Noriega kämpft vor oberstem US-Gericht weiter gegen Auslieferung

26. Jänner 2010, 21:06

Frankreich fordert Auslieferung des Ex-Diktators

Washington - Panamas Ex-Machthaber Manuel Noriega will vor dem Obersten Gericht der USA weiter gegen seine Auslieferung nach Frankreich kämpfen. Noriegas Anwälte kündigten am Dienstag an, gegen die Entscheidung der Richter vorzugehen, einen Einspruch gegen die Auslieferung abzulehnen. "Wir haben 25 Tage Zeit, einen Antrag auf erneute Überprüfung zu stellen", sagte Anwalt Frank Rubino. "Wir werden das bei dem Gericht beantragen." Das Anwaltsteam des 75-Jährigen hatte Anfang Juli Berufung gegen die Entscheidung der US-Justiz eingelegt, Noriega an Frankreich zu überstellen.

Der frühere Machthaber Panamas war 1999 in Frankreich in mehreren Anklagepunkten wegen Geldwäsche in Abwesenheit zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die französische Justiz will zudem ein neues Verfahren gegen Noriega eröffnen. Sie beschuldigt ihn, in den 80er Jahren rund 3,15 Millionen Dollar (2,2 Millionen Euro) aus Drogengeschäften auf Konten französischer Banken gewaschen zu haben.

Drogendelikte

Noriega hatte in den USA eine langjährige Haftstrafe wegen Drogendelikten verbüßt und blieb danach wegen des juristischen Streits um seine Auslieferung in US-Gewahrsam. Er war 1992 zu 40 Jahren Haft verurteilt worden, die wegen guter Führung schließlich auf 17 Jahre reduziert wurden. Auf Noriega wartet auch in seiner Heimat eine 20-jährige Haftstrafe wegen der Beteiligung an der Ermordung politischer Gegner. Allerdings würde er die Strafe aufgrund seines hohen Alters als Hausarrest antreten.

Noriega war von 1971 bis 1983 Chef des militärischen Geheimdienstes Panamas und regierte das mittelamerikanische Land von 1983 bis 1989. Unterstützung erhielt er von den USA. Da er aber nach Einschätzung der US-Geheimdienste zunehmend mit den Drogenkartellen zusammenarbeitete, marschierten US-Truppen Ende 1989 in Panama ein und nahmen Noriega gefangen. (APA)

nAK
03
27.1.2010, 19:19
Lieber Alvaro Uribe (kolumbinaischer präsident),

so geht´s Dir, wenn Du nicht mehr spurst.

Dann ist Schluss mit deinen Drogengeschäften und Du fährst ein. Also immer brav Order von der US-Botschaft abholen.

Nicolas Castillo
40
27.1.2010, 20:57
ich glaube ...

im Gegensatz zu Ihnen hat Herr Alvaro Uribe sein Leben ganz gut im Griff. Machen Sie sich da mal keine Sorgen.

HetztdieHetzer
00
Herr Alvaro Uribe

hat seine Armee und Paras im Griff.
Herr Alvaro Uribe ist wie einst noriega ein hunderl der USA.

Nicolas Castillo
00
wenn Sie das sagen ...

kurt haenel
 
00
27.1.2010, 14:06

wieso braucht der dunkle Brillen am hellichten Tag ?

so go
03
26.1.2010, 21:38
"Operation Just Cause"

Noriega wurde ja auch in den USA in psychologischer Kriegführung unterrichtet. Er war rund 15 Jahre lang in Diensten der CIA, nur um für diese bzw. ihn konkurrierende Kartelle auszuschalten.

Damals ging es darum den Vertrag, welchen Jimmy Carter 1977 unterschrieb und den Kanal anno 2000 an Panama übergab, irgendwie los zu werden.

1989 war es dann soweit...

"Der Name Just Cause (dt. gerechter Anlass) war der erste Missionsname seit dem Koreakrieg, der gezielt unter PR-Aspekten gewählt wurde. Da die Invasion einen Verstoß gegen das Völkerrecht sowie die Souveränität des Staates Panama darstellte, bekam deren Darstellung in den nationalen und internationalen Medien einen hohen Stellenwert. "

so go
00
26.1.2010, 21:46

"Die Verteidigung US-amerikanischer Interessen durch die Invasion wurde medial nicht thematisiert."

Und heute hat man 20 Jahre Erfahrung mehr ...

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