Vorausbuchungen geben Hoffnung

Claudia Ruff, 22. Jänner 2010 19:09
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    Foto: apa/fohringer

    Ob die AUA weiter nach Russland fliegen darf, ist ungewiss. Am Sonntag wird die österreichische Delegation nach Moskau geflogen, um zu verhandeln.

Die Russland-Chancen der AUA stehen aber schlecht. Bietet sie keinen Kompromiss an, wird sie ihre Landerechte verlieren

Wien - Entgegen allen kolportierten Gerüchten wird der neue Netzwerkmanager der AUA, Elton D'Souza, nicht Vorstandschef, sondern tut das, wofür er geholt wurde: Er krempelt den offenbar nicht mehr zeitgemäßen Flugplan der AUA komplett um: Dabei werde man "harte Gründe" aufzeigen, über Wien zu fliegen, sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth. Beispiel Peking: Wenn alle Airlines am Vormittag fliegen, habe jener eine Chance, der nachts fliege. Innerhalb des Konzerns will die AUA "Strecken zu anderen Zeiten fliegen als Lufthansa oder Swiss", Ostanbindungen über Wien sollen stärker mit Verbindungen aus Deutschland vernetzt, Ziele nach dem Nahen und Mittleren Osten ausgebaut werden.

Große Maschinen

Statt bisher mit kleinen Maschinen, die in der Produktion viel teurer sind, werden größere Flieger eingesetzt. So werden Bremen oder Hannover künftig mit einer Boeing 737 angeflogen. Die AUA-Schwester, die britische BMI, fliegt einen zusätzlichen London-Flug in Code-Share mit der AUA. Das stimmt die AUA-Crew traurig, weil sie einen bezahlten Stehtag in London verliert, die AUA erspart sich aber Kosten. Allerdings dürfte ein neuer Stehtag für die Crew in Bukarest dazukommen.

Im Linienverkehr lassen die Vorausbuchungen heuer im Schnitt ein zweistelliges Plus erwarten, sagte Bierwirth. Mit den größeren Fliegern sinken die Kosten pro Sitzplatz, und das bedeute einen "Spielraum beim Preis", rechnet Bierwirth vor. Ob die konzerninternen Profitziele wirklich erreicht werden, hängt vor allem vom strategisch relevanten Ostgeschäft ab, das unter der Rezession gelitten hat. "Der Ostmarkt ist noch nicht gekommen", sagte Bierwirth.

Reise nach Moskau

Wenig Erfreuliches erwartet die AUA am Montag in Moskau: Erstmals reisen Beamte aus dem Verkehrs-, Finanz- und Außenministerium und ein von der AUA in der Causa engagierter Anwalt der Kanzlei CHS zu den russischen Behörden. Sie alle sollen das Unmögliche möglich machen und den Russen erklären, dass die AUA durch die Stiftung, die 25 Prozent der Anteile hält, weiter ein österreichisches Unternehmen ist, obwohl sie von der Lufthansa voll konsolidiert wird.

Sollte die Delegation, was erwartet wird, ohne neues Angebot vorsprechen, dann dürften die Russen ihr Ultimatum für die Start- und Landerechte - als Entgegenkommen an Österreich - bis Ende März verlängern. Ab dann aber wäre Schluss, und die AUA hätte keine Genehmigung mehr, nach Russland zu fliegen, verlautet dazu aus Moskau - es sei denn, die Österreicher bieten einen Kompromiss an: Statt bisher dreimal täglich fliegt die AUA nur mehr zweimal täglich nach Moskau. Auch nach Sankt Petersburg müsste sie einen Flug abgeben. Dafür könnte sie alle anderen Strecken nach Russland unverändert weiterfliegen. AUA-Vorstand Peter Malanik spricht von einem "politischen Problem, rechtlich haben wir recht".  (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23./24.1.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
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kohm
24.01.2010 10:47
AUA Langstrecke Out

Fliege viel Langstrecke und muss leider sagen, dass die AUA Langstrecke überhaupt nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten kann.

Flieger vergleichsweise alt, Inflight Komfort und Entertainment sowie Sitze nicht mehr wettbewerbsfähig und friendly sind eher die anderen.

Andere Flugzeiten werden da nicht reichen, um wieder Passagiere zu bekommen, umso mehr andere Airlines, insbesondere die Lufthansa, viel mehr Flugmöglichkeiten zur Wahl anbieten.

vertico
23.01.2010 19:34
Fliegt die OS wieder nach Hannover?

Das wurde erst vor wenigen Wochen eingestellt und soll jetzt mit größeren Fliegern geflogen werden. Mit scheint Frau Ruff hat wieder in der Kristallkugel gelesen statt ordentlich zu recherchieren - wie übrigens in allen Absätzen dieses Artikel. Wahrlich unseriös!

clearlake
24.01.2010 17:06
wien-bremen

und dann noch Boing 737 kommt mir auch extrem komisch vor.....

Andreas Hofer
23.01.2010 17:59
Das ist wichtig>

Etwas faellt mir sehr oft auf: wie wenig weibliche Piloten bei der AUA fliegen. Das ist nicht richtig. Bei anderen Fluglinien wird fairer agiert. Einmal war bei einem meiner Fluege eine Frau Flugkapitaen. Und die Dame war einfach grossartig und ich habe ihr dann auch nach der Landung ein Trinkgeld gegeben.

Die AUA muss sich auch hier bessern.

seimen
04.02.2010 07:54
trinkgeld???

glauben sie nicht, dass paar nette worte gereicht hätten?
aber nem piloten/in Trinkgeld geben??? (find ich so unpassend,wie nem schauspieler nach ner vorstellung 2 € zuzustecken,auch wenn mir die vorstellung gefallen hat.)
auch wenn ständig von gehaltskürzungen gesprochen wird, aber glauben sie mir, die verdienen doch noch etwas mehr als ihr frisör oder ein kellner!

Peter Pan
23.01.2010 21:31

Wenn ich mich nach der Landung mit meinem Kapperl vor die Türe stelle, bekomme ich für meine Arbeit noch ein Trinkgeld????? Wird man so bei einer Billig Airline bezahlt? Muss ich das mit meinem Copiloten und mit meiner Crew teilen?

Spaß beiseite. Ist Sie käuflich und hat das Geld genommen?

Andreas Hofer
24.01.2010 01:30

Also , ich weiss nicht, ob ich das kaeuflich nennen wuerde aber sie hat das Geld dankend mit einem Knicks angenommen. Sie war sehr hoeflich und charmant.

Das Zapferl
24.01.2010 12:57

Dann war das sicher nicht nicht bei der AUA. Kein AUA-Pilot würde Trinkgeld annehmen, sowas geziemt sich nicht.
Auf welcher Strecke war das denn? Welcher Flugzeugtyp? Evt. Tyrolean?

Andreas Hofer
24.01.2010 18:20

Wieso geziemt sich das nicht ? Trinkgeld ist ein vollkommen akzeptables und ehrenwuerdiges Dankeschoen. Und es war nach einem Flug von Rom nach Wien. Datum usw. werden selbstverstaendlich nicht weitergegeben.

Peter Pan
24.01.2010 19:29

Ich sehe es so wie "das Zapferl". Ich habe noch nie gehört, dass ein AUA PilotIn ein Trinkgeld nimmt. Ich habe schon einmal ein Kreuz (ganz klein bei einem Charter nach Lourdes), eine Rose und Schokolade bekommen (da waren die Cockpit Türen noch offen), aber Geld würde ich sicher nie nehmen und ein Kollege oder eine Kollegin hoffentlich auch nicht. Wobei, .......wenn Sie die Gehälter weiter so kürzen wie bisher, sollte man sich diese Möglichkeit vielleicht doch noch überlegen. ;-)

foto666
25.01.2010 15:40

Ach die Armen. Gehaltkürzungen anzusprechen ist ja eine Frechheit für die Arbeitsleistung im Vergleich zu Gewinnbringenden Unternehmen. Hoffe Eure Fliegerzulage wird endlich mal gleichwertig besteuert
dass der halbe Gehalt kein Finanzzuckerl von 12-16 % ist. Hoffe es klagt bald mal jemand dagegen auch wenn es mit Parteibonzen und Gewerkschaft so im Kollektivvertrag verankert wurde. Jeder normale Steuerzahler wird so richtig verarscht und dann schreiben Sie übers Gehalt bei 7-12000 € im Monat.(Piloten)

Airbusflieger
25.01.2010 21:19
Lieber foto666

Meine Flugzulage wird voll besteuert, also fein säuberlich in ein Euro für mich, ein Euro für Restösterreich geteilt, bis die ganze Zulage durch ist. Mein Kollektivvertrag schützt mich nicht einmal vor dem Managment und seinen Reduzierungsversuchen wirklich, glauben sie allen Ernstes, der Finanzminister würde eine Kollektivvertragsklausel zur Steuerminderung akzeptieren???
Das das Ganze jetzt schon seit 20 Jahren oder mehr so ist, unterstelle ich Unwissenheit, denn die Alternative wäre wissentlich Lügen zu verbreiten und das tun sie ja nicht, oder?
Womit wir bei jedem normalen Steuerzahler wären, danke an den Geldumschlagspunkt Finanzamt für die tatkräftige Mithilfe zur Vermeidung von "schädlichen" Überkapazitäten auf meinem Konto.

Peter Pan
25.01.2010 16:31

Sie haben den Smiley nicht gesehen, oder?
Aber jedem steht es frei sich seinen Beruf zu wählen. Auch Ihnen.

Airbusflieger
23.01.2010 20:14
Weibliche Pilotinnen gibt es bei der AUA, auch ...

... als Kapitän. Vielleicht fliegen sie nicht oft genug mit uns?
Es hat Jeder die gleiche Chance, da die Selektion geschlechterneutral ist, es gibt also nichts an der Fairness zu ändern oder bessern.

MAXIMA
23.01.2010 12:02
Peking...

...ein schlechtes Beispiel: denn die AUA fliegt seit Jahren am Abend nach Pek. Es stellt sich eher die Frage, warum mit vollen Fliegern kein Gewinn gemacht wird.

Das Zapferl
23.01.2010 17:16

Wohl nicht schwer zu beantworten: Wenn die Tickets zu billig sind, nützt ein voller Flieger auch nichts.

max 1231
 
23.01.2010 19:04
aua tickets sind nicht zu billig

sondern zu teuer !!

Loooor
23.01.2010 11:53
höchste zeit für wechsel

wird zeit für den bevorstehenden führungswechsel, sodass endlich einmal jemand an der spitze steht, der was von der sache versteht.

die aua führungscrew war schließlich jene, die das unternehmen an den rand des abgrunds geführt hat. danach wären auch neue und weniger bereichsleiter fällig, denn mit den alten ist kein blumentopf zu gewinnen.

Kontrahent1
23.01.2010 14:01
Da gibt es ein paar Beispiele,

daß Anregungen 'von der Front' in der Schublade landeten, weil nicht die vorgesetzte Stelle diese gebracht hatte. Zweieinhalb Jahre wurde erfolglos im Monatstakt ein spezieller Flug gefordert. Als er dann installiert war gabs monatliche Glückwünsche wegen der Auslastung und des Yields. Für Südafrika gabs dringliche Empfehlung - man ließ sich Zeit, bis BA, SA und LH die Kapazitäten so aufgestockt hatten, daß der Zug abgefahren war. Japan war ein trauriges Kapitel für sich durch den codeshare mit ANA und die loadcontrol. Aber USA, das war wichtig, um Passagiere aus Osteuropa über den Hub VIE zu bekommen, weil diese origins ja so gut im Yield lagen.

gays-come-first
23.01.2010 11:37

Die Russen wollen mit alter Sowjetmanier erzwingen, dass die AUA oder die LH wieder zum alten SVO Airport fliegen, außerdem sind die Aeroflot Flieger leer, wer setzt sich schon freiwillig da rein wenn er mit Westairlines fliegen kann, wurscht ob OS oder Niki. Augenscheinlich scheint ihnen die Partnerschaft mit privaten russischen Airlines gegen den Strich zu gehen, da bleibt erneut Aeroflot auf der Strecke.
Unglaublich dass die solch ein Vorgehen wirklich notwendig haben.

mechtagscheitsein
30.01.2010 08:28
wer setzt sich schon freiwillig da rein wenn er mit Westairlines fliegen kann, wurscht ob OS oder Niki

ich zum Beispiel. Wahrscheinlich sind Sie noch nie international mit Aeroflot geflogen, sollten Sie vorher mal tun und erst danach posten.

Def. Izit
23.01.2010 11:33
Vielleicht geht sich eine "Reise nach Petuschki" aus?

el locombiano
23.01.2010 10:08
...stimmt die AUA-Crew traurig, weil sie einen bezahlten Stehtag in London verliert, die AUA erspart sich aber Kosten. Allerdings dürfte ein neuer Stehtag für die Crew in Bukarest dazukommen.

Bukarest


... naja, das stimmt die Crew sicherlich wieder glücklich

was tut man nicht alles für zufriedene Mitarbeiter

MAXIMA
23.01.2010 12:06
Bukarest ist eine tolle, moderne Stadt geworden

freue mich schon auf einen Stehtag dort. London ist in den vielen Jahren und vielen Stehtagen schon fad geworden, freue mich auf die Abwechslung???!!!???

Kontrahent1
23.01.2010 14:04
Haltens aber Ihr Geldtascherl fest !

Einer ex-Kollegin von Ihnen hat man aus dem Auto an der Ampel die Handtasche geklaut indem man die Scheibe der verschlossenen Tür eigeschlagen hat.

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