Keine Schonfrist

ÖH lädt Karl zu Fragestunde ins Audimax

25. Jänner 2010, 11:10

Am 3. Februar soll sich die neue Ministerin den Fragen aller Interessierten stellen - Die ehemaligen Besetzer des Audimax laden für die Angelobung Karls am Dienstag zur "Schreitherapie" vor der Hofburg

Die Studentenvertreter gewähren der neuen Wissenschaftsministerin keine Schonfrist. Die ÖH-Bundesvertretung lädt sie zu einer "akademischen Fragestunde" ins Audimax, heißt es in einer Aussendung. "Frau Karl muss nun Dialogbereitschaft und Interesse für die Anliegen der Studierenden beweisen", erklärt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. Am 3. Februar soll sich die neue Ministerin den Fragen aller Interessierten stellen.

Die ehemaligen Besetzer des Audimax der Uni Wien laden für die Angelobung Karls am Dienstag zur "Schreitherapie" vor der Hofburg. In schwarzer Trauerkleidung ist geplant, "so laut wir können in Kameras und den Livestream zu schreien", heißt es auf der Facebook-Seite der Besetzer.

Auch die ÖH Uni Wien drängt auf Reformen. Sie fordert angesichts der Bestellung von Beatrix Karl zur Wissenschaftsministerin eine Redemokratisierung der Universitäten und den freien Hochschulzugang.

Die Grünen und alternativen StudentInnen (GRAS) hoffen, dass Karl die Probleme der Studierenden schneller anpackt als Josef Pröll die Nachbesetzung des Ministeriumspostens. Die Studierendenproteste der letzten Monate hätten auf die "katastrophale Situation" an den Unis aufmerksam gemacht. Forderungen und Lösungsvorschläge gebe es zu Hauf. Nun sei es an der Zeit, diese umzusetzen.

Wenig Hoffnung setzt KSV-Bundesvorsitzender Sebastian Wisiak in die neue Wissenschaftsministerin: "Frau Karl bringt die besten Voraussetzungen mit, um zu beweisen dass es im Universitäts-Limbo noch tiefer geht."

Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) bezeichnet die Ernennung von Beatrix Karl als neue ÖVP-Wissenschaftsministerin in einer ersten Reaktion als "Provokation für die Studierenden". "Mit Karl als Wissenschaftsministerin setzt sich die Kopf-in-den-Sand-Politik der ÖVP an den Hochschulen fort. Karl hat sich besonders durch studierendenfeindliche Aussagen, wie die Forderung nach Wiedereinführung der Studiengebühren und eine massive Ausweitung der Zugangsbeschränkungen ausgezeichnet", sagt Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ. (red, APA, derStandard.at, 25.1.2010)

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Antony Buntspecht
25.01.2010 18:25
Ist ja alles geklärt!!

Dr. Beatrix Karl ist von der ÖVP aufgestellt, ist ÖVP-Parteimitglied, sie kann weder liberal noch links sein, was soll man da noch diskutieren. Sie kann nur schlecht sein und für ihren Titel wird sich sicher jemand finden, der den zerpflückt. Leider untypisch war sie in einer Hauptschule, das macht mich ein wenig stutzig!

Protagoras v. Abdera
25.01.2010 17:17
Das ist nicht nur eine Kopf -in -den- Sand-Politik, sondern die Garantie für more of the same neoliberalism

An Koarl können sich die Universitäten auch alleine machen

we er
25.01.2010 13:14
ich kann mir vorstellen,

dass die neue ministerin sich als erstes mit den rektoren und praktizierenden wissenschaftern trifft.
aber dass die lehrlinge den neuen chef gleich zum rapport vorführen wollen - !?

Papiertiger
26.01.2010 15:47
ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eine ahnung haben wovon sie sprechen

während lehrling und meister in einem arbeitsverhältnis stehen, ist dies bei studierenden nicht der fall.

viel mehr betreiben diese beiden wissenschaft, nicht von ungefähr spricht ja der professor den studierenden mit herr oder frau KollegIn an.

Protagoras v. Abdera
25.01.2010 17:18
Es handelt sich hier um mündige studierende Menschen, mithin auch um praktizierende WissenschatflerInnen

VS. 
25.01.2010 16:50
noch einmal:

unis sind keine unternehmen und sollen auch keine sein. je freier und demokratischer wissenschaft organisiert ist desto besser für sie und für die gesellschaft als ganzes.

dryeti
25.01.2010 16:06
es ist eines der Hauptprobleme,

dass sich viele einbilden das "Chefs" an der Uni gebraucht werden.
Durch das Top-Down Prinzip wird aber leider Lehre u. Forschung immer mehr gleichgeschaltet was die Vielfalt und viele spannende Entwicklungen in der Wissenschaft im Keim erstickt.

Andy452
25.01.2010 12:18
Zumutung

Diese Verrückten ("Schreitherapie") lassen wohl nicht nur Bildung, sondern auch Erziehung vermissen.

Angesichts dieser Zumutung kann ich nur Zugangsbeschränkungen befürworten. Offensichtlich sind einige Herrschaften der ÖH nicht für ein ernsthaftes Studium geeignet.

Unpolitisch
25.01.2010 11:45
Die gibts auch noch?

Sind die Studenten wieder aus dem Winterschlaf erwacht?

Aber mit mehr als 200 - 300 Studenten wird morgen in der Früh wohl nicht zu rechnen sein.

Gehe jede Wette ein...

S K 83
25.01.2010 12:37
manche müssen auch lernen,......

.....Jetzt ist die Prüfungszeit fast vorbei(4-6.Feb) dann kann es wieder losgehen.

VS. 
25.01.2010 12:25
und wo

wirst du morgen sein?

Unpolitisch
25.01.2010 12:58

In der Arbeit... irgendwer muss ja das Geld für eine Unireform erwirtschaften.

VS. 
25.01.2010 13:47

und das gestehst den tausenden, die ebenfalls für eine andere hochschulpolitik sind, die aber morgen nicht kommen werden, nicht zu?

Hythlodeus
25.01.2010 11:23

die karl ist ja bekanntlich beim mittelbau und den professoren extrem beliebt, wenn über ex-kollegen geflucht und gezetert wird, fällt ihr name zu hundert prozent. schaun wir mal, wie sie sich bei der fragestunde verhält

Herzerzog Johann 
25.01.2010 11:15
Die ÖH lädt ...

... und die Frau Karl wird alles liegen und stehen lassen und ins Audimax eilen.

Gehts noch?

diegras
25.01.2010 12:53

naja. es ist ja nicht zuviel verlangt dass studierende die möglichkeit haben mehr von beatrix karl und ihren absichten zu erfahren oder?

pmacke
25.01.2010 11:31

naja eine Einladung zu einem Vorstellungsbesuch in einer woche beim Bauernbund würde ein neuer Landwirtschaftsminister zumindest schwer ablehen können

Herzerzog Johann 
25.01.2010 11:43
Du vergleichst die ÖH mit dem Bauernbund?

DAS hat sie nicht verdient ...

S K 83
25.01.2010 12:44
Die ÖH ist...

.....der Gesetzliche Verträter der Studierenden. Er hat gleichauf politische Bedeutung wie der ÖGB oder die Wirtschaftskammer. Ihn zu Ignorieren ist gleichbedeutend wie die Sozialpartnerschaft abzuschaffen.

Das sind die Leute die dann schimpfen weil die soziale Ruhe vorbei ist.

aceFruchtsaft 
25.01.2010 15:56

Der ÖGB ist von niemandem der gesetzliche Vertreter, der ÖGB ist ein Verein auf freiwilliger Basis. Das Institutionengefüge der Sozialpartnerschaft ist gesetzlich fast nicht geregelt.

Johann S. Laibach
25.01.2010 16:07

so ein blödsinn, die sozialparnterschaft ist in der verfassung verankert

Andy452
25.01.2010 21:47
Gesetzliche Vertreter sind...

...Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer.

Bettina92
25.01.2010 10:49
Die ÖH soll sich brausen gehn.

Aber hallo.

Wolodja
26.01.2010 00:01
gratuliere

und wenn sich die öh brausen geht, soll sich doch auch die regierung und überhaupt alle demokratischen organe österreichs brausen gehen.
danke für so ein posting

Irgendjemandinwien
25.01.2010 17:37

bettina92, sehr alt bist du noch nicht (gehe mal von geburtsjahr 92 aus) aber bei den ganz großen themen von denen du nicht verstehst mitreden (da du ja kaum schon studieren wirst oder studiert hast und daher keinen richtigen einblick hast), weil deine mama und papa bei der övp ein kreuzerl machen und daher die proteste schlecht finden

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