Menschen reagieren unterschiedlich auf Leistungsdenken

21. Jänner 2010 19:18

Während die einen beflügelt werden, sollte bei den anderen Spaß bei der Erfüllung einer Aufgabe in Aussicht gestellt werden

Urbana-Champaign - Menschen, die sich in ihrer Arbeitsweise tendenziell am Erreichen eines Spitzenergebnisses orientieren, erfüllen Aufgaben nicht immer am besten. Forscher der University of Illinois berichten im "Journal of Personality and Social Psychology", dass andere Menschen unter bestimmten Bedingungen ebenfalls zu Höchstleistungen fähig sind. Das sei etwa dann der Fall, wenn in Aussicht gestellt wird, dass die Erfüllung einer Aufgabe Spaß bereitet.

Folgt man den Theorien der Forscher rund um die Psychologin Dolores Albarracin, so gibt es zwei verschiedene Reaktionsmuster auf die Aufforderung zu einer Höchstleistung. "Manche Menschen fühlen sich angestachelt und geben sich tatsächlich besondere Mühe. Bei manchen sinkt dabei jedoch die Motivation", so die Studienleiterin. Diejenigen, die der zweiten Gruppe angehörten, wollten nicht grundsätzlich Leistung verweigern. "Bloß die Zielsetzungen der Menschen sind andere."

Untersuchungen

Eine Versuchsreihe lieferte den Nachweis für diese Behauptung. Leistungsorientierte Probanden erfüllten Aufgabenstellungen besser, wenn sie unwillkürlich Wörter wie "Gewinn", "Können" oder "Stärke" lasen. Dazu blendeten die Forscher diese für so kurze Sekundenbruchteile auf einem Computermonitor ein, dass eine bewusste Wahrnehmung gar nicht möglich war. Menschen mit allgemein geringer Leistungsorientierung verschlechterten in Folge ihre Arbeitsweise.

Bei einem weiteren Experiment hatten allerdings die wenig Leistungsorientierten die Nase vorne - trotz Beibehaltung der unterschwelligen Botschaften. Das war der Fall, sobald man den Versuchspersonen mitteilte, die Aufgabe würde Spaß bereiten. Die unbemerkte Bombardierung mit den Leistungsaufforderungen habe bei den Ehrgeizigen das Verlangen nach Spaß unterbunden, interpretieren die Autoren das Ergebnis. Bei fehlendem Ehrgeiz sei das umgekehrte der Fall gewesen.

"Konkurrenz- und Leistungsdenken kann Menschen sehr stark demotivieren, besonders wenn sie ihr Wohlbefinden höher als ihre Leistungsfähigkeit bewerten", so Albarracin. Der Grund dafür könne beispielsweise darin liegen, dass sie im Moment lieber etwas anderes tun würden, zum Beispiel, sich gut zu unterhalten. "Das ist kein schlechtes Ziel", betont die Psychologin. (pte)

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Elisabeth Jarok
02.02.2010 00:04

die einen brauchen halt immer anerkennung durch andere (gewinn/superleistung/etc.) zur befriedigung, die anderen können sich auch gut selber unterhalten ....
manche sind exhibitionisten, andere sperren die schlafzimmertür lieber zu.

Michael Aires
27.01.2010 12:25
Die einen beflügelt das Leistungsdenken

die anderen sind Österreicher.

Chocoholic
23.01.2010 22:46
Alles nur, damit dann irgendein idiotischer Manager

der auf irgendeinem Pseudo Psychologischen Training war, seine Angestellten mit peinlichen und idiotischen 'Motiovationsvortraegen' drangsalieren kann....

Mann40
23.01.2010 06:19

nicht zu vergessen die Gruppe Nr. III ;-)

her wig
22.01.2010 23:00

Seltsam, und suspekt, diese unterbewussten Botschaften. Der Spaß oder auch der Zug zur Leistung (Druck mag ich nicht so) kommen ja eigentlich aus meinem Erleben einer Situation bzw. Handlung, und nicht daher dass irgendwer anderer mir irgendwas einredet...

Artischoke
22.01.2010 18:01

Ist das ein Watchmen Ballon?

der bunte faschist
22.01.2010 14:13

Ohne jetzt sexistisch sein zu wollen, kann es sein, dass sich wesentlich mehr Frauen in der Gruppe 2 befinden?

Grün: Nonanet, eh kloar!
Rot: Nein, ich glaube nicht.

Raubmordkopierer
22.01.2010 16:50
Kann schon sein

Aber als Strafe müssen jetzt 100mal den Satz "Das Geschlecht ist ein soziales Konstrukt" in Schönschrift schreiben..

der bunte faschist
22.01.2010 21:05

danke für den lacher :D

nodiesop
22.01.2010 16:07
glaub ich auch nicht

ich rechne mich selber eher der 2. Gruppe zu - ich arbeite am besten und liebsten ohne Druck...

...allerdings hab ich auch schon mein erstes (wirklich schlimmes) Burn Out hinter mir...

ich glaub, daß ist ein Entwicklungs- und Lernprozess - früher oder später ist fast jeder in der 2. Gruppe

Michael Aires
27.01.2010 12:27
Jetzt würde mich interessieren, ob dieses

"wirklich schlimme Burn-Out" mit oder ohne Standard Postings entstanden ist bzw. welche Wechselwirkungen es da gibt.
Meine Hypothese: Leute, die Zeit zum Posten haben, kennen Burn-Out nur vom Lesen des Begriffes.

lizalauta
23.01.2010 08:08

Ich denke, dass es das Ziel im Umgang mit Kindern sein sollte, diese schmerzlichen Entwicklungsprozesse erst gar nicht zu machen. (Hab es selber leider auch anders erfahren).
Es ist ein Kraftakt, ein Lanze für druckfreies Lernen zu brechen. So lange der sprichwörtliche "Ernst des Lebens" als Drohung bei PädagogInnen und Eltern herumgaustert...

FMGD
22.01.2010 09:02

Ich gehöre eindeutig zu Gruppe II.
Was interessiert es mich besser als andere zu sein, wenn ich dafür Sachen machen muss die mich nicht freuen, die mir für gewisse Zeit Streß/Unbehaben bereiten.
Da bin ich lieber, in deren Augen, nicht so gut wie andere und dafür entspannt/zufrieden.
Und wenn wer mit dem NLP Zeug daherkommt, dann werde ich sauer! Glaubt dieses Kretin, dass ich so einfach zu manipulieren bin?

P. Spitz
22.01.2010 13:35

sicher bist auch du manipulierbar: hör mir genau zu: du bist ein krapfen du bist ein krapfen du bist ein krapfen du bist ein krapfen .....

alte frau
23.01.2010 11:11

du bist ein wildschwein.

FMGD
22.01.2010 17:43

oh oh . . . das wirkt
hab mir schon 3 glaserl marillenmarmelade reingeschoben

nodiesop
22.01.2010 16:09
jemand, der das so sagt

kennt ALF und ist damit höchstwahrscheinlich in den 70ern geboren worden ;)

cana
24.01.2010 03:59

haha, ich lach mich tot.

80er geht sich auch noch für alf-wissen aus ;)

der bunte faschist
22.01.2010 14:10

Und du bist eine Mango!

Aufklärung die fünfte
21.01.2010 20:43

eine NoNa studie mehr...

uinsel
22.01.2010 07:58

ich weiss nicht.

viele leute scheinen zu denken, dass es mich motiviert mir zu erklären, dass eine tolle leistung für mich ein gewinn und ein versagen grobe konsequenz haben kann.

das führt bei mir dazu, dass ich nicht konzentriert arbeiten kann.

jetzt hab ich auch argumente zur verteidigung.

der bunte faschist
22.01.2010 14:14

die werden den chef aber kaum interessieren ... in zeiten der gewinnmaximierung muss JEDER ARBEITEN UND GLÜCKLICH SEIN!

VERSTANDEN?!

Frei_Denker
21.01.2010 20:03

Der Kapitalismus hat eine ganz einfache Antwort darauf: Leistung muss Geld nach sich ziehen/bringen - keine hohlen NLP Phrasen...

Kowosch
 
21.01.2010 21:32

Also ich frage mich ja immer, warum es jemanden mit bereits erheblichem Vermögen (sagen wir ruhig ein paar zig Millionen Euro) noch motivieren sollte, noch ein paar Millionen mehr zu verdienen. Ab einer gewissen Summe wird das doch eher zu Spielgeld und es werden andere Instinkte angesprochen, als der mit für das Geld einzutauschende Realwert. Aber bei manchen Typen funktioniert das noch (Herr Ackermann meinte einmal in einem ZEIT-Interview, natürlich motiviere ihn auch noch das Geld/ die Bonifikationen, wenn auch nicht nur).

Andere denken vielleicht eher in der härtesten Währung überhaupt: Lebenszeit. Die ist nicht ansparbar oder für später zu konservieren. Und sollte besser fortwährend genossen werden...

Andreas Prucha
22.01.2010 13:06

Vielleicht ist das auch eine etwas (seltssame) Strategie das Selbstwertgefühl zu heben: Nichts produktives zu tun wird auf Dauer auch langweilig. Dazu steigen mit steigendem Vermügen auch noch die Bedürfnisse. Wenn der Ackermann im Monat 100 Euro mehr bekommt bemerkt er das garnicht, für die Putzfrau in irgendeiner Filiale wären die 100 Euro jedoch ein enormer Sprung in der Lebensqualität.

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