Chavez: Playstation ist "Gift"

Alois Pumhösel, 21. Jänner 2010, 16:19

Venezuelas Präsident hat einen neuen kapitalistischen Teufel ausgemacht, der sein Land bedroht

"Diese Spiele, die sie ‘Playstation' nennen, sind Gift. Manche Spiele lehren dich zu töten. Sie haben sogar mein Gesicht in einem Spiel verwendet. Du musstest Chavez finden, um ihn zu töten."

Hugo Chavez reitet wieder. Dass der links-populistische Präsident Venezuelas gerade Videospiele in seinen TV-Ansprachen zum Thema macht - zuvor warf er schon Nintendo vor, Selbstsucht und Gewalt zu promoten - kommt wohl nicht zufällig. Mehr noch als Fernsehen wird das junge Genre zum Identifikationsmerkmal globalisierter Medienkultur.

Chavez' Erklärung, warum Playstation böse ist: Kapitalistische Länder (Kapitalismus = "road to hell") verkaufen Spiele, in denen Städte zerbombt werden, um Gewalt zu säen, und um später Waffen verkaufen zu können. Außerdem bewerben Spiele Zigaretten, Alkohol und Drogen, damit die Kapitalisten diese auch verkaufen können.

Seine Lösung: Spielsachen mit erzieherischem Wert, zum Beispiel Puppen, die das indigene Volk abbilden. Schon im Oktober wurde in Venezula ein Gesetz erlassen, das kriegerische Spiele mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft.

Herrn Chavez ist wahrscheinlich ziemlich wurscht, dass er bei der Bedeutung der digitalen Unterhaltung nicht ganz auf dem Laufenden ist. Entkleidet von der populistischen Zuspitzung und Instrumentalisierung könnte man aber über die Homogenität der Mainstream-Produkte und die manchmal provokative Inszenierung von Gewalt nachdenken. 

El presidente könnte es ja selbst besser machen. Anstatt vom innenpolitischen Desaster mit dem bösen Ausland abzulenken, könnte er ja ein paar Programmierer anstellen, die anständige Wirtschaftssimulationen für den Nachwuchs schaffen. Irgendwer wird den herabgewirtschafteten Ölstaat (weltweit zweithöchste Teuerungsrate hinter dem Kongo!), egal ob mit oder ohne Verflechtung mit dem Ausland, später wieder aufpäppeln müssen.

"Also, wir machen jetzt alles genauso wie in Modern Warfare 2",
(hat Chavez bei dieser Militärparade in Maracaibo wahrscheinlich nicht gesagt.)

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Posting 1 bis 25 von 111
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Early
01
28.1.2010, 10:27

Da haben kommunistische, südamerianische Diktatoren ja etwas mit christlichen, konservativen, bayrischen Ministerpräsidenten gemeinsam.

Anti-mens
00
24.1.2010, 19:21
irgendwann einmal fand ich den Hugo...

...sehr ambitioniert und gut.

heute sackt er auf das niveau des westlichen durchschittbonzen ab. :-(

multivitamin saft
 
00
25.1.2010, 19:00

auch damals in der arena gejubelt? da schämen sich heute ziemlich viele dafür.

Anti-mens
00
25.1.2010, 19:42
nein!

der hugo ist tiefrot und ich, na sagen wir mal so: der letzte parteivorsitzende den ich mochte starb vor ca. 64 jahren. ;-)

The Unpockable
00
23.1.2010, 17:45

das kommt raus wenn ein in bundesheermontur gekleideter, paranoider herrscher sich über etwas auslässt, wovon er wiedermal überhaupt keine ahnung hat.

klar hat gamen nachteile, aber das hat schokolade auch.

ich verstehe nicht wie man so einen typ, alleine schon wegen der kleidung, super finden kann.

Harry Meier
 
00
28.1.2010, 09:21
Langsam sieht er aus wie der Mao und mit der ...

... Kulturrevolution gehts auch schon los.

so go
00
23.1.2010, 16:48
vermutlich hat er nicht unrecht

aber ich rauch auch noch zigaretten also...

Raubkopierer
00
23.1.2010, 12:43

nimmt das wer ernst?

::-]
02
22.1.2010, 16:28
Hoffentlich ist es ihm wurscht!

"Herrn Chavez ist wahrscheinlich ziemlich wurscht, dass er bei der Bedeutung der digitalen Unterhaltung nicht ganz auf dem Laufenden ist."

Gott sei Dank! Sonst würde es z.b. kein "El Sistema" geben. Dieses "Spiel" kennt Herr Pumhösel bestimmt nicht, ist mir klar. "Leider" kann ich nur schreiben, dann würde er sich seines Zynismus vielleicht schämen.

QuePasa
38
22.1.2010, 16:20

Chavez regiert doch sein eigenes Land wie wenn er Sim City mit Cheats spielen würde.

The Unpockable
00
23.1.2010, 17:22

ich versteh die roten stricherl nicht!
allein die aussage ist scho sehr lustig, obs jetzt stimmt oder nicht, ist mir komplett blunzn!

Harry Meier
 
01
28.1.2010, 09:21
Es stimmt ...

Mr_Murphy
20
22.1.2010, 18:52

Wenn Sie die Cheats meinen, mit denen man Vulkane in die Stadt setzt und Erdbeben auslöst, dann ja ;-)

rudlxy
01
22.1.2010, 15:05

Was ist denn das bitte für ein Artikel?
irgendwie ein wenig "eh wurscht"

road to hell klingt super

Road Trippin
34
22.1.2010, 14:15
Gift für die Seele

Ich möchte mit Herrn Chavez die Meinung zumindest teilweise teilen. Um es beispielhaft auszudrücken:
a) Wenn ein Kind eine Playstation von den Eltern geschenkt bekommt, nur um 'Ruhe zu geben', dann halte ich dies für eine Flucht der elterlichen Verantwortung zur Erziehung der Kinder. Zudem hocken sich viele Eltern dann vor das TV und lassen sich mit Schrott berieseln.
b) Anstatt das Kinder und Jugenldiche rausgehen und mit Freunden spielen (bzw. sozial interagieren) hocken sie sich vor den PC und vergöttern Spiele wie Counter Strike oder World of Warcraft!

Fragt euch mal:
Welche postiven bzw. Beiträge leisten Spiele zur dem Wohlergehen der Gesellschaft?

Dazu sage ich:
'Die Dosis macht das Gift?'

Raubkopierer
10
23.1.2010, 12:44

mir machts spass. welchen beitrag zur gesellschaft leistet mensch ärgere dich nicht? macht auch spass.

FinalDestinati0n
00
22.1.2010, 17:03

Wissen Sie, man kann auch _MIT_ Freunden ein bisschen zocken...

exilkaerntner
01
22.1.2010, 14:26
kommt wie immer drauf an!

und wie sie richtig geschrieben haben auch auf die dosis drausf an.
als zeitvertreib ein bisl zu gamen kann durchaus auch positiv sein. jeder hat halt eine andere art sich zu entspannen.

Funk1
11
22.1.2010, 14:21
Muss alles was ich mache einen positiven

Beitrag zur Gesellschaft leisten?

Road Trippin
01
23.1.2010, 13:06
Einstellung

Nein, das nicht. Aber es kommt auch auf die innere Einstellung an was man aus seinem Leben macht.

Wie ich schon sagte, die Dosis macht das Gift.

Doch wenn Kinder/Jugendliche/Erwachsene soweit süchtig nach Computerspielen sind, dass viele andere Facetten der persönlichen Umwelt vernachlässigt dann ist es sehr wohl Gift.

Mensch Ärgere dich nicht schafft zumindest eine positive gemeinschaftliche Atmospähre (bzw. fördert es Konfliktfähigkeit). Aber wenn man sich eine ERSATZREALITÄT (Virtual Reality) schafft, nur weil man nicht die Energie aufbringen möchte oder kann, um seine eigenen Probleme in Angriff zu nehmen, so werden die Probleme in der Realen Welt eher größer werden.

angus1
42
22.1.2010, 13:44

warum zieht er vor dem militaer ueber Kriegsspiele her ? hat der einen Schuss ? Warum glaubt diesem affen ueberhaupt noch jemand ?

Don Mazzarello
00
22.1.2010, 12:38

ob die playstation oder andere derartige medien so schädlich sind wie schlechte politik?...is die frage was die jugend mehr zerstört...

Rittmeister Kopetzký
85
22.1.2010, 12:09

Chavez oasch, Ami gut! Fertig! Warum? Wie? Wieso? Weswegen? Was war vor, unter Chavez, wie schauts im Land aus politisch, wirtschaftlich, medizinisch, im Vergleich, wurscht!

Chavez oasch, Ami gut! Fertig und noch die Metabotschaft für die youngsters, er wü eich im Gemeindebau und in da Klosterschui die Plästäschn fladern, der oaschlinke Chavez!

Qualitätsschurnalismus! 3lagig!

Rent a Democracy
12
22.1.2010, 14:15
Und das berichten unsere Medien nicht:

"Die Ergebnisse dieser Politik sind bemerkenswert: Die Ausgaben für Bildung wurden von drei Prozent des Staatshaushaltes im Jahre 1988 auf sieben Prozent im Jahre 2001 erhöht. Seit Beginn der Alphabetisierungskampagne im Juli 2003 haben mehr als 1,2 Millionen Menschen Lesen und Schreiben gelernt – fast alle früheren Analphabeten. Eine Million Bücher wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

Doch Lesen und Schreiben macht nicht satt. Mit einem Kleinstkreditprogramm versucht die Regierung Arbeitsplätze zu schaffen. Seit seiner Einführung im August 2003 haben mehr als 70000 Familien daran partizipiert und zum Beispiel mit einer Nähmaschine begonnen, sich eine bescheidene Existenz aufzubauen.

Rent a Democracy
11
22.1.2010, 14:17

Auch die zweistufige Agrarreform zielt auf Armutsbekämpfung: In der ersten Stufe werden Rechtstitel über die Kommunen ausgegeben, auf deren Basis in der zweiten Stufe Land zugeteilt wird. Bisher wurden rund 1,5 Millionen Hektar staatlichen Eigentums zugunsten von 130000 Familien (ca. 650000 Personen) aufgeteilt. Die Regierung hat die Gründung von Genossenschaften gefördert, von denen es jetzt 50000 gibt. Der Staat subventioniert die Lebensmittel für etwa acht Millionen Menschen, die diese um 40 Prozent billiger erhalten. Rund eine halbe Million Personen erhält Lebensmittel kostenlos.

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