Illegale Einwanderer

USA lehnen Aufnahme von Flüchtlingen ab

22. Jänner 2010 15:36

Heimatschutzministerin: "Erdbeben keine Gelegenheit zur Auswanderung" - Hilfe beginnt langsam zu greifen - Österreichische Helfer: "Anspannung ist enorm" - mit Video

Zehn Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti kommt die Hilfe für Millionen Bedürftige auf Touren. Internationale Hilfsorganisationen fingen am Freitag an, Nahrung im größeren Stil zu verteilen. Bei der Ausgabe kam es in einigen Fällen zu Gewalt.

Die USA lehnten unterdessen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus Haiti ab. "Die Erdbeben-Katastrophe ist keine Gelegenheit zur Auswanderung in die USA", sagte die amerikanische Heimatschutzministerin Janet Napolitano am Freitag in der spanischen Stadt Toledo. Sie rief die Haitianer dazu auf, in ihrem Land zu bleiben und beim Wiederaufbau zu helfen. Die Ministerin wies darauf hin, dass Washington den illegalen Einwanderern aus Haiti, die bereits vor dem Erdbeben in die USA gelangt seien, ein befristetes Bleiberecht gewähre. Illegale Zuwanderer, die nach der Erdbeben-Katastrophe in die USA zu gelangen versuchten, würden nach Haiti zurückgeschickt.

Die USA nähmen keine Haitianer auf, die illegal in die Vereinigten Staaten einreisten, sagte auch Außenministerin Hillary Clinton am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die Flüchtlinge würden "zurückgeführt", die bestehenden US-Einwanderungsgesetze angewendet. Clinton wies darauf hin, dass die US-Regierung Haitianern ohne Aufenthaltsgenehmigung, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens am Dienstag vergangener Woche in den USA aufhielten, aus humanitären Gründen vorübergehend Asyl gewähren. Bisher gab es nach Angaben der US-Behörden keine Massenflucht von Erdbebenopfern aus Haiti in die USA.

Hilfe beginnt zu greifen

Große Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz erklärten, in Haiti komme Unterstützung nun an. Allerdings sei die Verteilung der Hilfsgüter immer noch äußerst schwierig. Als die Deutsche Welthungerhilfe am Donnerstag Bohnen, Reis und Salz an Bedürftige verteilte, endete dies in einem Tumult, bei dem junge Männer Frauen und Kinder abdrängten und die Hilfsgüter raubten.

Die Polizei von Haiti erschoss in Port-au-Prince einen Mann, der einen Sack Reis unter dem Arm hatte. Er sei wohl für einen Plünderer gehalten worden, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Österreichische Helfer: "Anspannung ist enorm"

Die österreichischen Helfer finden sich auf Haiti in einer schwierige Situation wieder. Vor allem die gefährliche Sicherheitslage sei ein Problem, erklärte "Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender und Caritas Auslandshilfe-Chef Christoph Petrik-Schweifer am Freitag in Wien. "Die Menschen sind verzweifelt. Da geht es ums Überleben, die Anspannung ist enorm." Da gebe es Väter, die um das Überleben ihrer Familie ringen und Mütter, die darum kämpfen, ihre Kinder ernähren zu können: "Da kann man nicht erwarten, dass sich die Menschen (bei der Verteilung der Hilfsgüter, Anm.) in der Schlange anstellen und warten", so Petrik-Schweifer. "Man weiß ja nicht, ob es für alle reicht." Deshalb sei es wichtig, dass es genügend Sicherheitskräfte gebe.

Die heimischen Helfer sind auf Haiti in ein internationales Netzwerk eingebunden: "Sie schlafen unter Bäumen, auch wegen der Angst vor Nachbeben. Sie arbeiten rund um die Uhr, um das Tageslicht auszunutzen." Das Verteilen von Hilfsgütern in den Nachtstunden sei gefährlich. Die Helfer seien gleichzeitig mit der Verzweiflung der Menschen konfrontiert, müssten die Planung für den nächsten Tag machen, sollten nebenbei Informationen an ihre Organisationen zu Hause weitergeben und würden vielleicht noch Nachbeben während der Nachtstunden erleben: "Es ist ein immenser Stress für alle Beteiligten", sagte der Caritas Auslandshilfe-Chef. Die Situation auf Haiti sei die bisher "komplexeste Herausforderung".

Auch der Kommunikationschef des Österreichischen Roten Kreuzes, Michael Opriesnig, berichtete, eine Mitarbeiterin hätte am Telefon gesagt, sie sei noch nicht mit einer solchen Form einer Katastrophe konfrontiert gewesen: "Sie war niedergeschlagen - das ist man von unseren Leuten nicht gewohnt", so Opriesnig. Das Camp auf Haiti, das rund 150 internationalen Rotkreuz-Mitarbeitern als Stützpunkt dient, sei Schlafstätte, Hilfslager und Meeting-Point in einem. "Es ist eine Situation, die nur erfahrene Helfer meistern können." Damit auch die Helfer das Erlebte verarbeiten können, sind an Ort und Stelle entsprechend ausgebildete Betreuer dabei und auch nach der Rückkehr in die Heimat werden sie psychologisch unterstützt.

Suche eingeschränkt

Die UNO will indes die Suche nach Verschütteten nach dem schweren Erdbeben in Haiti zurückfahren. "Die Rettungsteams konzentrieren sich zusehends auf humanitäre Hilfe für die Überlebenden", sagte UN-Sprecherin Elisabeth Byrs am Freitag in Genf. "Die Mannschaften mit leichtem Gerät sind erschöpft und beginnen die Heimreise", fügte sie hinzu.

Teams mit schwerem Gerät "werden weiter Tote aus den Trümmern bergen". Helfer aus aller Welt arbeiten unterdessen weiter rund um die Uhr bis zur völligen Erschöpfung. Noch neun Tage nach dem Jahrhundertbeben der Stärke 7,0, bei dem womöglich bis zu 200.000 Menschen starben, fanden sie noch Überlebende. Zehntausende starben durch das Beben. 

Nachbeben

Die Serie von Nachbeben in Haiti wird nach Ansicht von US-Experten noch Monate, vielleicht sogar Jahre andauern. Zwar würden die Abstände zwischen den einzelnen Beben mit der Zeit größer. Nach wie vor drohten in den kommenden Monaten aber auch Erschütterungen mit großem Zerstörungspotenzial, heißt es in einer Lageeinschätzung der US-Erdbebenbehörde USGS. (APA)

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Frau Ava
25.01.2010 02:05

Warum gibt es so viele posting wenn kaum jemand zum eigentlichen Thema was vernuenftiges zu sagen hat? Das diese Kathastrophe auch noch als Anlass fuer so hassvolle Kommentare genommen wird-von Menschen die bequem in OE leben... Ein link fuer alle die Ueber den eigenen Tellerrand hinausschauen wollen.
Zusammenhaenge warum die Kathastrophe so schlimm ausgefallen ist.
http://www.democracynow.org/2010/1/14... er_decades

redram
22.01.2010 21:55
"Da kann man nicht erwarten,

dass sich die Menschen in der Schlange anstellen und warten"

Wie entmenschlicht kann eine Gesellschaft sein?
Ist es nicht fuer den Vater und die Mutter normal
, dass das Kind zuerst isst, dass die Alten und Gebrechlichen, die Schwaechsten zuerst trinken und verpflegt werden?

Weit sind wir gekommen, mit unserem verdammten Egoismus und Sozialdarwinismus.

rggre rewqfew
22.01.2010 18:47
hass

man hat ja den eindruck, mancher hier würde die haitianer lieber sterben lassen, als einzugestehen, dass es (wieder einmal - wie immer eigentlich) die amerikaner waren, die in der not helfen. so groß scheint der hass auf die usa! wirklich traurig

nehme mal an, viele der usa hasser waren mal von lauteren motiven bewegt. und schau sie dir an, wo sie angekommen sind. beim blinden, rassistischen hass auf ein volk. so gross ist der hass, dass sie sich nicht einmal freuen können, wenn tausende menschen durch das objekt ihres hasses gerettet werden.

die fällt mir meister yoda ein: hass, zur dunklen seite führt.

Acaloth
22.01.2010 18:19

Hoffentlich schliesst sich da die EU geschlossen an.

das ist fix
22.01.2010 18:02


Wer verfasst die Überschriften hier im Standard?

Man hat den Eindruck die Überschrift wurde bewusst so formuliert, dass sich viele dazu veranlasst sehen die USA zu kritisieren, bzw. einfach nur abzusudern.

Evening Star
22.01.2010 16:43
Lage im "STandard-Land"



Die USA hilft Haiti nicht -- sehr boese!

Die USA hilft Haiti -- noch boeser!






Student der Magie
22.01.2010 18:51
es geht aber schon auch im die Art der Hilfe, oder?

wenn das US-Militär Ärzte ohne Grenzen, medizinische Versorgung aus Kuba, französische Hilfslieferungen, venezuelanische Hilfslieferungen, Hilfslieferungen und Material zur medizinischen Versorgung nicht landen lassen, dann wirkt das für eine Hilfe etwas seltsam.
Wenn das US-Militär vorwiegend Geschäfte und Nahrungsmittel sowie das Wasser am Flughafen bewacht anstatt es endlich zu verteilen, dann wirkt das nicht unbedingt nach der Hilfe, die, die Haitianer gerade brauchen.
Wenn die USA Haiti anstatt mit ausgebildeten Katastrophenhelfern mit (Ankündigung US-Regierung) 20 000 Soldaten flutet, Kriegsschiffe entsendet, Kampfflieger und dergleichen, dann sieht das wie ein Einmarsch und die Vorbereitung auf eine Besetzung aus, nicht nach Hilfe.

evilweevil
22.01.2010 16:24

da wird die eu hoffentlich folgen.

Ava Tar
22.01.2010 16:22
Reuters meldete schon im Oktober

http://www.reuters.com/article/i... O320091013

fizcaraldo
22.01.2010 16:20

Das heißt Österreich nimmt die Flüchtlinge auf? Oder warum sonst pickt man sich hier ein einziges Land heraus und zeigt wie böse sie sind weil sie keine Flüchtlinge aufnehmen wollen?

das ist fix
22.01.2010 17:54


Österreich hat in den letzten Jahrzehnten sehr viele Menschen aufgenommen.
Es ist doch absurd zu meinen, dass die Probleme Haitis dadurch gelöst werden können indem man Menschen aussiedelt.

MCU
22.01.2010 16:36
Oder der Chavez

aus dem Wirtschaftswunderland Venezuela!

MCU
22.01.2010 16:17
Na und? Wer in Österreich nicht anders!

Sagen wir mal im armen Kosovo gäbe es ein schweres Erdbeben: Fekter, die rechte Reichshälfte und die typischen Krone-Leser würden diesen Asylgrund natürlich auch nicht akzeptieren.

Chien de Pique
22.01.2010 19:44

Es wäre auch keiner, sondern eine Naturkatastrophe, in der man den Menschen helfen, wo man ihnen aber keine Zuflucht vor Verfolgung bieten muss.

redram
22.01.2010 18:32

Ein Erdbeben ist auch kein Asylgrund.
Es ist ein Grund Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe vor Ort zu leisten.

MCU
23.01.2010 08:38
Und warum kritisiert man nun die USA????

es ist ein menschenrecht, in afrika zu leben
22.01.2010 17:43
na endlich...

..sie konnten ihre vorurteile endlich auskotzen..

besser? wohl kaum..das schlimme daran is, dass es zur sucht wird..

also hirn einschalten und die gehirnwäsche bei den kinderfreundne einfach vergessen..

Hermine Berg
 
22.01.2010 15:44
toll

sofort mit 10.000 soldaten einmarschieren, aber richtig helfen - nein danke.

langsam wird es klar, dass obama wie ein zuckerguss ist, der ueber den gleichen misthaufen gestreut wurde, auf dem schon der gockel busch kraehte.

Jürgen Rembremerding
 
22.01.2010 18:51
Nimm Du doch einen haitianischen Gigolo auf!

büro-krater
22.01.2010 18:15

bitte nicht mehr posten!

Ich bin ein Fan von lächerlich
22.01.2010 18:19
go and be unhappy somewhere else

Atlas Shrugged
 
22.01.2010 16:52

ja klar :) ein Lazarettschiff mit 1000 Betten ist keine Hilfe? Ein Flugzeugträger hilft nix? Transportflugzeuge, alle Arten von KFZ helfen auch nix? Die Arbeitskraft von 10000 Soldaten is auch nix?

Also über diese Art von "nichthelfen" wär ich froh, wenns mir mal schlecht geht.

das ist fix
22.01.2010 17:57


Zustimmung - das undifferenzierte USA-Bashing hier im Standard-Forum ist unerträglich.

skipper2002
22.01.2010 15:41
ich würde bleiben

ist doch schön die karibik.

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