Kritik am Demoverbot beim Burschenschafter-Ball

27. Jänner 2010 14:01
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    Foto: apa/oczeret

    Mitglieder des Wiener Korporationsrings bei einem Umzug vor drei Jahren.

Polizei: Öffentliche Sicherheit gefährdet - Linke Gruppen: Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt

Wien - Die Polizei hat am Mittwoch eine angekündigte Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) - gemeinhin als Burschenschafter-Ball bekannt - untersagt. Der Ball findet am Freitag in der Hofburg statt.

Das Verbot begründet die Polizei damit, dass die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit gefährdet wäre, erklärte Sprecher Roman Hahslinger. Er kündigte ein Platzverbot an, Näheres hierzu werde am Donnerstag bekanntgegeben.

Empörung bei Jungpolitikern...

Linke Gruppierungen laufen dagegen Sturm, zumal sie dadurch erst recht eine Eskalation befürchten. "Das ist ein eindeutiger Bruch des in Österreich verfassungsmäßig garantierten Rechtes auf Versammlungsfreiheit", erklärte Antonia Fa von der GRAS (Grüne und alternative Studenten). Während antifaschistisches Engagement kriminalisiert werde, schütze die Polizei Rechtsextreme, so Fa. Auch die ÖH kritisierte die Entscheidung der Exekutive: "Das ist eines Rechtsstaates nicht würdig." Das NoWKR-Bündnis - dahinter stehen laut eigenen Angaben kritische Gruppen aus der zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit und dem antifaschistischen Spektrum - lädt nun am Freitag zu einem "Straßenfest". Dieses soll ab 18.00 Uhr stattfinden, der genaue Ort ist noch nicht bekannt, so Sprecherin Maxi Härter. Sie rechnet mit rund 2.000 Teilnehmern.

Der SJ-Vorsitzende Wolfgang Moitzi sagte: "Einmal mehr ist es notwendig, dem rechtsextremen Treiben in der Hofburg entgegenzutreten und zu verdeutlichen, dass wir es nicht akzeptieren, dass diese Veranstaltung in Repräsentationsräumen der Republik stattfinden darf." Er rief zu einer Gegendemo am Freitag um 18.00 Uhr beim Westbahnhof auf.

... und Altpolitikern

"Das Verbot einer antifaschistischen Demonstration durch die Wiener Polizei wirft ein erschreckendes Licht auf die politische Situation in Österreich", sagt Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen. "Rechtsextremen wird öffentlicher Raum geboten, gegen AntifaschistInnen geht die Polizei vor."

Auch die Israelitische Kultusgemeinde forderte, dass die Demonstrationen erlaubt werden müssten.

"Das Demonstrationsverbot ist vollkommen inakzeptabel", sagt Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen. Die extreme Rechte sei damit bedrohlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen und gewinne mehr und mehr an Hegemonie, sagte Koza.

Zwischenfälle vergangenes Jahr

Im Vorjahr kam es bei der Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsrings zu gewaltsamen Zwischenfällen und neun Festnahmen. Mehrere Polizisten wurden verletzt, als Demonstranten sie mit Gegenständen bewarfen.

Unstimmigkeiten gab es vergangenes Jahr auch wegen des Ehrenschutzes. Denn fünf Rektoren waren im Ehrenkommittee -  was die Rektoren nach eigenen Angaben nicht bewusst oder ohne ihr Wissen getan hatten und sich auch von jeglichem rechten Gedankengut distanzierten.

Der Ball wurde 1952 vom Wiener Korporationsring, ein Zusammenschluss von Burschenschaften und Studentenverbindungen, ins Leben gerufen, dem unter anderem die Burschenschaft Olympia angehört. Diese wird vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands als rechtsextrem eingestuft. (APA, red, derStandard.at, 27. Jänner 2010)

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achtung-start
11.02.2010 17:44

Versammlungsfreiheit muss für alle gelten, also auch für jene, die Burschenschaften heißen

Sanitätsgefreiter Faymann
02.02.2010 22:13
Wem gehört die Olympia an?

Was, die Olympia gehört dem Leben an? Ist das Leben jetzt rechtsextrem?

webinformationat
03.02.2010 19:40

alles ist rechtsextrem, dass nicht dem kapital dient....


www.webinformation.at

webinformationat
02.02.2010 21:12

Von der Fuger-Dynastie bis zur EU: Das Kapital hat uns in der Hand und lässt die Pupen (Demonstranten) tanzen und die Kriege austragen.

MA__48
02.02.2010 07:54
"Das ist ein eindeutiger Bruch des in Österreich verfassungsmäßig garantierten Rechtes auf Versammlungsfreiheit", erklärte Antonia Fa von der GRAS

Warum wollen die Grünen nicht den Rechten auch das Recht auf Versammlungsfreiheit zugestehen?

Ist das die Demokratie die die Grünen sich wünschen?
alles was ins grüne ParteiProgramm (ändert sich auch oft) passt ist erlaubt, was nicht ins eigene Parteiprogramm passt muss verboten werden.

Können die Grünen ihr Straßenfest nicht am Samstag abhalten? Oder haben dannn die ehemaligen Donnerstag-Demonstranten keine Zeit mehr und müssen schon ins Wochenende?

Protagoras v. Abdera
02.02.2010 11:09
Sie stellen die Realitäten auf den Kopf

Während rechte Demonstrationen wie die gegen einen Moscheebau in der Brigittenau mit massivem Polizeiaufgebot geschützt werden, schränken die angeblich neutralen Behörden antifaschistische Demonstrationen, durch staatliche Verbote und Repressionen ein. Da ist sicher auch nur Zufall und nciht Ausdruck eines politischen Naheverhältnisses, dass Polizisten etwa auf dem Klagenfurter Flughafen den gerade gelandeten H.C. Strache vor ein paar Wochen per jovialen Handschlag begrüssen.

webinformationat
02.02.2010 20:44

Friedliche Demos in ehren, aber keine Gewalt...

Die andere Meinung
 
01.02.2010 14:10
die polizei

ist zur naz1-schutz-organisation verkommen..

webinformationat
02.02.2010 20:43

Die Polizei ist ein Organ des Volkes zum Schutze der eigenen Freiheit. Sie wacht über die Gesetze, die notwendig sind, um die Freiheit jedes Menschen zu schützen.

Die Befehle, ob die Polizei eine bestimmte Demo zulassen soll oder nicht kommt von "oben".

webinformationat
01.02.2010 08:33

Freiheit statt EU. Die EU gibt dem Kapital die Freiheit und nicht den Menschen.

...und hetzen alle schön gegeneinander auf - lenken vom eigentlichen Feind ab...

rnix
01.02.2010 13:27
der nächste große Krieg

wird keiner "Links gegen Rechts" sein, keiner "Christen gegen Muslime", keiner "Nation A gegen Nation B".

Es wird der Krieg "Unterdrückung gegen Freiheit" sein, ein Bürgerkrieg. Und er wird alle industrialisierten Länder umfassen.

Was wir überall beobachten können, sind allerhöchstens Vorboten für das bevorstehende...

webinformationat
02.02.2010 20:40

Leider schaut es so aus, aber wir könnten es nocht verhindern...

Noch haben wir Staatseigenschaft.

Dan12
01.02.2010 14:12

lol

rnix
01.02.2010 15:26
Was ist jetzt, Herr K.?

lt. http://unsereuni.at/wiki/inde... ntarium_AG lässt sich annehmen, dass Sie sich mit dem Thema Argumentation ein wenig auseinander gesetzt haben.

Ich gehe mit dem Papier in der Einleitung übrigens nicht konform, dass Diskussionen nicht ins philosophische abgleiten sollen oder gar dürfen. Es gibt keine nicht-philosophische Diskussion. Dann ist sie eine solche nämlich nicht mehr.

Also kommt jetzt noch was außer einem lauten Lacher oder wars das?

rnix
01.02.2010 14:15
Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Alle Achtung daher.

Aber Sie können meine durchaus provokanten Aussagen gerne mit Argumenten entkräften.

Ich bin der letzte Mensch auf dieser Erde, der sich von guten Argumenten nicht überzeugen lässt.

rnix
01.02.2010 13:31
ps

zum Feind der Mächtigen ist längst das eigene Volk geworden...

Nanerl
31.01.2010 23:46

Meinungsfreiheit ist zu verteidigen!

Nanerl
31.01.2010 09:04

die patrioten des islam bilden schön friedlich eine paralellgesellschaft, die uns schön langsam übernimmt. das sind auch gefährliche entwicklungen, auch patrioten. aber das wird ignoriert, ja gewünscht: da kann man ja eine nation und alle nationen zerstören.

wollt ihr das? EINEN UNDEMOKRATISCHEN FÜHRERWELTSTAAT?

:(

jcMaxwell
31.01.2010 21:08
WO BITTE

übernimmt eine islamische parallelgesellschaft unsere?

viel eher sehe ich wieder den austrofaschismus sich aus dem braunen sumpf erheben!

bezüglich 'nation': schauen's mal wie lange es nationalstaaten gibt - ist diese staatsform wirklich das ultima ratio? wenn sie schauen, wieviele tote diese ideologie (verbunden mit rassischen ideologien) in europa verursacht hat, wäre ich nicht beunruhigt wenn nationen zugunsten modernerer staatsstrukturen aufgegeben werden.

webinformationat
31.01.2010 23:55

ich weiß nicht wo sie wohnen, aber schauen sie sich einmal um...

demokratie und die freiheit ist untrennbar mit solidarität verbunden. diese kann nur gewährt sein in kleinen einheiten. diese sind in europa die nationen.

es gibt keinen grossstaat der demokratisch ist, also ein rechtsstaat ist.

jcMaxwell
01.02.2010 09:12

ganz kann ich ihnen nicht folgen, überhaupt warum freiheit nur in 'kleinen einheiten' gewährt sein kann (ist deutschland bzw. frankreich eine kleine einheit?).

lernen sie mal die gründe für das entwickeln einer europäischen union, und lesen sie nochmal mein posting durch - vielleicht erkennen sie dann was ich meinte.

webinformationat
02.02.2010 21:20

Österreich ist beispielsweise eine ganz gut überschaubare kleine Einheit. Die Schweiz ist ein gutes Beispiel. Bayern wäre auch in dieser Größe. Die USA oder Rußland ist ein Großstaat, der nie demokratisch sein kann.

Versuchen Sie einmal mit 10 Menschen einen Text zu verfassen, den alle mittragen können. Es ist schwer, aber machbar. Also braucht man das Miteinander und nicht das Gegeneinander um Gesetze zu schaffen mit denen alle können.

Aber das ist die Freiheit.

Des Wahnsinns knusprige Beute
01.02.2010 02:22
Ganz haut das nicht hin mit Ihrer These.

Sie übersehen geflissentlich, dass Europas Geschichte im Wesentlichen daraus besteht, dass sich kleine Einheiten verschiedenster Natur - die wenigsten davon demokratisch - über Jahrhunderte wechselseitig über das Einschlagen der eigenen und der Schädeln ihrer jeweiligen Nachbarn die angesprochen Solidarität generiert haben. Der Nationalismus hat sich dabei übrigens als "hervorragender" Katalysator dieser Tendenzen gezeigt - und sicher nicht als Garant der Demokratie.

Weiters: Man kann den USA sicher einiges nachsagen - aber sie entsprechen der Definition eines demokratischen Rechtsstaats.

entenkrages
31.01.2010 10:39
und was hat das mit der demo gegen den wkr ball zu tun?

Sie heißen also antidemokratische versammlungen gut als antagonist zu anderen antidemokratischen bewegungen????

bitte denken Sie selbst nochmal drüber nach.

Nanerl
31.01.2010 08:59

Demo ja, aber keine Gewalt. Wer Gewalt säht...

Wo bleibt die Demo gegen die Regierung? Sie verschuldet die Krise und die Arbeitslosen....

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