Massennutzung von Elektroautos hängt von Batterie-Kosten ab

22. Jänner 2010 12:48
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Studie der Boston Consulting Group erhob die Herausforderungen und Chancen

Wien - Die Frage, ob Elektroautos in naher oder mittlerer Zukunft das Straßenbild dominieren werden, hängt neben der technischen Leistungsfähigkeit zum großen Teil von den Kosten der Batterien ab. Ohne größeren Technologiesprung werden die Kostendegressionen kaum ausreichen, um eine weite Verbreitung der Elektroautos zu ermöglichen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Batteries for Electric Cars-Challenges, Opportunities, and the Outlook to 2010" der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG). "Damit wird der Markt für Elektroautos noch auf lange Zeit von direkten Zuschüssen, steuerlichen Subventionierungen oder deutlich höheren Treibstoffpreisen abhängen", so die Experten.

Das prognostizierte Wachstum ist trotz dieser Hürden groß. Laut dem wahrscheinlichsten Szenario könnten 2020 bereits 26 Prozent der Neuwagen in China, Japan, den USA und Westeuropa Elektro- oder Hybridantriebe haben - also rund 14 Mio. Autos. Der weltweite Markt für Lithium-Ionen-Batterien könnte im selben Jahr 25 Mrd. Dollar (17,7 Mrd. Euro) erreichen - also dreimal so viel wie aktuell für die Batterien, die vor allem in Konsumgüterprodukten wie Handys oder Laptops genutzt werden, ausgegeben wird.

Mögliche Preisentwicklung

Geht es nach der Studie, könnten die Preise für Lithium-Nickel-Kobalt-Aluminium-Batterien (NCA) bis 2020 um 60 bis 65 Prozent sinken: von derzeit 990 bis 1.220 Dollar (700 bis 860 Euro) pro kWh auf 360 bis 440 Dollar (255 bis 310 Euro) pro kWh. Die Kosten für einen 15-kWh-Battery-Pack würden damit von 16.000 Dollar (11.300 Euro) auf rund 6.000 Dollar (4.250 Euro) fallen. Dementsprechend könnte der Endverbraucherpreis von derzeit 1.400 bis 1.800 Dollar (990 bis 1.275 Euro) pro kWh auf 570 bis 700 Dollar (400 bis 495 Euro) pro kWh sinken.

Weitere Herausforderungen

Energiespeicherkapazitäten, Aufladezeiten und Infrastrukturanforderungen stellen weitere Herausforderungen für den Elektroautomarkt dar. Ohne technologischen Durchbruch wird die Reichweite eines Elektroautos weiterhin bei lediglich 250 bis 300 Kilometern liegen, bevor der Fahrer die Batterien aufladen muss.

"Angesichts der höheren Anschaffungskosten werden die Verbraucher genau prüfen, ob sich ein Elektroauto gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor überhaupt lohnt", sagt BCG-Geschäftsführer Georg Sticher. "Insgesamt werden die Kaufentscheidungen in Zukunft noch komplexer sein als bisher, da die Verbraucher neben Betriebskosten und Produkteigenschaften auch Schadstoffausstoß und Reichweitenbeschränkungen berücksichtigen müssen."

Kunden erwarten, dass sich ein Elektroauto spätestens drei Jahre nach dem Kauf amortisiert. Aktuelle staatliche Förderprogramme reichen von rund 3.000 Dollar (etwa 2.100 Euro) pro Elektroauto in China bis zu rund 7.500 Dollar (5.300 Euro) in Frankreich, Deutschland und den USA. Werden diese Förderprogramme bis 2020 ausgedehnt, lohnt sich der Kauf eines Elektroautos in den USA und Westeuropa dann schon nach ein bis fünf Jahren statt - wie bisher - nach neun bis fünfzehn Jahren. Entfallen derartige Anreize würde sich der Markt auch entsprechend langsam entwickeln. (pte/red)

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Franz Josef Lolinger
09.08.2010 20:07
In Zukunft...

...werden wir wie Fred Feuerstein mit den Füssen fahren, weil wir es wahrscheinlich nicht auf die Reihe bekommen werden, uns bis das Öl aus ist was anderes zu überlegen...

Herr Breuer
23.06.2010 15:49
Druckluftauto

Finde Druckluft wäre eine absolut kluge und extrem umweltfreundliche Alternative - aus dem Auspuff kommt nur raus, was vorne reinkommt - LUFT!!!

Auch wenn der Artikel ziemlich negativ geschrieben ist, glaub ich wären die Probleme mit den schweren Tanks und des hohen Energieaufwandes bei der Drucklufterzeugung (bei entsprechender Forschung) leicht zu lösen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Druckluftauto

Proud Citizen Of The EUdSSR
28.02.2010 04:04

machts die autos nicht so zukunftsmäßig. das schaut so beschi.s.sen aus!

Klaus Woltron
27.01.2010 08:11
Zusammenfassung unter .....

http://www.advengys.com/index.php?id=sme

dort weiterführende Links und umfassende Dokumentation; Businesskonzepte etc.

Und jedem seine eigene Busspur
24.01.2010 11:36
Elektroauto ist nur ein Schritt

aber weder die Lösung des CO2 Problems noch die Lösung aller Transportprobleme. Es wird noch viel Zeit vergehen, bis eine kostengünstige, umweltfreundliche Alternative zur Verfügung steht. Die Verwertung riesiger Mengen schwermetallverseuchter Altbatterien ist auch nicht gerade "gesichert", aber auch das muss von den Politikern die Prämien verteilen bedacht werden...

Girgl Galgenstein
03.02.2010 10:36
Wissen Sie etwas, was wir nicht wissen?

Warum setzen Sie voraus, dass Batterien Schwermetalle enthalten müssen?

Ko Prolyt
24.01.2010 10:36
sind die wirklich alle so deppert?

statt tanken geht man "akku-wechseln".

und der vorteil liegt ja wohl klar auf dem tisch, oder? lieber 100 neue gasturbinen-kraftwerke mit einer effizienz von 95% anstatt millionen von verbrennungsmotoren mit einem wirkungsgrad von 30%.

abgesehen davon ändert sich dann die fahrzeuglandschaft und die verkehrssicherheit wird steigen. wenn die kfz-industrie allerdings krampfhaft versucht ihre 150kW luxus e-boliden zu verhökern...dann wird das nix.

bukkake
20.06.2010 10:09
kein verbrennungsmotor hat einen wirkungsgrad von 30%

Job.
27.01.2010 23:03
95 % ?

ca 1.3 kWh werden aus der Leitung verbraucht um
1 kWh im Akku zu speichern !

mann im kühlschrank
27.01.2010 17:43
95% ???

Also so einen Blödsinn kann auch nur einer verzapfen der nichts über Energieerzeugung weiß.. Mit Müh und Not kommt ein GUD-Kraftwerk auf 55% Wirkungsgrad, dann rechnen sie noch die Verluste beim Transport in der Stromleitung weg und die Verluste beim be- und entladen der Batterie des E-Autos bitte auch nicht vergessen.. Dann ist der Wirkungsgrad nämlich gar nicht mehr besser als bei einem Verbrennungsmotor. Elektromobilität macht NUR Sinn, wenn der Strom aus regenerativen Quellen gewonnen wird.

W_O_L_F_G_A_N_G
15.02.2010 09:16

Da aber der angegebene 30% Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors im realen Fahrbetrieb ebenfalls nicht einmal annähernd erreicht werden, ist das Verhältnis vielleicht gar nicht mal so falsch, falls Kraft-Wärme-Kopplung angewandt wird.

Commander Echelon
11.02.2010 02:46
Philosophisch gesehen...

...sollten eigentlich alle GM Arbeiter, die gerade Autos bauen lieber Windräder bauen um die zukünftigen Autos anzutreiben, dann hätten die Amerikaner wenigstens einmal ihre Kraftstoffversorgung unter ihrer eigenen Kontrolle!

C18H27NO3
28.01.2010 15:48
@mann im kühlschrank

ja, stimmt, wenn man den strom über verbrennung von fossilen energieträgern bereit stellt, dann ist das elektroauto ca. genauso schlecht wie der benzinkübel den eh schon jeder hat - nur mit dem unterschied, dass ihnen jetzt plötzlich eine breite palette an "treibstoffen" zur verfügung steht: Photovoltaik? Wind, Kohle, AKW, Wasserkraft, Gas, Biomasse,....? Alles kein problem mehr! Und sollte jemand den genialen einfall haben die abwärme des Kraftwerks (Stichwort: KWK) zu nutzen (die restlichen 45% beim GuD-Kraftwerk), dann liegt das elektroauto in der gesamtenergiebilanz plötzlich uneinholbar in führung!
Also wenn man sich so blöd wie möglich beim elektroauto anstellt, dann gewinnt man nix (ausser leisen autos), verliert aber auch nichts

gigngogn
24.01.2010 11:47
Leider gibt es da ein paar 'kleine' Hindernisse

Akku tauschen geht nur wenn
a) Akkus genormt sind
b) Tankstellen entsprechend viel Akkus vorrätig haben was sehr viel Kapital binden und Platz beanspruchen würde
c) Es nur wenig (2-3) verschiedenen Modelle von Akkus geben würde
d) Fahrzeuge so konstruiert sind, dass die Akkus automatisch getauscht werden können
e) ein Modell gefunden werden würde das den Verschleiß der Akkus messen und verrechnen kann

Und dann haben sie nur Geschwindigkeit gewonnen, billiger ist es nicht geworden

GUD ('Gasturbinen') Kraftwerke haben einen realen Wirkungsgrad von 52% und Erdgas ist an den Ölpreos gekoppelt was sehr bald zu sehr teurem Strom führen würde.
Für ein E-Auto Konzept brauchen sie Atom- oder Kohlekraftwerke

K R
11.02.2010 02:16

ein wirkungsvolles logistikkonzept mit genormter batterie und automatischem batterietausch gibt es bereits.

wird nur leider totgeschwiegen

gigngogn
11.02.2010 10:05
Aha, eine neue Verschwörungstheorie :) Was ist denn das für ein Konzept das man 'totschweigt'

K R
12.02.2010 00:04
jeder hersteller versucht nur SEIN modell durchzusetzen - das schädigt die sache


http://www.spiegel.de/wirtschaf... 56,00.html

C18H27NO3
28.01.2010 15:54

Wie jedes stück technik haben auch e-autos ihre vor und anchteile. Nein, sie sind kein wunderding, aber alle probleme die sie hier ansprechen sind lösbar! Der Sprit ist heute auch genormt und es gibt 4 oder 5 spritsorten an jeder tanke. Alternativ gibts inzwischen Akkus die man in weniger als 15 min laden könnte (gut, preis - ich weis, aber dazu kann ich nur sagen: stückzahl...). Weiters stehen autos meist mehr als 23 h pro tag am parkplatz, genug zeit um zu laden; 95% aller autofahrten sind kürzer als 30 km, d.h. das problem mit akkutausch betrift nur jene, die viel langstrecken und überdurchschnittlich viel fahren.
Weiters dauert es ca. 10-15 jahren bsi der autofuhrpark eines landes ausgetauscht ist, also genug zeit um sich einzurichten

ChesneyB
28.01.2010 10:52

Es gibt bereits Ansätze, nur die in den Akkus enthaltene Flüssigkeit auszutauschen.

gigngogn
28.01.2010 10:59
Ja, bei Redox Batterien, aber deren Energiedichte ist so hoch wie die eines Bleiakkus und damit für Fahrzeuge unbrauchbar

Das ist aufgrund der chemischen Eigenschaften der eingesetzten Materialien so, daran können sie auch mit viel Forschung nichts ändern, außer sie finden eine andere Materialpaarung, viel Glück dabei.

RS69
27.01.2010 22:19

a-e sind nur fragen der Stückzahl.

Bei derzeitigen Autos sind oft nicht mal die Lamperln aus den Scheinwerfern kompatibel oder genormt. Und trotzdem verkaufen sie sich sehr gut.

gigngogn
28.01.2010 11:20
Wieviel Kapital bindet ein Leuchtmittel und wieviel ein Akku?

schon ein kleiner Unterschied, ob eine Tankstelle 5 verschiedenen Lampenmodelle mit je 20-30 Stück zu einem Einkaufspreis von ~20€ vorrätig haben muss weil ab und zu jemand kommt und eine kauft, oder ob man von mehreren dutzend verschiedenen Akkumodellen jeweils einige hundert Stück zu je 10.000-15.000€ auf Lager haben muss.
Tanken ist nämlich, anders als Lampenverkauf, das Hauptgeschäft einer Tankstelle, da kommt nicht ab und an ein Kunde und kauft, sondern man kann erwarten das fast jeder Kunde tanken will.
Dementsprechend viele Wechselakkus muss man auf Lager haben und zwar pro Modell!

Ko Prolyt
24.01.2010 18:29
das sind keine hindernisse...

die von ihnen erwähtnen hindernisse sind kaufmännische probleme und keine technischen. nur weil ein paar geizgeier nicht bereit sind vertriebsnetze umzubauen oder zu verdichten ist das kein problem. die standardisierung von akku-bauformen wäre auch kein problem. bei den batterien hat man es ja großteils auch geschafft (oder gibts ein land wo man keine AAA zellen kaufen kann?). tausch des akkupacks kann ja kein problem sein, nachdem schon fertige konzepte für den kompletten antriebstausch vorhanden sind (siehe smart). den wirkungsgrad von 52% kann ich nicht nachvollziehen. solar-dampf-kraftwerke wären auch eine möglichkeit, scheitern aber an der unfähigkeit der völkerverständigung bzw. politik.

gigngogn
24.01.2010 19:11

> die standardisierung von akku-bauformen wäre
> auch kein problem.
Wie sehr das kein Problem ist sieht man ja bei Notebooks, Kameras, MP3 Playern, etc.
Die Anforderungen an den Akku sind durch Leistungsprofil, Design und Einsatzzweck halt sehr unterschiedlich und eine Normierung ist entsprechend schwierig

>den wirkungsgrad von 52% kann ich nicht
>nachvollziehen
Das ist ein Beispiel für einen real erreichten Wirkungsgrad z.B. hier
http://www.energy.poyry.de/de/refere... decke.html

>solar-dampf-kraftwerke wären auch eine
> möglichkeit, scheitern aber an der unfähigkeit
>der ... politik
Die scheitern an den Kosten, Andasol, modernstes Aushängeschild der Solarthermie, hat Herstellungskosten von über 20€Cent/kWh

Der Ruhestifter
28.01.2010 12:53
Trotzdem werden's solar-dampfkraftwerke

- oder etwas ganz anderes; zb biokraftstoffe aus gentechnisch verbesserten algen.

Eine renaissance der atomkraftwerke scheint mir jedenfalls unwahrscheinlich und kohle ist schon wegen co2 problematisch.

Es gibt immerhin schon ein großprojekt für ein solare-dampfkraftwerk in der konkreten vorbereitung (http://tinyurl.com/nol9tx)

Dass energie teurer wird als jetzt, ist allerdings wahrscheinlich.

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