgesehen, es sind viele Beinbrüche auch vorhersehbar: im Winter in den Bergen nämlich, das ist genauso saisonal wie der Schnupfen. Würde man der Zielgruppe pauschal im Vorfeld einen Gips verordnen, gäbe es diese Unfälle garnicht erst. ;-)

Hlodyn
04
29.1.2010, 18:03

Eine Pollenallergie ist kein Schnupfen. Der ist da lediglich ein Symptom. Es hat nichts mit einer normalen Reaktion auf Rhinoviren zu tun. Heuschnupfen ist eine überreaktion des Immunsystems.
Komisch, dass die bösen Schulmediziner Heuschnupfen tatsächlich präventiv behandeln können. Sei es mit Hyposensibilisierung oder auch mit Cortison (Ja ich weiss Cortison ist sowieso evil). Aber zu behaupten, dass wenn man am Symptomhöhepunkt anfängt zu Behandeln, eine Besserung auf eben diese zurückzuführen ist, ist einfach lächerlich.
Das ist so, wie wenn ich mein Auto auf einen Berg raufschiebe, auf dem Gipfel ein bisschen Weihrauch abfackle und dann behaupte, das Schieben geht jetzt nicht leichter weils bergab geht, sondern wegen dem Weihrauch.

her wig
00
29.1.2010, 22:07

Naja, beim Cortison wäre wirklich interessant zu erheben ob es mehr genützt oder mehr geschadet hat. Es hilft ja die stärkste Wirkung nichts wenn die "Nebenwirkung" schlimmer ist als das ursprüngliche Problem.

Hlodyn
00
30.1.2010, 01:10

Lol jetzt gehen die Argumente aus, da reiten wir auf dem pöhsen Cortison rum, war ja klar.
Den schlechten ruf hat es noch aus Zeiten, als es extrem überdosiert verabreicht wurde. Bei den neuen Präparaten die niedrig dosiert sind treten kaum noch schwere Nebenwirkungen auf.

her wig
00
30.1.2010, 08:23

Ja, so ist das: diejenigen die man befürwortet dürfen alle Fehler machen, wird ja weiter entwickelt. Nur die anderen, nein, die müssen von anfang an perfekt und fehlerfrei arbeiten.

René Monet
 
00
30.1.2010, 20:21
Perfekt nicht

aber überhaupt arbeiten, das wär schon ein anfang.

her wig
00
31.1.2010, 12:49

Die Konkurrenten arbeiten nie zufriedenstellend.

Würde die Schulmedizin so gut arbeiten können dass alle zufrieden wären, würde niemand eine Alternative wählen wollen. Nun, dem ist offensichtlich nicht so, und sämtliche Selbst-Behauptungen erweisen sich als das was sie sind.

René Monet
 
01
ich glaube ja,

dass menschen eine alternative wollen. Allerdings ist für mich der hauptgrund der, dass die mediziner aus verschiedenen gründen nicht beliebig lange gespräche über krankheiten mit den patienten führen können. Es wäre an der zeit, medizinische beratungen menschlicher zu gestalten, bzw. engpässe zu erkennen und zu reagieren. Wenn bei einem hausarzt 10 - 20 leute im wartezimmer sitzen, kann er nicht mit jedem eine stunde quatschen.
Egal, wie sehr sich dieser das wünschen würde, oder wie sehr das der patient eigtl. braucht! Das ändert aber nichts an der tatsache, dass zb homöopathie bzw. bachblüten etc. reine befriedigung von wunschdenken ist dem glauben an magie gleichzusetzen.

Die dritte Seite der Medaille
00
31.1.2010, 16:22

Nie hat die Medizin behauptet, alles heilen zu können, alles zu verstehen, alles zu wissen.
Dass da noch viel gefunden, erforscht und erfunden werden muss, ist jedem klar.

Dass diese Tatsache aber Menschen mit chronischen oder (noch) unheilbaren Krankheiten enttäuscht, frustriert, dass sie das einfach nicht wahrhaben wollen, ist verständlich.

Diesen armen Menschen dann mit Heilsversprechungen, die nachweislich nicht funktionieren, das Geld aus der Tasche zu ziehen ist erbärmlich.

her wig
00
31.1.2010, 16:51

Letztlich können das nur die Menschen entscheiden. Das "Urteil" von Vertretern der einen Seite über die anderen ist jedenfall suspekt.

Die dritte Seite der Medaille
01
31.1.2010, 16:56

Nein, die Menschen, die sich in so einer Notlage sind, können sich nicht entscheiden. Das ist ja das Schlimme. Die Ärzte sagen: Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht mehr helfen", was nachweislich der Wahrheit entspricht.
Und dann kommt so ein erbärmlicher Scharlatan und verspricht das Blaue vom Himmel.. natürlich gehen diese armen Menschen zu ihm. Lassen sich ordentlich ausnehmen und sterben trotzdem. Und ob ich mir über solche Aasgeier ein Urteil erlaube. Das ist erbärmlich, egal wie mans dreht und wendet.

Die wahrheit ist kein demokratischer Prozess. Egal wieviel Leute an irgendeine Behandlungsmethode glauben oder nicht glauben, das hat auf deren (un)wirksamkeit keinen Einfluss.

Nee-Chee
06
28.1.2010, 22:09
"Eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist, dass der Patient zum Zeitpunkt der Behandlung unter starken allergischen Symptomen leide"

Unfassbar, und darauf fallen Leute rein?!
Man macht zum Höhepunkt der Pollensaison eine Behandlung und schreibt es dieser Behandlung zu, dass die Beschwerden abklingen?! Wie dämlich können Menschen sein?!

René Monet
 
00
30.1.2010, 21:21
Alleine in Deutschland

ist der markt der pseudomedizinischen methoden jährlich 9 milliarden euro schwer. Wer hält da nicht gerne die hand auf. Wer überzeugt sich da nicht gerne selber, "es wird schon wirken" und "nutzts nix, schadts nix" - außer, dass es enorme kosten verursacht und auf der anderen seite natürlich arbeitsplätze schafft.

Godesberg
06
29.1.2010, 00:13
Darauf beruht jede Alternativmethode.

So richtig perfide sind die Homöopathen. Wenn der Patient vor dem Höhepunkt der Erkrankung zu ihnen kommt und die Symptome zunehmen obwohl bereits Globuli eingenommen werden, deuten die als Zeichen der Heilung um und nennen das "Erstverschlimmerung".
Ansonsten wird solange mit verschiedenen Mitteln behandelt bis Besserung eintritt und das war dann das richtige Mittel. Dass die Mittel vorher nicht gewirkt haben liegt natürlich daran dass der Patient nicht gut kooperiert hat und z.B. falsch auf die Ausfragerei geantwortet hat, die Teil der homöopathischen Anamnese ist.

In diesem Fall deutet der letzte Satz sehr stark darauf hin dass bewusst Patienten ausgewählt wurden bei denen einen Besserung ohnehin anstand.

Doc Steel
00
29.1.2010, 11:15
scharlatane unter sich

deshalb sind homöopathen ja alle ausgebilde ärzte.

jeder homöopath ist doktor der medizin.

sagt viel über diesen stand aus.

René Monet
 
00
30.1.2010, 21:24
Und wieviel sagt es über diesen stand aus,

wenn in hundert studien die kein nachweis einer wirksamkeit der homöopathie erbracht werden konnte, und die studie einzige, die je eine wirksamkeit nachzuweisen glaubte, und schließlich sogar einen preis dafür erhielt, 2005 zurückgezogen und sogar der preis wieder rückerstattet wurde?

Und trotzdem wird weiter behandelt.

utarefson
01
29.1.2010, 22:13
So einfach ist es nicht

Es gibt genügend gewissenhafte Ärzte und homöopathische Modeärzte.
Problem ist nur die Standessolidarität und die jedem ehrlichen Menschen, der auf das Beachten eines möglichen oder meist völlig unmöglichen naturwissenschaftlich-kausalem Zusammenhanges wert legt, die Grausbirnen aufsteigen läßt. So lange niemand das Bankl reißt, darf arzt buchstäblich alles machen!

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