Karroubi erkennt Ahmadinejad als Präsident an

25. Jänner 2010 13:58

Nach Aussagen seines Sohnes - Iranischer Ex-Parlamentspräsident wiederholt tätlich angegriffen

Teheran - Mehr als sieben Monate nach der Präsidentschaftswahl im Iran hat Oppositionspolitiker Mehdi Karroubi die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinejad anerkannt. Karroubi begründete dies nach den Worten seines Sohnes Hossein damit, dass der Oberste Führer Ali Khamenei die Wahl Ahmadinejads für gültig befunden habe. Er bleibe dabei, dass der Wahlgang vom 12. Juni von massiven Fälschungen gekennzeichnet war, zitierte Hossein Karroubi gegenüber der Nachrichtenagentur AFP seinen Vater am Montag. Aber Khamenei habe Ahmadinejad "als Regierungschef, das heißt als Präsident" - anerkannt. Der Oberste Führer, ein schiitischer Kleriker, ist in der iranischen Staatsordnung dem Präsidenten - der gleichzeitig Regierungschef ist - übergeordnet.

Offiziell: Deutliche Niederlage

Der ehemalige Parlamentspräsident Mehdi Karroubi und der ehemalige Regierungschef Mir-Hossein Moussavi kandidierten im Juni gegen den Amtsinhaber, unterlagen Ahmadinejad aber laut dem amtlichen Endergebnis deutlich. Kurz bevor sich der Sohn Karroubis am Montag äußerte, hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars bereits vermeldet, Mehdi Karroubi habe das amtliche Ergebnis der Wahl anerkannt.

Berichte über Manipulationen bei dem Wahlgang hatten zu den größten Massenprotesten im Iran seit der Islamischen Revolution 1979 geführt. Gut zwei Wochen nach der Wahl sagte Karroubi, der Wahlgang vom Juni sei "nicht gültig - und ich erkenne diese Regierung nicht als legitim an".

Wiederholte Angriffe auf Karroubi

Karroubi wurde in den vergangenen Wochen wiederholt tätlich angegriffen. Ende Dezember zerschlugen Unbekannte laut Angaben der Opposition die Windschutzscheibe von Karroubis Auto, als er sich zu einer Trauerfeier im Osten Teherans begab. Anfang Jänner wurden auf Karroubis Auto in der nordiranischen Stadt Qazvin Schüsse abgefeuert. Zudem laufen juristische Ermittlungen gegen den Politiker, weil er öffentlich die Folter von inhaftierten Oppositionellen anprangerte. Von Scharfmachern wurde Karroubi als "Feind Gottes" bezeichnet, gegen den die Todesstrafe verhängt werden solle. (APA)

Kommentar posten
14 Postings
xx Hour1
25.01.2010 19:56

Niemand hat Karrubi gewählt
Niemand hat für Karrubi Demonstriert.

die Wahlfälschungs war eine lüge um damit die von US unterstüzte umsturz zu rechtfertigen.
der umsturz ist schief gelaufen, niemand braucht mehr Hr Karubi

Pro Freistaat Kärnten!
 
03.02.2010 16:38
Mal sehen, ob du auch zur Rechenschaft gezogen wirst

wenn das persische Volk sich seiner Diktatur einmal entledigt.

prudente prudente
02.02.2010 21:15
so what?

und niemand braucht eine meldung von einem iranischen botschaftsmitarbeiter hier in diesem forum.

DAS SCHLAGLOCH UND SEIN KIND
26.01.2010 17:44

was ist den mit deinen freunden aus Libanon los,denen macht es ja wirklich richtig spass Iraner abzuknallen,und das auch noch im Iran:
so viel zu deine Hissbollah freunde,die werden den Iran nie mehr den füssen verlassen können.

http://www.youtube.com/user/2007... flLjI_AlMU

fazae sabz
25.01.2010 23:57

die wahlfälschung seitens khamenei und seiner faschistischen gefolgschaft auf 750 zeichen zu fassen ist nicht möglich. die intention der menschen auf die straße zu gehen und um ihre freiheit zu kämpfen ist nicht auf die amerikaner zurück zuführen, sondern auf die post islamisten (gewalt ablehnende muslime), intellektulle, studenten, frauen. sie wollen einfach nur freiheit. die freiheit die es xxhour1 ermöglicht meinungen zu äußern ohne gleich um die ecke gebracht zu werden. es bleibt dabei: khamenei und seine absolutistische gewaltherrschaft wird nicht lange bestand haben. nach außen führt die politik des hasses zur isolation (krieg) und nach innen zum umsturz. es gibt genügend beispiele in der geschichte.

xx Hour1
26.01.2010 19:36

Nüchtern gesehen, wer etwas behauptet muß er beweise präsentieren.
Für Wahlfälschung gibt es keinen einzigen Beweis.

Normaleweise für Massive wahlfälschung gibt es immer Zeugen, die z.b die Wahlboxen mit gefälschen stimmzettel gefüllt haben.
Wenn die 11 Mill Unterschied zwischen Ahmad-Nejad und mussavi eine fälschung wäöre, dann muß unbedingt zeugen geben.
Es wurden von opposition keine Einzige zeugen Präsentiert oder jegliche Beweise Präsentiert.

fazae sabz
25.01.2010 23:25
elmo
25.01.2010 21:41
Ajax II schlug fehl.

The Sunshine State
25.01.2010 16:45

Dubcek, schau oba!

Zwei Und Vierzig
25.01.2010 15:49
Ob Karroubi oder Moussavie - oder auch Khamenei, als "geistiger Führer", die Wahl anerkennen oder nicht, ist eigentlich irrelevant.

Es ist die Bevölkerung, die diese Wahl und damit Ahamadinejad ablehnt - und mittlerweile hat auch Khamaeni die Unterstützung der breiten Mehrheit der Bevölkerung verloren.

Falk Heße
26.01.2010 12:23

Keine Sorge, keiner der genannten Herren hat Ahmadinejad als legitimen Präsidenten anerkannt. Moussavi und Karoubi haben bloß in ihren Statements ihn als de-facto Präsident bezeichnet und erklärt, dass seine Regierung die Verantwortung für die Ereignisse des letzten halben Jahres tragen. Beides ist ja zweifellos richtig.

Irgendein Spindoktor bei Fars-News hat dann anscheinend die obige Meldung daraus gemacht und derStandard hat's halt weitergeleitet.

byron sully
25.01.2010 14:48
scheint so,

als würde er tatsächlich fürchten, ermordet zu werden (und so ein mord wäre dem iranischen regime leider auch zuzutrauen). unter solchen umständen eine verständliche reaktion.

gentiluomo
25.01.2010 14:48
hm.

das klingt im lichte der berichterstattung der letzten monate nach einer erpressten anerkennung.

h 90
25.01.2010 16:10

ja nach der Berichterstattung der Medien bei uns.
Was nichts heissen muss.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.