Google und China

"Recht muss Recht bleiben"

25. Jänner 2010, 18:47

Der Google-Konflikt aus chinesischer Sicht

Aus einem Kommentar von "China Daily" , der auflagenstärksten Tageszeitung der Volksrepublik:

"Schauen Sie sich die Entwicklung des Internets in China an und seine Rolle, die es bei der Förderung der sozialen Demokratie und des Pluralismus gespielt hat! Das Internet ist zu einem bedeutenden Vertriebsweg für Menschen geworden, die Machtmissbrauch von Funktionären anzeigen und Beschwerden über Fehlverhalten von Regierungsinstitutionen auf allen Ebenen deponieren.

Ohne Übertreibung kann man sagen, dass das Internet einen gewaltigen Beitrag für China leistet. Die Internet-Technologie hat die Wirtschaft und die politischen Reformen in diesem Land enorm weitergebracht. Und es hat Kanäle geschaffen, die die Redefreiheit des chinesischen Volkes ungemein verbreitern.

In diesem Sinne klingt es lächerlich, China anzuklagen, den freien Informationsfluss im Internet einzuschränken.

China heißt ausländische Firmen zur Zusammenarbeit willkommen, einschließlich Internet-Unternehmen, vorausgesetzt sie agieren in Übereinstimmung mit den chinesischen Gesetzen und Regelungen. Die glatte Abwicklung der meisten internationalen Geschäfte zeugen von der Haltung der Firmen in diesen Belangen. Und es ist ebenso internationale Geschäftsgebarung, den Cyberspace gesetzlich zu regulieren.

Im Fall von Google hat diese Firma chinesisches Recht verletzt, indem sie freien Zugang zu pornografischen Inhalten gewährt sowie das Recht auf geistiges Eigentum chinesischer Urheber verletzt hat. Daher ist es nur natürlich, dass die Regierung dagegen rechtlich vorgeht. Es besteht kein Anlass, dass man Google diese Gesetzesverletzungen durchgehen lässt, nur weil es ein großes internationales Unternehmen ist. Und wenn die USA nun mit dem Finger auf China zeigen, messen sie offenkundig mit zweierlei Maß." (DER STANDARD, Printausgabe, 26.1.2010)

    joesixpack
    00
    30.1.2010, 20:48
    w

    1116er
    00
    27.1.2010, 11:54
    china daily verblödend!

    wollt ihr mitspielen auf dem globalen markt (in jeglicher hinsicht)?
    dann haltet euch auch an allgemein gültige usancen.

    falls aber diese den eurigen widersprechen und letztere für euch wichtiger sind: dann macht die grenzen dicht und suhlt euch in eurer isolation.

    sich die rosinen rauspicken, den rest des kuchens aber nicht haben wollen, ist doch das letzte!

    .MS.
    11
    26.1.2010, 20:36
    Stimmt westliche Firmen verletzen ja auch laufend chinesisches Urheberrecht

    denn sie wollen nicht einsehen, dass es nicht darauf ankommt, wer etwas als erstes weltweit erfunden hat, sondern wer der erste Chinese war, der es nachgebaut hat.
    Und Google ist natürlich wirklich die Härte. Wer Böses sucht, der findet Böses. Das ist ja als wenn man mit dem Auto gegen die Wand fährt und dadurch tatsächlich einen Unfall hat.

    yomellamo
    00
    26.1.2010, 20:30
    "Unrecht bleibt nun halt einmal unrecht"

    unabhängig ob nun die USA auf China zeigt oder wer anderer oder gar niemand.... China unterdrückt seine bevölkerung, zensiert was das zeug hält.. und auch die begründung, dass sich ja die wirtschaft weiterentwickelt ist lächerlich, denn Menschenrechte sind nun einmal nicht gegen wirtschaftsleistung aufzurechnen. Das gilt genauso für China wie für die USA und alle anderen auf dieser Welt.

    lin23
     
    11
    26.1.2010, 14:42
    FREE TIBET !

    FREE TIBET ! Free Choekyi Nyima !

    0815-Kommentar
    01
    26.1.2010, 09:21

    auch eine sichtweise, aber wohl vorgeschobene argumente.

    Poldi Prettljausn
    03
    25.1.2010, 22:39
    Schön und gut. Nun kann ja diese auflagenstärkste Zeitung zeigen, was sie kann und Google oder einem anderen Kommentator, der die Welt ein bissl anders sieht, genauso viel Platz

    für eine Stellungnahme einräumen, wie diesem Kommentar.

    Anschließend lassen wir die Leser entscheiden, wem sie Recht geben.

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