542 Arten gelten als gefährliche Eindringlinge

22. Jänner 2010, 11:38
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    foto: apa/fabian matzerath

    Der Riesen-Bärenklau verbreitet sich in vielen Staaten Europas und verdrängt dabei heimische Pflanzen - bei uns gilt er als potentiell invasiv. Der Pflanzensaft ist giftig und kann bei Berührung zu schweren Hautentzündungen führen.

Eingeschleppte Pflanzen- und Tierarten zählen zu den größten Bedrohungen der Artenvielfalt

Gland - Aus anderen Regionen eingeschleppte Pflanzen- und Tierarten gehören zu den größten Bedrohungen der Artenvielfalt. Das berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) unter Berufung auf eine Studie des Global Invasive Species Programme (GISP). Demnach gelten mittlerweile 542 Arten als gefährliche Eindringlinge. Dazu zählen vor allem Pflanzen (316 Arten), aber auch 101 Meereslebewesen, 44 Süßwasserfischarten, 43 Säugetierarten, 23 Vogelarten und 15 Amphibienarten.

Bedroht würden von den "Einwanderern" unter anderem Tiere und Pflanzen, die von der IUCN auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt werden. Zwar gebe es dort, wo man sich des Problems bewusst sei und die Eindringlinge bekämpfe, auch Erfolge, wird Stuart Butchart von der Vogelschutzorganisation BirdLife International zitiert. Doch die Zahl der gefährdeten Tiere wachse vor dem Hintergrund der steigenden Zahl der Eindringlinge. "Obwohl wir einige Schlachten gewinnen..., gibt es derzeit Beweise dafür, dass wir den Krieg verlieren", erklärte der Wissenschafter.

Der Studie zufolge sind in den einbezogenen 57 Ländern im Schnitt jeweils etwa 50 Arten angesiedelt, die eigentlich nicht dorthin gehören und einen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt haben. Dabei reicht ihre Zahl von 9 in Äquatorialguinea bis 222 in Neuseeland. Als ein Beispiel für eine bedrohte Art wird das Gelbköpfchen angeführt - eine Vogelart in Neuseeland, die durch eingewanderte Ratten bedroht wird. Schon jetzt seien zwei Populationen des Vogels ausgerottet, drei weitere seien akut gefährdet. (APA/red)

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25 Postings
Lauschangriff
32
23.1.2010, 13:33
Pflanzen und Tiere mit Migrationshintergrund

Die Fremdenfeindlichkeit macht anscheindend auch vor Tieren und Pflanzen nicht halt! Im Artikel ist sogar von Krieg und der Bekämpfung der Eindringlinge die Rede. Natürlich alles im Sinne des Artenschutzes.

Aber mal anders herum gedacht: Wenn die zunehmende "Einwanderung" für Flora und Fauna derart negativ sein kann, vielleicht sollte man dann mal überlegen wie viel Migration dem Homo Sapiens zumutbar ist? Wird es hier auch wieder zum Krieg kommen?

Aufklärung die fünfte
03
23.1.2010, 22:13

der unterschied ist das arten arten sind menschen an sich nur eine art ist.. also kann man nicht naturgesetze auf zwischenmenshcliche beziehungen projezieren....

King Of Kronenzeitung
20
24.1.2010, 14:18

Aber es gibt auch den asiatischen Marienkäfer, der unseren heimischen Septempunctata und auch andere Marienkäferarten langsam aber sicher "ersetzt". Also können auch unterschiedliche Arten der gleichen Gattung gefährlich werden. Das trägt auch nicht gerade zur Artenvielfalt bei, nicht?

Nick Tameer
00
24.1.2010, 03:43

Man kann es natürlich schon und die entsprechende Propaganda geht in die Richtung, dem jeweils unliebsamen Teil der Menscheit im Grunde die Artgenossenschaft abzusprechen. Obwohl der Vorposter nicht wirklich hardcore zu sein scheint, ist diese Botschaft bei ihm angekommen und die Analogie erscheint ihm plausibel genug.

Der Ausdruck "Rassismus", ist da - so könnte man es sehen - fast schon wieder als Verharmlosung zu betrachten.

Aufklärung die fünfte
10
22.1.2010, 22:54

also menshcne dürfen überall hin wenn das andere arten machen dann werden sie umgebracht...

typisch mensch

neuer weg
01
22.1.2010, 16:39
Bioinvasoren...

Aufhalten kann man die natürliche Migration kaum, oder nur mit massivsten Einsatz von Chemie, was wiederum dazu führen kann, dass erst recht "einheimische" Pflanzen, Tiere ausgerottet werden.

Ad Riesenbärenklau - ist ein gefährlicher Invasor - und soll auch wenn möglich "bekämpft" werden, aber ansonsten ist er halt häufig der "headliner" für beschützt unsere Natur so wie wir sie haben wollen...
so manch harmlose Kollegen werden da gemeinsam mit dem R. in einen Topf geworfen.

Tatsächlich gibt es, gab es die statische Natur wie sie manche verträumte Umweltfans gerne hätten nie.
Es war immer eine Veränderung da - und jetzt kommts gerade wieder zu einer Verschiebung gröberen Ausmaßes - der Klimawandel machts möglich.


certhas
00
22.1.2010, 17:56

Das Problem ist halt wohl eher dass viele nicht natürlich emigriert sind sondern um den halben Globus per Schiff und Flugzeug eingeschleppt wurden.

neuer weg
00
23.1.2010, 15:18

ja dann würd ich aber eine genaue Aufschlüsselung der "Eindringlinge" haben wollen.

Wieviele den "natürlichen Weg" via Klimaw. nutzen, bzw. wieviele über die globalisierung via schiff und flugzeug kommen.

allzugerne werden ja invasoren in einen Topf geworfen, man kommt sich fast wie bei einer Parteisitzung der Fpö vor, wenn man manchen Umweltsch. lauscht...

btw - schon die N*zis ham vor "Verunreinigung" unseres Landschaftsbildes gewarnt - es gab einen Aufruf von Biologen das damals unerwünschte Himalaya-Springkraut zu bekämpfen wie den Bolschewismus...

Nicht jeder sogenannter "invasor" ist ein Schaden für unsere Umwelt, manche erhöhen sogar die biodiversität, bzw. dienen als wertvoller Nahrungsspender (zb goldrute) für Insekten.

sentenza
00
25.1.2010, 11:26

natürlich ist nicht jeder neobiot gefährlich, in der fachwelt wird unterschieden zwischen "unproblematischen" und (potentiell) invasiven arten (zb riesen-bärenklau, japan-knöterich).

der artikel bezieht sich auf die (großteils anthropogen eingebrachten) invasiven arten!

neuer weg
00
28.1.2010, 23:55
ja da hams natürlich recht

caranx
00
22.1.2010, 17:42
"der Klimawandel machts möglich"

Und die Hobbygärtner und Kleintier"liebhaber" nicht zu vergessen.
Denn die meisten Arten kommen ja nicht zu Fuss oder mit dem Wind (Siehe Waschbären, Sonnenbarsch, Zwergwelse etc.)

neuer weg
00
23.1.2010, 14:21

jep, so ist es.

g. simb
01
22.1.2010, 12:01
Heracleum mantegazzianum

der Riesenbärenklau ist phototoxisch, will heißen, greift man ihn an und geht in die sonne, kann das zu schweren hautentzündungen führen. aber auch ohne sonne würd ich ihn nicht angreifen.

der herr in dem bild hat nicht umsonst schutzkleidung an, die pflanze ist echt gefährlich...

sentenza
00
25.1.2010, 11:36

mit "bärenklau" ist die bärenklaue gemeint, nicht der "klau" als veralteter ausdruck für "dieb".

korrekterweise muss es daher lauten: DIE Riesen-Bärenklau

(nachzulesen in der exkursionsflora von österreich, fischer, adler, oswald)

ich meiner
00
22.1.2010, 17:42
gut

dass er die schutzkleidung auch am kopf und im gesicht hat ;-)

the thing that should not be
11
22.1.2010, 11:28

na gott sei dank ist das bei soziotopen vöööööllig anders ;)

Cthulluh
01
22.1.2010, 16:06
Sagen sie das mal den Soziopathen...

another_stranger_me
00
22.1.2010, 09:05
... schweren Hautentzündungen ...


hab das mal ausprobiert und mir meinen unterarm stellenweise eingerieben - kein brennen oder jucken

am nächsten morgen hatte ich am arm kleine bläschen, ähnlich wie brandblasen und leicht entzündete striemen
die abheilung dauerte etwa 3 - 4 wochen

definitiv gefährlich bei kindern, ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn man die stängel als blasrohr verwendet oder sich damit duelliert

HomerJ
01
22.1.2010, 14:09

wenn sie die eingeriebenen stellen in die sonne gehalten hätten, wäre das ergebnis vermutlich schlimmer gewesen

another_stranger_me
00
22.1.2010, 14:20

das war mir dann doch etwas zu viel - muss ja nicht gleich die volle dröhnung sein ;-)

g. simb
00
22.1.2010, 13:52

mutig!

another_stranger_me
00
22.1.2010, 14:23

das haben Sie wirklich schön formuliert - hab auch schon ganz anderes gehört ... ;-)

neuer weg
00
22.1.2010, 15:17

das glaub ich ihnen, aber postens das hier nicht, sonst kommen noch ganz andere "in Versuchung"...
;-)

3 bis 4 Wochen klingt aber echt heftig.

another_stranger_me
00
22.1.2010, 15:36

am schnellsten sind die striemen verheilt, etwa 7 - 10 tage

die bläschen haben echt ewig gedauert, allein bis sie sich nicht mehr gefüllt haben und austrockneten ...

na und eine hat sich so richtig entzündet, mit allem drum und dran - die narben kann ich heut' noch herzeigen

Graf Robert von Donnerstag-Dachsenstein
20
25.1.2010, 15:40

Pfau, du bist so super.

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