Geburt

Schwangere müssen während der Wehen nicht fasten

23. Jänner 2010 10:00

Kein erhöhtes Risiko für Mendelson-Syndrom

London - Schwangere Frauen brauchen während der Wehen nicht zu fasten. Stattdessen können sie nach Bedarf essen und trinken, ohne Nachteile für die Geburt befürchten zu müssen, so der klare Befund einer Übersichtsstudie. Allerdings gilt das Resultat lediglich für Frauen, bei denen es keine Hinweise auf Komplikationen gibt.

Viele Mediziner raten Schwangeren, während der Wehen nichts zu essen und lediglich Wasser zu trinken. Grund ist die Sorge vor dem Mendelson-Syndrom. Dabei können bei Frauen, die wegen eines Kaiserschnitts unter Vollnarkose stehen, Nahrungsteile aus dem Magen aufgestoßen und in die Lunge inhaliert werden, wo eine lebensbedrohliche Entzündung droht. Um dieses Risiko zu prüfen, analysierten die Mediziner aus dem südafrikanischen East London fünf Studien mit insgesamt mehr als 3.100 Frauen, bei denen es keine Hinweise auf drohende Komplikationen gab.

Essen, Trinken oder Fasten beeinflussten den Geburtsprozess weder positiv noch negativ, wie die Forscher in der "Cochrane Database of Systematic Reviews" feststellen. Daher seien derartige Restriktionen für Frauen ohne absehbare Komplikationen nicht gerechtfertigt. (APA)

Link

Restricting oral fluid and food intake during labour, Cochrane Database of Systematic Reviews

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 35
1 2
wunder der natur
01.02.2010 11:12
das schlechteste was es gibt sich bei wehen/schmerzen mit essen voll stopfen!

Reisebegleiter
01.02.2010 16:11
Dagmar Rehak bitte NICHT ERNSTNEHMEN das ist hier unser bezahlter SUPERTROLL!

Dagmar Rehak
 
01.02.2010 16:24

Und wenn ich es unbezahlt machen würde, könnte man mich schon ernst nehmen, oder wie?

Dagmar Rehak
 
01.02.2010 13:59

Es geht ja nicht ums Vollstopfen, du Hirni! Die Gebärende soll einfach nur essen können, wenn sie Hunger hat, sonst kriegt sie einen Unterzucker, und dann geht die Geburt nicht weiter. Gilt auch fürs Trinken. Einer Gebärenden darf man absolut keinen Wunsch verweigern.

Dagmar Rehak
 
24.01.2010 17:52
Doch, Fasten während der Wehen wirkt sich negativ aus.

Es hat schon Kaiserschnitte wegen völliger Entkräftung auf Grund von Unterzucker gegeben. Wehen verbrauchen nämlich sehr viele Kalorien.

Reisebegleiterin
25.01.2010 16:33

na nicht nur das.
wenn man mir das essen verweigert, neige ich eher dazu bei einer stressigen situation panisch zu werden.(siehe: schokoriegel in der ersten lade meines schreibtisches im büro)
essen stillt schmerzen und beruhigt mich.

robert rittersmann
24.01.2010 16:02

Kern der Nachricht ist, dass Frauen während der Wehen durchaus einen Hamburger in einer bekannten Burger-Kette zu sich nehmen können.
Wirkt sich dort furchtbar auf den Umsatz aus, wenn solche Frauen einige Zeit nicht diese Lokale aufsuchen, um die schmackhafte und gesund Nahrung zu sich zu nehmen.

Bienenkönigin
23.01.2010 18:55
Während der Wehen

wär ich gar nicht auf die Idee gekommen, irgend etwas essen zu wollen. Diese Überlegungen können nur von Wissenschaftern stammen, die eine Geburt nur als Zuschauer kennen. So abnormal der Appetit während der Schwangerschaft sein kann, mit Beginn der Wehen vergeht jeder.

aqualung
20.01.2011 14:01
grundsätzlich nicht

aber wenn man einen tag in den wehen liegt, wirkt sich jede art von nahrungszufuhr sicher positiv aus!

A Voice
25.01.2010 10:59
Ich auch nicht

mir haben sie sogar das Wasser fast aufgezwungen. Aber es geht ja um Fasten, nicht um nichts-essen-wollen. Und ich kenne einige die während der Eröffnungswehen durchaus Hunger hatten und auch gegessen haben. Bei der ersten Geburt habe ich auch nachher nichts runter gebracht. Bei der zweiten hatte ich sogar ziemlichen Hunger - nachher.

Dagmar Rehak
 
25.01.2010 14:27

Sicher ist das unterschiedlich. Kommt ja auch drauf an, was man vorher gegessen/getrunken hat und wie stark die Wehen sind.

A Voice
25.01.2010 14:39
Ganz

sicher

Blue43
24.01.2010 22:19

Während der Wehen habe ich nicht mal an Essen denken können. Das Einzige was ich wollte waren 1.Schmerzmittel, 2. Cola - hab beides bekommen, aber Essen - allein beim Gedanken daran wurde mir schlecht.

Kathi1609
 
24.01.2010 23:39
hat man dir vorher verraten,

dass schmerzmittel unter den wehen meist übelkeit verursachen bzw. bestehende übelkeit verstärken?

Die dritte Seite der Medaille
08.02.2010 16:24

ich habe lieber Übelkeit als starke Schmerzen.

Kathi1609
 
08.02.2010 17:13
ich ziehe weder-noch vor.


also keine pda wegen der übelkeit.

und keine pda wegen der vernichtung der körpereigenen hormonausschüttung durch diese, was mir die wichtigen endorphine vorenthält, öfter zur notwendigkeit von wehenmitteln führt, die wiederum häufig zum wehensturm führen, und insgesamt eine höhere sectiogefahr verursacht, sprich tagelang bauchop-schmerzen.

Kathi1609
 
24.01.2010 21:02
ich hatte zwei köstliche schüsseln fritattensuppe,

vom liebsten selbst gekocht.
und die energie hab ich auch gebraucht.

jede geburt ist anders.

gingerbread
24.01.2010 20:01

Ich bin aufgrund von Unterzuckerung ziemlich schnell auf die Idee gekommen was zu essen.
Wurde mir um zwei in der Nacht glücklicherweise auch nicht verwehrt.

ameno
24.01.2010 02:44

mir kam zu ohren, sie sind nicht die einzige (ex-)schwangere auf erden.

ameno
23.01.2010 17:03

_wegen_ kaiserschnitt, gibts doch nicht automatisch eine vollnarkose. spinalanästhesie tuts auch.

Aurora17
23.01.2010 17:15

und wenn die "spinale" nicht hinhaut bist froh um die volle, glaubs mir

ameno
24.01.2010 02:43

nona, gibt ja auch kontraindikationen, aber die formulierung ist trotzdem falsch.

Kathi1609
 
23.01.2010 13:32
Jetzt ändern wir den Titel bitte noch in: "Frauen SOLLEN während der Wehen nicht fasten."

(Weil die Unterversorgung mit Traubenzucker und Wasser dazu führt, dass es z.B. Sauerstoffmangel beim Kind gibt.)

Dass Frauen im KH unter der Geburt fasten, liegt an ihrem Status als potentielle chirurgische Patientinnen, siehe oben. Auf die Idee, mal zu hinterfragen, wie man den Frauen und Kindern die Sectio erspart, scheinen die Mediziner aber nicht zu kommen.
Und dass die "präoperativen Vorsichtsmaßnahmen" oft erst dazu führen, dass die OP überhaupt nötig wird, erst recht nicht. So beschafft man sich Arbeit.

Munter werden Maßnahmen gesetzt, und erst später mal sieht man ein, dass sie sinnlos und schädlich sind. Ups.

www.youtube.com/watch?v=D... re=related

h 90
23.01.2010 18:21

jetzt als Nichtmediziner und Mann, denke ich mir, dass man da jemanden doch nicht unterzuckern lassen kann.
Wenn man jetzt meint essen geht nicht (wie haben die Frauen das nur die 1.000.000 Jahre vorher gepackt?) warum fuellt man ihnen dann nicht bisserl was IV ein?

Kathi1609
 
23.01.2010 18:56
man möchte meinen, dass man das nicht machen darf.

tatsächlich ist es regelmäßig der fall.
die potentielle op-patientin darf nichts essen, wird aber oft auch durch eine ganze reihe anderer dummheiten (liegen bleiben müssen wegen stundenlangem am-ctg-hängen, periduralanästhesie, wehenmedikamente, rückenlage in pressphase ...) zu verlängerten und künstlich schmerzhafteren geburten gezwungen. all das entzieht der gebärmutter die korrekte durchblutung und somit dem kind sauerstoff.

viele der "fetaler stress"- und "drohende sauerstoffunterversorgung des kindes" - kaiserschnitte resultieren dann aus dieser mischung.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 35
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.