Hybrid: Vorerst eher Luxus

24. Jänner 2010, 16:48
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    foto: werk/montage: derstandard.at

    Die Premiumliga schwimmt mit der Hybridwelle mit.

Hybridantrieb kristallisiert sich als Möglichkeit heraus, schwere Luxuswagen umwelttechnisch aus dem Schussfeuer der Kritik zu nehmen

Wenngleich Toyota mit seinem ersten Hybridauto, dem Prius, direkt in das Segment der Massenautos eingestiegen ist und auch Honda mit dem Insight dort agiert, wo das Interesse der breiten Bevölkerung liegt: Hybridantrieb kristallisiert sich doch fürs Erste eher als Möglichkeit heraus, schwere Luxuswagen umwelttechnisch aus dem Schussfeuer der Kritik zu nehmen. Vor allem in der Premiumliga fühlt man sich mittlerweile verpflichtet, mit der Hybridwelle zu schwimmen. Mercedes, BMW sind schon dabei, Audi, Porsche, VW folgen in Kürze.

Das ist auch ganz logisch, und zwar aus mehreren Gründen: Im grundsätzlich recht hohen Preis der gehobenen Fahrzeugklasse lässt sich der Mehrpreis für die aufwändige Technik zwischen tausend Extras leichter verstecken als bei einem Kompaktwagen, wo um jeden Euro gefeilscht wird.

Ähnlich ist es mit dem Gewicht: 200 zusätzliche Kilogramm sind bei zwei Tonnen nur zehn Prozent, bei einer Tonne aber 20. Auch technisch ist die Lösung bei großen Fahrzeugen leichter unterzubringen. Kleine Autos sind ja schon in herkömmlicher Technik bis zum Kragen vollgestopft. Auch der Verbrauchsvorteil kann hier mit mehreren Litern hervorgestrichen werden, bei einem kleinen Auto ist er viel schwieriger auszumachen.

Und es gibt noch einen Vorteil für den Hersteller: Sollte es bei dieser komplizierten Technik zu Reklamationen oder gar Rückrufaktionen kommen, lässt sich dies bei geringen verkauften Stückzahlen viel leichter diskret und vergleichsweise kostengünstig regeln. Beim positiven Effekt für die Umwelt darf man sich allerdings nicht in die Tasche lügen. Geringe verkaufte Stückzahlen halten auch den Vorteil für die ganze Welt im marginalen Bereich. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/22.1.2010)

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25 Postings
Schnapphahn
04
25.1.2010, 12:31
Der Prius ist

immerhin in Japan das meistverkaufte Auto 2009.

Dante Alighieri
00
27.1.2010, 15:18

Europa ist in dieser Hinsicht halt viel weniger entwickelt. Selbst die USA liegen da weit voraus.

orso minore
00
28.1.2010, 07:48

Ja, weil unsere Politiker unbedingt Diesel foerdern mussten, das faellt uns jetzt auf den Kopf

Keyser
03
25.1.2010, 11:33

Irgendwo muß ja mal angefangen werden - um das ganze in Gang zu bringen. Die technische Weiterentwicklung erfolgt dann ohnehin, sobald die Technik den Massenmarkt erreicht, und das Luxus-Segment verlässt.

"Vor allem in der Premiumliga fühlt man sich mittlerweile verpflichtet, mit der Hybridwelle zu schwimmen"

Anders gesagt, könnten die zukünftigen Großwagenbesitzer, mit Mercedes, BMW, Porsche usw. - auch als Beta-Tester bezeichnet werden. Es ist alles eine Frage der Betrachtung. ;)

Was daraus noch wird, kann auch noch niemand sagen, das Ende der Skala ist damit imao. sicher noch nicht erreicht.

chlorophyllmarxist
01
25.1.2010, 13:51
Betatester

Das war bei neuen Technologien immer so - auch ABS und Airbag gabs zuerst in der Luxusklasse...

orso minore
02
25.1.2010, 09:03

Den Gewichtsnachteil finde ich etwas uebertrieben, bei Prius oder Insight sind es sicher weniger als 200 kg, und 100kg mehr als ein Saugbenziner hat ein Turbodiesel auch schnell einmal
Weil oft die Batterien in der Kritik stehen: die Batteriekapazitaet des Prius (200V, 6.5 Ah) entspricht umgerechnet zwei grossen Starterbatterien (12V, 55 Ah).
Der Verbrauchsvorteil ist ueberland gering, in der Stadt aber fast 50%. Da wird man wohl nur bei hohem Stadtanteil den Mehrpreis von 5-7kEuro hereinbekommen. Der Insight z.B. steht auf einer Kleinwagenplattform (schmaeler und kuerzerer Radstand) ist also am ehesten mit Fabia Kombi oder Clio Grandtour zu vergleichen, und dafuer ist der Mehrpreis schon happig.

NoComment
01
25.1.2010, 13:02

a) moderne benziner sind heute keine saugmotoren mehr, so gut wie jeder bringt seine neuesten benzinmotoren aufgeladen raus
b) den diesel möcht ich sehen der 100kg mehr wiegt als ein gleich starker benziner (mit gleich vielen zylindern), von aufgeladenen benzinern ganz zu schweigen; realistisch sind 60-max.80kg bei bereinigter ausstattung (diesel haben fast immer schnellheizsysteme)
c) verbrauchsvorteil über land gibt es keinen, ganz im gegenteil. aktuelle hybrids werden auf der autobahn im normalbetrieb von jedem modernen benziner im verbrauch geschlagen, von modernen dieselmotoren ganz zu schweigen
d) ein hybrid, der im winter draußen steht, ist für den ar....; da spart eine standheizung mehr benzin/diesel

orso minore
00
25.1.2010, 13:32

ad a) Das ist zu hoffen, wenn man aber Autos vergleicht die es bereits gibt haben eigentlich nur Saab und Volvo ueberwiegend Turbobenziner, und neuerdings auch die Marken des VW-Konzerns. Fiat, Renault u. Opel gehen auch in die Richtung, die anderen Hersteller haben aber z. Zt. meist nur 1-2 Benzinmotoren die sie auch aufgeladen anbieten
ad c) Es gibt schon ueberland auch einen Vorteil, weil Hybrid kleinere Motoren und laengere Getriebeuebersetzungen erlaubt und der Motor daher in einem Bereich groesseren Wirkungsgrades laeuft. Wenn Sie knapp an der Hoechstgeschwindigkeit fahren dann gibt es natuerlich keine Lastpunktverschiebung mehr, dann ist der Vorteil weg.

wg 1980
02
25.1.2010, 13:18
punkte c) und d) find ich spannend und gleichzeitig völlig falsch

ad c) der atkinson-zyklus in dem der benziner des prius arbeitet, bewirkt gerade überland einen wesentlich besseren verbrauch als ein benziner und ziemlich gleich viel wie ein diesel. mein prius braucht auf der autobahn gleich viel wie mein alter common-rail-diesel. außerdem darf man nicht vergessen, dass gerade beim beschleunigen auf der autobahn der akku für elektirschen zusatzboost sorgt.
ad d) mein diesel brauchte mit standheizung im winter knapp 7,6 liter, mein prius braucht jetzt 5,2 liter. was allerdings zu beachten ist: auf kurzstrecken (5 km) sollte man im hybrid auf die heizung verzichten - das spart sprit.

NoComment
01
25.1.2010, 13:57

ich weiß nicht wieviel ps ihr diesel hat, aber ich fahr einen mit 150ps, automatik und das auto hat 1700kg. der braucht unter 7l (sommer 6,2, winter 6,8) und steht im freien. ein commonrail, der 7,6l braucht muss doch deutlich mehr ps haben als der prius.

Der Tod
00
26.1.2010, 08:14
also

Was Verbrauchswerte betrifft kommt es immer auf den persönlichen Fahrstil an. Ich krieg auch in einen Diesel 1800kg; 2,0 Liter Hubraum und 126 PS auf 5,7 Liter... wenn ich mich mit 80 im Windschatten eines Kleinbusses über die AB bewege. Bei 130 bis 150 (also üblich) bin ich bei 6.5 Liter
Auf Spritmonitor liegen die Priuse bei 5. Das ist für meine Begriffe nicht wirklich viel. Liegen andere 1,4 Liter Benziner mit 100PS doch gerne bei 7 bis 8 Liter.

für mich ist der Prius weltlos, das liegt aber an meinen Kilometern (6 Monate = 14.000 km) An der Strecke (fast nur Autobahn) und an meiner mangelnden Selbstbeherschung bei freier Bahn 100 zu fahren. Für die Stadt gibts Motorräder. (Ktm 640 Supermo 5.6l auf 100km = billiger als öffis)

salaam aleikum
00
21.2.2010, 20:42
BENZINER-Kleinwagen

wie der Prius oder überhaupt alle unter 1,8l Hubraum und nicht wenigstens 100PS verbrauchen unverhältnismäßig viel in Relation gesehen - Hybrid kaschiert das nur und wird gern als Ausrede missbraucht.

Weltweit gesehen ist das Thema sowieso nicht diskussionswürdig, ein Tata Nano und ähnliche ÜBERkompensieren den marginalen Verbrauchsvorteil von NullKomma irgendwas Hybridanteil allein durch die schiere Menge.

Wem noch nicht aufggefallen ist, das für das Klima der Welt alle auf dieser Kugel verantwortlich sind, dem entgehen noch ganz andere Dinge...

Nagois
01
25.1.2010, 08:14
"uch der Verbrauchsvorteil kann hier mit mehreren Litern hervorgestrichen werden, bei einem kleinen Auto ist er viel schwieriger auszumachen."

Gratulation, Sinnhaftigkeit des Hybridmotors widerlegt.
Die paar Zehntel weniger Verbrauch zahlen sich zurzeit weder für die Umwelt (Batterie Erzeugung) noch für den Käufer aus (höhere Anschaffungskosten, Gewicht).

Und auch wenn es der Redaktion nicht passt:
Mittel bis Oberklasse wird sicher nicht so schnell aussterben.

Und wenn gerade hier größere Vorteile gegenüber den reinen Verbrennungsmotor erzielt werden sollte man es doch begrüßen oder?!

Superelvis3000
52
25.1.2010, 05:09

Augenauswischerei sonst nichts...
den Verbrauch scheint diese Technologie nicht massiv
zu beeinflussen...

Superelvis3000
01
25.1.2010, 13:46

ohaaa.... die lobbyisten (rote striche) ;)

Robert Molnar, Wien
01
25.1.2010, 13:25

Sehe ich ähnlich. Solange der Liter Sprit in den USA, Venezuela, dem Nahen Osten und einigen anderen Staaten weniger kostet, als 1 Liter Trinkwasser, bringt das auch alles nichts.

H. K.
04
25.1.2010, 11:23
Achso?

Ich fahre mit meinem Prius II (sicher 90% Stadtanteil, meist Kurzstrecken zum Ausliefern) im Sommer mit ca. 5 Liter, Winter 1 Liter mehr.
Zeig mir bitte den Benziner (mit ca. 110 PS, Automatik, vergleichbare Größe), mit dem du das schaffst ... Wirst du nicht finden!

gigngogn
 
00
Super Vergleich, sie benutzen also ihren Prius als Lieferwagen im Stadtbereich und sind dann stolz auf den Vergleich zum normalen BEnziner? :) Lieb irgendwie

E. Laserstrahl
30
24.1.2010, 20:31
Hybrid ist nur...

ein Übergang bis sich die Technik der Akkus verbessert. "Zukunft Elektroauto" ein interessantes Buch bei amazon.de gesehen zeigt die neueste Generation der Stromspeicher...

wg 1980
11
25.1.2010, 13:21
nur leider wird das noch etwa 40 jahre dauern...

also ne ziemlich lange übergangszeit... ;P und selbst dann könnt ich mir vorstellen, dass wasserstoff/batterie-hybride die regel sein werden.
0,4 liter wasserstoff pro 100 km und dafür den liter wasserstoff um € 10,-. ist doch vollkommen realistisch.

Parkschwein
00
25.1.2010, 14:51

warum bringen die leute immer energiequelle und energieträger durcheinander?

orso minore
00
25.1.2010, 16:30

Wieso, es reicht ja wenn ein Auto mit Energietraegern betrieben wird, der Vorschlag von wg ist halt ein Hybrid mit zwei Energietraegern, einem der billig nachzufuellen ist und einem der schnell nachzufuellen ist, je nachdem was man grad braucht, find ich gar nicht so bloed.

orso minore
00
25.1.2010, 14:26

Die Idee gefaellt mir, ein grosses Problem ist ja die Speicherung von Wasserstoff. Wenn man damit aber einen Range Extender betreibt, also H2 nur dann tankt wann man auch laengere Strecken faehrt und ihn daher gleich wieder verbraucht dann ist dieses Problem wesentlich geringer. Und falls man doch einmal mit halbvollem H2-Tank ans Ziel kommt dann eben wieder umwandeln in elektrische Energie und zurueck ins Netz damit.

gigngogn
 
00
Schauen sie sich mal den Gesamtwirkungsgrad bei Wasserstoff an, der ist doch katastrophal schlecht

Wenn schon alternative Flüssigenergieträger, dann DME und Methanol.

Parkschwein
03
24.1.2010, 21:56
hör auf zu spammen

bitte, danke

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