AMS

Mängel bei Jobvermittlung an Großbetriebe

25. Jänner 2010, 17:52
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    foto: apa/gindl

    2008 waren neun Personen, so genannte Key Account Manager, für die Betreuung der Großbetriebe abgestellt. Im Endausbau sollen es 17 Mitarbeiter sein. Bisher wurden aber erst 77 der 500 geplanten Unternehmen betreut.

Rechnungshof: Fast 50 Prozent der ausgegliederten Bundes­betriebe haben keine interne Kontrollabteilung

Wien - Das Arbeitsmarktservice (AMS) ist bei der Vermittlung von Arbeitslosen an Großbetriebe ineffizient. Das stellt der Rechnungshof in einem aktuellen Bericht fest. Das AMS arbeitet zwar bereits seit zehn Jahren an Programmen, wie verstärkt offene Stellen an die 500 größten Firmen im Land vermittelt werden können. Für einen effizienten Betrieb fehlen aber "noch wesentliche Controlling- und Steuerungsinstrumente" , kritisiert die Kontrollbehörde.

2008 waren neun Personen, so genannte Key Account Manager, für die Betreuung der Großbetriebe abgestellt. Im Endausbau sollen es 17 Mitarbeiter sein. Bisher wurden aber erst 77 der 500 geplanten Unternehmen betreut, schreibt der Rechnungshof.

Kritisiert wird auch, dass keine Zahlen vorliegen, welche Rationalisierungsmöglichkeiten sich das AMS in diesem Bereich erhofft. Weiters fehle eine bundesweite Koordination bzw. ein Gesamtkonzept der Bundesgeschäftsstelle des AMS.

Vorgeschlagen wird daher, dass beim AMS Zielwerte definiert werden, wie viele offene Stellen im nächsten Jahr vermittelt werden sollen. So könne der Erfolg der Key Account Manager gemessen werden. Auch bei der Auswahl der Großfirmen rät man zu gezieltem Vorgehen. Kosten-Nutzen-Rechnungen sollten vor der Auswahl angestellt werden, heißt es. Der AMS-Verwaltungsrat wird aufgefordert, sich stärker dem Projekt zu widmen.

Bundesmuseen auffällig

Mängel hat der Rechnungshof auch bei der internen Revision von ausgegliederten Bundesbetrieben festgestellt. Von 76 geprüften Stellen hatten 36, also fast die Hälfte, gar kein internes Überwachungssystem. Die größten Defizite gab es bei Betrieben mit weniger als 500 Beschäftigten. Bei diesen hatte nur ein Drittel eine interne Revision. Auffällig waren für den Rechnungshof vor allem die Bundesmuseen. Nur drei von acht hatten 2007 eine Revisionsabteilung, wird kritisiert. Bei Organisationen mit über 500 Mitarbeitern wiesen vor allem die Universitäten Kontrollmängel auf.

In Summe unterlagen aber immerhin 95 Prozent des Geschäftsvolumens und 92 Prozent der Mitarbeiter von ausgegliederten Betrieben der Prüfung einer internen Revision.

Neben dem Schließen von Kontrolllücken schlägt der Rechnungshof nun die Schaffung eines eigenen Revisionsgesetzes vor. Die darin vorgegebenen Standards sollten für alle Bundesdienststellen, ausgegliederten Rechtsträger und sonstigen Organisationsformen gelten, wird gefordert. (go, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 26.1.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 35
1 2
RS69
 
10
30.1.2010, 17:27
I

Die einfache Lösung wäre:

Ein neuer Schlüssel für die Finanzierung des AMS:
- Bezahlung je vermittelter Stelle.
- Bewertung durch die Betreuten, Abzug für jede schlechte Bewertung, mehr Geld für jede gute Bewertung. Inklusive Erfolgsabhängigem Gehalt für die Betreuer und Manager - abhängig von der Bewertung durch die von Ihnen Betreuten.
- Bewertung durch die Betreuten Unternehmen: Passen die Kandidaten, mehr Geld, fällt die Bewertung schlechter aus - weniger Geld.
- Bewertung der Schuzlungsmassnahmen durch die Teilnehmer (anonym) - Erfolgsabhängige Zahlung jener, die die Seminare auswählen.

hanslblasta
10
17.3.2010, 06:19

"Si tacuisses, ..."

RS69
 
00
17.3.2010, 09:07

Wer will schon Leistung, wenn man doch víel bequemer nur verwalten kann?

hanslblasta
00
21.3.2010, 21:56

was wissen Sie darüber?

RS69
 
00
22.3.2010, 07:05

Beobachtungen.

Und Sie?

Auguste Bußmann
12
26.1.2010, 12:50
Frusikus /Kategorie “Websites”

Die AMS Website ist auch der Gewinner des Frustikus-Preises in der Kategorie “Websites” 2009: http://www.frustikus.at/preistrae... ikus-2009/

Mit unfreundlichen Grüßen, Ihr AMS
01
26.1.2010, 17:06
Ein verdienter Preis!

Diese Seite ist doch unmöglich zu bedienen, außer man bekommt eine extra Einschulung in die Tücken. Dabei müsste es doch unzählige arbeitsuchende ProgrammiererInnen geben, die das viel userfreundlicher programmieren könnten.

bahrforpresident
13
26.1.2010, 12:13
AMS und das System

Das AMS "exekutiert" was die Politik vorgibt. Das AMS ist dei Exekutive der arbeitsmarktpolitischen Legislative. Leider sitzen am AMS aber manchmal auch sehr seltsame Menschen als "Berater". Manche sind Systemerhalter, Mitläufer udn selbst unglücklich in ihrem JOb.
Manche sind bemüht udn willig die Exekutive nicht zu sehr in eine arbeitsmarktpolitische Exekution ausarten zu lassen. Ich selbst sitze im Moment in einem Bewerbungstraining. Wa smir da shelfen soll, weiß ich nicht.
Ich mach das beste drau.
Bedingungslsoses Grundeinkommen würde das AMS obsolet machen.
Abgesehn davon bin ich nur beschäftigungslos nicht arbeitslos. Ich habe Arbeit genug, kann aber nicht davon leben.
www.bahrforpresident.net

jessilucy
 
12
26.1.2010, 15:01

Auf jeden Fall steht fest: die AMS Berater sind FRUSTRIERT und demotiviert und würden in der Privatwirtschaft mit dieser Kundenunfreundlichkeit keinen einzigen Tag überleben. Es wüde mich ehrlich interessieren ob die AMS-Mitarbeiter auch wöchentliche bzw. monatliche Gespräche mit ihrem direkten Vorgesetzen haben! Persönliche Feedback Gespräche, jährliche Beurteilung und was eben so in einem Betrieb dazugehört!! Weiss das jemand zufällig ob es das beim AMS gibt??

Ingrid Goeschl1
15
26.1.2010, 09:44
Wer bitte lässt sich schon über das AMS vermitteln?

Da das AMS jeden Job, sei er auch noch so mies, und jede/n ArbeitnehmerIn, sei sie auch noch so unfähig, vermitteln muss, hat es sich eingebürgert, dass weitgehend auf die Vermittlung durch das AMS verzichtet wird.

Im AMS ist ein bunter Haufen von teils sehr engagierten, teils aber völlig skurrilen menschenhassenden Angestellten durcheinandergemischt, wie soll da das System effizient gemacht werden?

Und solange das AMS für jede rechtswidrig beschäftigende Hire-Fire-Firma Personal vermitteln muss, wirden qualifizierte Leute auch nicht über das AMS suchen.

jessilucy
 
00
26.1.2010, 14:55

vielen Dank für Deine Meinung zu dem Thema, da kann ich dir nur zustimmen!!!

naihoit
21
26.1.2010, 09:32
Schlecht recherchiert oder nur patschert formuliert ?

Das AMS vermittelt keine offenen Stellen an Firmen !
Firmen haben offene Stellen und melden das gelegentlich dem AMS, welches dann -auch wieder gelegentlich- Arbeitsuchende auf diese Stellen vermittelt.

Alo
24
26.1.2010, 11:42
Richtig, das AMS vermittelt meiner Erfahrung nach keine Stellen

die Arbeit-Suchenden suchen selbst. Sie werden bei Jobcoaching-Kursen nur darin unterwiesen und unter Androhung v. Bezugssperren gezwungen Massenblindbewerbungen auszusenden, was aber keinerlei Erfolg verspricht.
Von ehrlichen Trainern erfährt man zumindest, dass beim AMS und am öffentlich zugänglichen Arbeitsmarkt (Internet, Zeitungen) praktisch nur mehr der Müll landet, den keiner wollte. Die brauchbaren Jobs werden nie ausgeschrieben, sondern vorher durch Beziehungen vergeben. Der Rest ist entweder rechtswidrig, Werbung oder 700 Euro-Jobs. Um einen freien Arbeitsplatz reißen sich dann 8 Arbeitsuchende bzw. verzweifeln, wenn sie über 40 sind, länger als ein Jahr keinen Job fanden oder gar Kinder haben, was alles als Hindernisgrund gilt.

RS69
 
10
30.1.2010, 17:30

Jobs werden ausgeschrieben - allerdings werden die tollen Positionen nicht gerade über's AMS besetzt.
Wie sollte das auch gehen - dort sitzen ja nicht gerade die top-qualifizeirten Betreuer, die die Eignung für Kandidaten für Anforderungsprofile, die weit über ihrem eigenen liegen beurteilen könnten. Oder auch nur in der Lage wären, für sich selbst einen Job draussen zu ergattern.

triebstrü
 
04
26.1.2010, 08:30
"Mängel bei Jobvermittlung an Großbetriebe"

Die Großbetriebe haben eigene Recruiting-Abteilungen. Oder zumindest einen Mitarbeiter im Personalbüro, der sich um diese Agenda kümmert.

Die brauchen das AMS nur, wenn sie die Freisetzung von Mitarbeitern ankündigen müssen.

natoll
21
26.1.2010, 11:36

ja, aber zusätzlich gibts für manche firmen eigene ansprechpartner beim AMS. und die haben offenbar ein relativ lockeres leben mangels zielvorgaben und controlling.

Ingrid Goeschl1
10
26.1.2010, 17:58

Und was soll das bringen?

Es gibt genug private Recruitingfirmen, die gut qualifizierte MitarbeiterInnen haben und trotzdem ums Überleben strampeln, wie und vor allem warum soll denn das AMS damit konkurrieren?

Controlling im AMS - wollen Sie den Apparat noch mehr unnötig aufblasen?

der schalldämpfer
717
25.1.2010, 23:00
Da das AMS unnötig und überflüssig ist, könnte man es auch auflösen und das Geld dafür direkt Bedürftigen geben

Was teilweise mit den dort arbeitenden Mitarbeitern eh passiert. Von denen würde der Grossteil am freien Markt auch keinen Job finden. Schon gar keinen mit Kafeepause v. 8-12 und 12:05-17 bei gleichzeitiger Missachtung und -handlung seiner Kunden. Den Arbeitslosen (die in ihrer Erwerbstätigkeit den AMS mitfinanzieren).

Also: AMS AUFLÖSEN!

Radler
74
26.1.2010, 08:04
Arbeitslos und frustriert?

Oder immer so differenziert und wertschätzend - dann wahrscheinlich bald arbeitslos.

RS69
 
00
30.1.2010, 17:31

Oder auch in einem Unternehmen, und kritisches Hinterfragen des AMS.

Alo
15
26.1.2010, 12:52
Dort gelernt? Durch so viel praktizierte Missachtung kann jeder nur frustriert, verärgert, krank oder demotiviert werden

Beim AMS ist es vollkommen bedeutungslos durch welche Umstände oder Missstände bei Unternehmen jemand seine Arbeit verloren oder selbst gekündigt hat. Es gibt lichthafte Ausnahmen, aber generell wird man per "Gesetz" wie ein dummer, fauler Sozialschmarotzer hingestellt. Man kommt sich bei solchen unterstellenden Vorverurteilungen schon vor wie in die NS-Zeit zurückversetzt! Arbeitslosenplattformen warnen bereits eindringlich davor Berater alleine aufzusuchen, weil ständig etwas ungesetzlich gedreht wird, was man ohne Zeugen nicht nachweisen kann. Eigene Verwaltungsfehler werden vertuscht und den Betroffenen angelastet. Angesichts dieser skandalösen Machenschaften und Missachtung kann niemand erwarten, dass man darauf mit Achtung reagiert!

anton-aus-tyrol
 
03
26.1.2010, 11:54

Ich glaube eher, der Poster war schon mal am AMS!

der schalldämpfer
00
26.1.2010, 11:49

weder\noch. im gegentum…

myschkin
13
26.1.2010, 09:43

Egal wie, aber das ist sehr vernünftig.

Die Gesellschaft muss ohnedies lernen, mit der nicht benötigten Zeit umzugehen.
Das AMS gehört wie so einiges andere zu den unnötigsten gesellschaftlichen Ausgaben. Direkt den betroffenen Menschen geben, wäre weit sinnvoller.

Keyser
02
26.1.2010, 19:08
So ists halt mit dem AMS

In seiner derzeitigen Form ist es ein Relikt, das endlich abgeschafft werden müsste. Dafür wären sicher hunderttausende Menschen in diesem Land dankbar, die bereits intensive Erfahrungen mit diesem Verein machen mussten.

Es hakelt an allen Ecken und Enden - v.a. aber an Zeit, für die nötige Beratung - und es endet meistens in 0 Beratung, 5 Minuten Zeit um sich alle paar Wochen mal gesehen zu haben, und nutzlosen Kurszuweisungen.

Kundenzufriedenheit 0 - kein Wunder, wo doch auf 1 Berater mehrere hundert arbeitslose kommen. Und das bestehende Heer der Berater um 1000 zu erweitern, oder 10.000+, zwecks ausreichend Beratungszeit-, brächte auch nicht viel - mehr Personal, mehr Kosten, noch weniger Kontrolle - noch mehr Unzufriedenheit.

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