COPD

Raucherlunge schädigt Herz von Anfang an

21. Jänner 2010 14:37
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    Foto: apa/martin gerten

    Die Diagnose COPD stellt der Lungenfacharzt. Diagnostische Hilfsmittel sind die Lungenfunktionskammer und die Blutgasanalyse.

Schlechtere Pumpleistung bereits vor den ersten Symptomen einer COPD - Auskultation der Lunge zur Früherkennung einer Raucherlunge nicht geeignet

Washington/Hattingen - Das Raucherleiden COPD verschlechtert nicht nur die Funktion der Lunge, sondern auch die des Herzens, und zwar von Beginn der Krankheit an. Diesen Zusammenhang haben Forscher vom US-amerikanischen Heart, Lung and Blood Institute (NHLBI)  gezeigt. In der Zeitschrift New England Journal of Medicine berichten sie, dass Veränderungen im Herz sogar schon dann auftreten, bevor der Patient die ersten Symptome der COPD bemerkt.

Die Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), im Volksmund "Raucherlunge" genannt, gehört zu den häufigsten Todesursachen und betrifft allein im deutschen Sprachraum rund sieben Millionen Menschen. Kennzeichen sind Zerstörungen des Lungengewebes, Luftwegs-Verengungen, Dauerhusten und Schleim, während die Atemnot bei sonst problemlosen Aktivitäten als erstes Signal gilt. Der Großteil der Patienten bemerkt die Krankheit nicht früh genug, als dass eine rechtzeitige Behandlung noch bestmögliche Lebensqualität und -erwartung sichern könnte. Die fortgeschrittene Krankheit bedeutet schwere Einschnitte im Alltag.

Herz pumpt nicht mehr richtig

Die US-Mediziner untersuchten Zustand und Funktion von Herz und Lunge bei 3.000 Erwachsenen im fortgeschrittenen Alter. Atemtests und Bildgebung zeigten bei vielen der repräsentativ ausgesuchten Studienteilnehmer leichte Störungen in beiden Organen. Besonders war das der Fall bei Rauchern und Menschen mit bereits aufgetretenen Symptomen der Krankheiten COPD und Lungenemphysem, jedoch auch bei einigen Menschen mit nur leicht ausgeprägter COPD, die ihr Leben lang Nichtraucher waren.

"Schwere Fälle von COPD verschlechtern die Fähigkeit des Herzens, Blut zu pumpen. Nun wurde sichtbar, dass die Herzschädigung schon in milden Fällen der Krankheit auftritt oder sogar vor ihren ersten Symptomen", schreiben die Forscher um Graham Barr. Ein weiterer wichtiger Grund sei somit gefunden, warum COPD möglichst früh erkannt werden solle. Es sei denkbar, dass eine frühzeitige Therapie der Krankheit die Herzfunktion noch bessern und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen kann.

Früherkennung kann Schäden in Grenzen halten

"Fast alle COPD-Patienten leiden an Herzvergrößerung. Gelangt über die geschädigte Lunge zu wenig Sauerstoff ins Blut, muss das Herz schneller pumpen", erklärt Jens Lingemann, Leiter der Koordinationsstelle Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Behandlung mit Beta-Blockern oder Kalziumantagonisten soll diesem Problem vorbeugen oder es auch behandeln. Möglicherweise kann es unter der medikamentösen Therapie mit Betablockern aber auch zu nicht gewünschten Effekten wie Lähmungen des Atemzentrums kommen, zudem sind die Erfolgsaussichten beschränkt.

Auch Lingemann betont die hohe Bedeutung einer Früherkennung der Krankheit. "Die meisten bemerken erst, dass sie COPD haben, wenn diese bereits weit fortgeschritten ist und etwa der Hausarzt das Aufsuchen eines Lungenarztes anordnet. Dabei wird die Chance verspielt, noch rechtzeitig einzugreifen." Der Besuch des Lungenfacharztes sei unumgänglich, da Hausärzte COPD durch bloßes Abhören nicht feststellen könnten. "Dazu bedarf es sowohl einer Lungenfunktionskammer als auch eines Gerätes zur Blutgasanalyse", so der Experte. (pte)

 

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Lord Extra
22.01.2010 16:32
ich sag nur eines: Panikmache


und außerdem: der alte Hawelka, Helmut Schmidt.

Klingelt's?

Sachwalter Nikotin
25.02.2010 12:33

und was ist mit der soeben verstorbenen ehemaligen frauenministerin? die war starke raucherin und ist gerade einmal 70 geworden.
oder der danzer. der ist gerade einmal 60 geworden und hat das rauchen verflucht - zumindest am ende des weges.
oder der hainzl.
die liste kann doch endlos weitergeführt werden

Godesberg
22.01.2010 16:56

Führen Sie die Liste mal fort! Mal sehen wie weit Sie kommen.

In der Altersgruppe von Schmidt rauchen weniger als 5%. Angefangen haben in den Jahrgängen so um die 50%. Die Differenz wurde aussortiert.

Lord Extra
22.01.2010 17:13
dem Leben ist mehr Inhalt


statt mehr Länge zu geben!

Gospod
21.02.2010 12:26
aber bitte nicht auf kosten unbeteiligter

das muss eine minimalanforderung an raucher sein, dass nur so geraucht wird, dass ubeteiligte nicht die verbrennungsrückstände einatmen müssen

Godesberg
22.01.2010 17:34

Und ihr Lebensinhalt besteht darin zu rauchen?

A Voice
23.01.2010 14:24
jaja

die "Geniesser" mit der Zigarre in ihrem SUV

Godesberg
23.01.2010 16:51

Ich versuche grade auszurechnen was von beidem mehr Feinstaub verursacht. Bei einer Zigarette würde ich großzügig sein und in etwa von der gleichen Menge ausgehen, aber zu Zigarren hab ich leider gar keine Daten gefunden...

A Voice
25.01.2010 10:46
Interessante

Frage, ob in dem Auto mehr Feinstaub ist als ausserhalb ... ich denke, in. Eine Zigarre hat ja viel mehr brennbares Material als so ein Zigaretterl.

Godesberg
25.01.2010 11:01

Eine einzige Zigarette die man ohne Lüftung in einem Auto raucht verursacht Feinstaub-Gehalte von über 2000µg/m³.

baroli
25.01.2010 11:10

Und was hat sie das zu interessieren ?
Wollens mir jetzt in meinem Auto auch noch das Rauchen verbieten ?

Godesberg
25.01.2010 13:29

1. Sie haben sich zuvor nicht an dieser Diskussion beteiligt. Wie kommen Sie darauf dass ich Sie meine? Paranoia?

2. Ich habe lediglich eine Information gegeben. Was Sie daraus machen ist mir egal.

3. Ich möchte weiterhin nur das rauchen in geschlossenen, öffentlichen Räumen verboten wissen, da es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dass man den Anderen im öffentlichen Zusammenleben nicht schädigt.

baroli
25.01.2010 13:37

Auch wenn sie mich nicht meinen, darf ich mich wohl einmischen.
Was treibt sie an, zu glauben, dauernd Informationen geben zu müssen, wenn es sie gar nicht interessiert, was die Leute draus machen ?
Sind sie doch kein Menschenfreund, sondern nur ein Wichtigmacher ?
Wenn nicht, bleibt nur bezahlter Propagandist von wem auch immer.
Wo schädigt man einen anderen, wenn man in abgetrennten Bereichen oder in Raucherlokalen raucht ?
Was sie wollen ist übrigens genauso unwichtig, wie das, was ich will.

Godesberg
25.01.2010 16:56

"Auch wenn sie mich nicht meinen, darf ich mich wohl einmischen."

Meinetwegen, solange Sie sich nicht direkt von mir angesprochen fühlen, obwohl Sie vorher keinen Pieps gesagt haben.

"Was treibt sie an, zu glauben, dauernd Informationen geben zu müssen, wenn es sie gar nicht interessiert, was die Leute draus machen?"

Diesmal habe ich Sie direkt angesprochen, kenntlich am "Sie".

Auf die "Raucherlokal"-Diskussion habe ich keine große Lust. Die hat sich eh demnächst in jedem zivilisiertem Land erledigt.

baroli
23.01.2010 15:19
Neidig ?

A Voice
25.01.2010 10:45
Auf was?

Die Zigarre oder den SUV?


Na, unbedingt! Ich denke Tag und Nacht an NICHTS anderes.

Caroline P.
 
25.01.2010 17:12
Sie wissen ja, bei der Zigarre und ihrer fetten

SUV-Kiste, mit der sie auf dem Ring in zweiter Spur ganz lässig die Fiaker überholen, hört sich bei den meisten Best-Agers der Spaß auf...:-)

baroli
25.01.2010 11:11

Anscheinend, sonst bräuchten sie sich ja nicht drüber lustig zu machen.

gelolepsie
22.01.2010 13:04
....

und eine weitere möglichkeit für unsere lieben rauchfeinde bevormundende postings zu verfassen...:)

..ich warte ja schon drauf, dass irgendwer das telefonieren mit dem handy als schwer gesundheitsschädlich identifiziert....die diskussion wird dann auch spannend..;)

...frohes sudern.:!

Godesberg
22.01.2010 13:39

Die Handy-Diskussion gab es schon. Da wurde mit wissenschaftlichen Mitteln ziemlich schnell belegt, dass bei Normalgebrauch keine Gefahr besteht.

Wie ist das eigentlich bei anderen Themen. Ist es Bevormundung wenn ich keinen FCKW-Kühlschrank kaufen kann? Oder mein Haus nicht so nahe an die Grundstücksgrenze setzen darf, dass ich meinem Nachbar in die Küche gucken kann? Oder dass ich im Ort nicht schneller als 50 fahren darf?

gelolepsie
22.01.2010 14:13
...

wie das bei anderen themen ist interessiert mich nicht....fakt ist, das nicht x% österreicher süchtig nach fckw sind sondern nach nikotin... und nachdem die raucherdebatte leider weit über die wirtedebatte hinausgeschossen ist, habe ich in mehreren diskussionen erfahren müssen, dass die allgemeine diskriminierung der raucher immer weiter voranschreitet...es werden schon forderungen nach einem rauchverbot im eigenen kfz laut....ja, da hört sich das verständnis für den nichtraucherschutz bei mir auf.....ich versteh ja das die gesellschaft immer ein feindbild benötigt, dass das jetzt die raucher sind ist halt mein pech..aber...das rauchen aufzugeben bleibt mit sicherheit meine entscheidung und nicht die anderer...

Godesberg
22.01.2010 15:49

Da sehen Sie mal wie gut sie es mit mir haben! Ich möchte nur dass in Gaststätten nicht geraucht wird.

Aber selbst das halten Raucher ja schon für "militant".

Caroline P.
 
23.01.2010 20:15
Militante Raucher sind wie militante Impfgegner.

Meine zugegebenermaßen unwissenschaftliche anekdotische Evidenz aus der Beobachtung unzähliger Forumsdebatten.
Beide Gruppen ignorieren beharrlich die wissenschaftlichen Fakten, beide stricken gerne Verschwörungstheorien und beklagen staatliche Bevormundung, beide fühlen sich als mutige Widerständler im Kampf gegen das Böse und mit keinem von beiden gelingt ein rationaler Diskurs.
Mit den Rauchern meist nicht, weil fortschreitende Sucht einen Tunnelblick und zunehmende ethische Verwahrlosung (sprich Rücksichtslosigkeit) mit sich bringt, und mit den Impfgegnern nicht, weil die meiner Erfahrung nach extrem häufig irrationalen Weltbildern respektive Gurus (Rudolf Steiner u.a.) anhängen.

Godesberg
23.01.2010 21:11

Impfgegner sind schlimmer. Die sind völlig aus der Welt.
Militante Raucher sind ja meistens nur bei dem eigenen Thema vernagelt und ansonsten nicht unvernünftig.

Impfgegner haben da mehr drauf. Da ist die Impfgegnerei je meistens nur ein Teil der Medizin- und Wissenschaftsfeindlichkeit und nicht der Hauptzweck.

Schauen Sie sich mein Lieblingsstudienobjekt presonic/contains sugar an. Die verteidigt sogar die Germanische Neue Medizin von Hamer, solange es nur gegen die etablierte wissenschaftliche Medizin geht.

Pappi Rossi
06.02.2010 17:11
Warst schon impfen?

Du bist ja besonders gefährdet..
Schweinegrippe etc

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