Brasilianische Botschaft nach Monaten verlassen - Lobo als neuer Präsident vereidigt
Tegucigalpa - Sieben Monate nach dem Sturz von
Manuel Zelaya hat dessen gewählter Nachfolger Porfirio Lobo am
Mittwoch das Präsidentenamt von Honduras übernommen. Der 61-Jährige
legte den Amtseid im Nationalstadion der Hauptstadt Tegucigalpa ab.
Während der Zeremonie waren rund 5.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.
Kurz nach der Vereidigung Lobos verließ Ex-Präsident Zelaya seinen
Zufluchtsort in der brasilianischen Botschaft und stieg in ein
Flugzeug, um ins Exil in die Dominikanische Republik zu gehen.
Zelaya war im Juni vergangenen Jahres wegen eines Streits über die
Verfassung von Angehörigen der Streitkräfte festgenommen und zur
Ausreise gezwungen worden, seit 21. September hielt er sich in der
brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa auf. Lobo hat ihm eine
ungehinderte Ausreise ins Exil zugesagt. Er wolle Zelaya persönlich
von der Botschaft zum Flughafen begleiten, kündigte der neue
Staatschef an.
Die an der Absetzung Zelayas beteiligten Generäle wurden am
Dienstag vom Obersten Gericht vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs
freigesprochen. (APA/apn/Reuters)