Musikmesse

Pharrell Williams: Filesharing als "Kostprobe"

24. Jänner 2010, 10:58

"Technologie entwickelt sich schneller weiter, als wir mithalten können"

Erfolgsproduzent und -Musiker Pharrell Williams sieht illegales Filesharing von Musik als "Kostproben", die man den Menschen "zugestehen" müsse: Denn dadurch könnten Musikfreunde neue Musik entdecken, die sie dann "wirklich lieben", sagte Williams am Samstag im Rahmen der MIDEMNET-Diskussionsveranstaltung in Cannes. Die Musikindustrie müsse die "neuen Technologien annehmen, denn man kann sie nicht kontrollieren", so Williams.

Nachwuchsförderung

Dabei sieht der Musiker, der kürzlich vom "BIllboard Magazin" gemeinsam mit Chad Hugo zum Produzenten des Jahrzehnts gekürt wurde, Computer und Internet auch kritisch: "Die Technologie entwickelt sich schneller weiter, als die Menschen mithalten können. Es wird zum Problem werden, ob jemand online kommunizieren kann und sich zurechtfindet. Wenn nicht, dann wird er zurückgelassen werden." Mit seiner Webplattform artst.com will Williams Nachwuchskünstlern "Sichtbarkeit verschaffen": "Ich will ihnen sagen: Alter ist nur eine Zahl, ihr könnt alles machen. Denn ich bin selber noch ein großes Kind", so Williams. "Ich sammle Turnschuhe. Mein Vater hat mit 40 keine Sneaker gesammelt, sondern gearbeitet."

Ego zurücklassen

Das Geheimnis daran, erfolgreich Musik zu produzieren, sei, sein Ego an der Studiotür zurückzulassen. "Ich bin nur die Garnitur am Teller, die Band ist das Wichtigste." Und "man darf keine Entscheidungen treffen aufgrund früherer Erfolge. Ich will mich nicht wiederholen. Man muss die Musik sprechen lassen", so Williams, der mit u.a. Britney Spears, Jennifer Lopez, Madonna, Jay Z oder Justin Timberlake Erfolge einfuhr. (APA)

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10 Postings
Peter Klein
00
25.1.2010, 11:39

wenn du die letzten 10 jahre nicht nur schuhe gesammelt hättest, hättest das schon damals gewusst, alter..

Mathias
 
02
25.1.2010, 09:16
Denn dadurch könnten Musikfreunde neue Musik entdecken, die sie dann "wirklich lieben"

Das ist doch genau das, was die Musikindustrie NICHT will! Sonst könnten die Konsumenten drauf kommen, es gibt jehnseits des Mainstream noch andere, abwechslungsreiche und aufregende Musik(Genres)!

ZB gibt es Online Händler wie Amazon, wo man sich kurz die Musikstücke anhören kann. Sowas reicht manchmal schon aus, um sagen zu können, ob einem das Stück gefällt oder nicht. Leider sind da nicht alle erhältlichen Musikalben zu finden bzw. anzuhören!

Da könnte die Industrie schon LANGE Abhilfe schaffen, wenn sie daran Interesse hätten!

Das Thema "Filesharing" gibt es doch schon seit 1998 dank Napster!

Wolfgang Silbermayr
02
25.1.2010, 08:33
Das freut mich besonders

denn ich habe vor einigen Jahren eine Scheibe (CD kann man hier nicht sagen) seiner Band N.E.R.D. gekauft, die ich letztendlich wieder zurückbringen musste weil sie weder in meinem Auto-CD-Radio noch im Laptop- oder Desktoprechner abspielbar war, und einen anderen CD-Player hatte ich damals nicht.

bensen
 
02
25.1.2010, 03:21
in fasten jedem comment zu einem filesharing artikel

schreibt jemand, dass er sich keine katze im sack kauft und deswegen zeugs runterläd um zu sehen obs ihm gefällt. das ist ja meiner ansicht nach besonders bei filmen so.

itunes bietet ja eine 30 sek kostprobe und wegen eben dieser kaufe ich das musikstück oder nicht - wenn ich den song nicht schon zuvor irgendwo gehört habe (radio, fernsehen).

das ware problem ist und war die musikindustrie.
schaufeln geld ohne ende und der artist dahinter der das erst ermöglicht bekommt ein paar cent pro verkauftem album. und wenn die verkäufe zurück gehen jammern die artisten natürlich bei den plattenfirmen warum sie so wenig bekommen.

dass diese labels 90% von allem bekommen ist natürlich nicht der grund warum der artist so wenig bekommt....

Irgendein Jürgen
00
26.1.2010, 02:27

Ich muss gestehen dass auch ich das so mache, allerdings bei Software. Wollte endlich von XP auf Win7 umsteigen, und habe daher den "bösen Piraten" gespielt. Nicht um mir das Geld zu sparen, sondern um eben mal einen Testlauf zu starten. Zum Glück, denn das System läuft einfach nicht stabil auf meinem PC. Hätte ich gleich 70€ dafür ausgegeben, würde ich mich jetzt fürchterlich ärgern.

Musik kaufe ich weder, noch lade ich sie mir herunter. Ich kann aber jeden verstehen, der sich eine CD zuerst anhören will vor er sie im Laden kauft.

bensen
 
02
25.1.2010, 03:26
...

... das wäre ja ein eingeständnis der eigenen gier.

zumal diese labels früher den neulingen knebelverträge auferlegen könnten denn ohne die labels kam ein newcomer eben nicht raus. heute gibts immer mehr indis dank des internets. da wird das geld der plattenbosse natürlich nicht mehr für einen 2. ferrari langen wenn sich die indis direkt übers internet vermarkten.

allgemein ist diese musiklobby ja sowieso in einem teufelskreis. setzen ihr leichtverdientes geld ins lobbying um gegen das internet vorzugehen und deswegen haben sie noch weniger geld.

hamflo
00
24.1.2010, 23:43
leiwand...

so gehts auch... der richtige zugang..

Mad_Professor
020
24.1.2010, 14:01
Da gibt´s in der MI tatsächlich Leute mit ein wenig Grips...

Die perverse Logik der Rechten
21
24.1.2010, 13:57
Wenn es einen Gott gibt ...

... dann heisst sie Pippi Langstrumpf

yomellamo
12
24.1.2010, 17:53

falscher Artikel,... sie suchen wohl die kinderecke.

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