Initiative gegen verdreckte Meere

20. Jänner 2010 16:44
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    Foto: derstandard.at/ham

    Davon träumen alle ...

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    ... aber die Realität sieht viel zu oft ganz anders aus.

Eine Gruppe Taucher hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermüllte Riffe und Stände zu dokumentieren und zu reinigen. Mitmachen kann - und soll - jeder

Tauchen ist eine der schönsten Sportarten die es gibt, am Strand in der Sonne liegen ebenfalls. Genießen lässt sich beides vor allem dann, wenn diese Aktivitäten in sauberer Umgebung statt finden. Abgesehen vom Freizeitwert, sind saubere Strände und Riffe aber auch überlebenswichtig für die dort beheimateten Tiere und Pflanzen. Leider nimmt die Verschmutzung der Meere durch Müll, vor allem durch Kunststoffabfälle, weiter zu.

Weg mit dem Dreck!

Eine neue Initiative hat sich genau dieser Problematik angenommen und will dafür sorgen, dass Riffe und Stände sauber bleiben bzw. in vielen Fällen erst einmal gereinigt werden. Reef-Cleaning nennt sich das Projekt von Heinz Sander, das vor acht Wochen mit einer Homepage online gegangen ist. Sander hat es sich, gemeinsam mit drei Taucherkollegen, zur Aufgabe gemacht hat, Verschmutzungen in einem ersten Schritt zu dokumentieren und in weiterer Folge zu beseitigen. "Wenn wir die genauen Daten zu einem Strand oder Riff haben, wollen wir Kontakt zu ansässigen Tauchbasen, zur Regierung oder zu Hoteliers aufnehmen und mit deren Zusammenarbeit erreichen, dass die betreffenden Gebiete gereinigt werden", erklärt Sander die Pläne von Reef-Cleaning.

Weltweites Müllproblem

Sander ist ehemaliger Tauchlehrer und hat auf seinen zahlreichen Tauchgängen vor allem eines gelernt: "Es ist auf der ganzen Welt das gleiche Bild. Überall sind die Strände, Riffe und Meere von Müll verdreckt, wobei vor allem Plastik ein massives Problem darstellt". Hier nennt er in erster Linie Thailand, wo Tüten aus Kunststoff zunehmend Korallen und Riffbewohner gefährden. "Die Plastiktüten legen sich auf die Korallen, die dann absterben. Ein weiteres Problem ist, dass viele Fische, etwa junge Haie oder Napoleonfische, Plastik fressen oder zumindest anknabbern und dann daran verenden."

Verschmutzungs-Datenbank

Die vier Reef-Cleaning-Mitglieder nutzen ihre Tauchgänge unter anderem dazu, Müll zu beseitigen. Wie sie auf ihrer Homepage anmerken, können sie nicht überall gleichzeitig sein und sind daher auf die Hilfe von Urlaubern angewiesen. Es soll eine Datenbank über den Zustand der weltweiten Riffe und Strände aufgebaut werden, in weiterer Folge sollen dann Taucher und Helfer vor Ort damit beginnen, den Müll und die Verschmutzungen zu beseitigen. 'Jeder Taucher kann kleinere Müllmegen einsammeln und damit einen Beitrag für die Umwelt leisten', ist auf der Homepage nachzulesen. "Wie haben eben erst mit der Homepage begonnen und arbeiten auch immer noch daran. Daher gibt es noch die eine oder andere Informationslücke", erklärt Sander auf die Frage, ob eine Aufforderung dazu, Korallen von Müll zu befreien nicht eventuell sogar deren Zerstörung durch Amateurtaucher zur Folge haben könnte. 

Momentan handelt es sich noch um ein privates Projekt. "Bei der Menge an Müll die im Meer und an den Stränden vorhanden ist, ist das eigentlich ein Fulltime-Job", so Sander. Für die ferne Zukunft könnte er sich auch eine kommerzielle Nutzung vorstellen. Außerdem hat er Pläne für Schulungen von Einheimischen, um sie für die Wichtigkeit der Sauberhaltung ihrer Meere zu sensibilisieren.

Es wurden bereits erste Einträge gemacht und zwar zu Stränden in Thailand, Ägypten, Indonesien, Marokko und auf den Malediven. Es sollen aber noch viel mehr folgen, so dass ein weltumspannendes Netz an Daten und Dokumenten entsteht. Jeder kann - und soll - mithelfen, in dem er Fotos von Stränden oder Riffen mit genauer Angabe von Ort, Datum und Art der Verschmutzung beisteuert und dazu eine persönliche Bewertung des Verschmutzungsgrades von sehr stark (1) bis gering (3) abgibt. (ham/derStandard.at/20.01.2010)

Stelio Cotugno
 
21.01.2010 11:31
Unterstützenswert !

Auf alle Fälle ! Aber jetzt brauch ma nur jemanden der den riesigen Müll/Plastikstrudel auf dem Ozean wegräumt was ja sowieso einer Sisyphus - Arbeit nachkommt denn solange das Müllproblem nicht an der Wurzel gepackt wird, Industrie, Verbraucher, verrottende Verpackung (gäbs ja alles schon) ist das alles nur ein tropfen auf dem heißen stein.

Heinz Sander
22.01.2010 06:24
ein Tropfen auf den heissen Stein?

Das würde ich nicht sagen und so auch nicht sehen, weil das der Weg in die Gleichgültigkeit wäre.
Stelio, bist Du Taucher?Jeder der schon einiges an Tauchgängen absolviert hat,weiß wie faszinierend die Unterwasserwelt sein kann.Da passt und gehört nicht ein Plastikbecher hin! Jedes Stückchen Müll was entfernt wird ist eigentlich ein,sagen wir,ein Stück Gold wert und kein Tropfen auf den besagten heissen Stein!
Wer noch fragen oder ähnliches hat,ich schaue täglich rein und beantworte sie.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Sander/reef-cleaning

caranx
22.01.2010 09:01
"Initiative gegen verdreckte Meere"

Lieber Heinz,
die Überschrift klingt für mich, entschuldige, gigantomanisch.

Was Du im Endeffekt tust ist, Deine Riffe für Deine Kundschaft optisch attraktiv zu halten.Nicht mehr und nicht weniger. Dasselbe was die Hotels tun, wenn sie um 6 Uhr früh vor dem ersten Gast ihren Strand säubern: Eine Illusion kreieren.

Du weisst genauso gut wie ich, wie ein "Naturstrand" aussieht, nämlich so wie im Bild oben.
Es ist nun vollkommen begrüssenswert was Du machst.
Aber Du zeigst mit der Formulierung "Pläne für Schulungen von Einheimischen" dass Du weisst, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Traust Du Dir zu, das gegenwärtige asiatische Lebensgefühl Konsum-Plastik-Einweg- Exundhopp zu ändern?
Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg, ehrlich.

Heinz Sander
22.01.2010 10:13
Exundhop und weg

Hallo caranx,
nein so einfach geht es nun nicht!Ein Anfang..vielleicht?
Vielleicht auch nicht!Ist es nicht einen Versuch wert?
Es ist nicht das Zutrauen caranx, es ist das nicht Wegschauen und resignieren,nur weil es aussichtslos erscheint und schon im Keim zu ersticken droht.
Es gibt nicht viele Hoteliers die Ihr Personal den Strand reinigen lassen, das wäre schon ein mächtiger Tropfen auf den heissen Stein,wenn wir das hinbekommen.Die Tauchbasen werden um Unterstützung gebeten, Taucher selbst sind auch aktiv und nehmen kleinere Dinge mit die nicht ins Wasser gehören.Wir haben so die Möglichkeit vielleicht einhalt zu gebieten , und wenn auch nicht die komplette Befreiung vom Müll.
Die Mühlen mahlen langsam....

caranx
22.01.2010 13:28
Ja, vorwärts

lass Dich durch Kleingeister wie mich nicht irritieren.
Wünsch Dir echt viel Erfolg.
Gib vielleicht Deine Website bekannt.

Lorenz Sommer
21.01.2010 04:31
Hilfe?

Joh auf jeden fall Unterstützungswert.Ein nicht ganz einfach zu lösendes Problem.Die Hoteliers und Tauchbasen sollten auf diese Initiative aufmerksam werden oder gemacht werden.Man findet auch einen Kurzbericht auf der Unterwasser im Netz.
Unterstützt!

Loggo
21.01.2010 13:08
Praktische Aufgabe fuer die...

Pruefung zum Tauchschein:

2 Kilo Muell aus bis zu 12m Tiefe rauftauchen

Advanced Diver:
5 Kilo Muell aus bis zu 23m Tiefe rauftauchen

nofretete69
 
20.01.2010 18:10

unterstützenswert !
machen wir schon seit wir mit dem tauchen begonnen haben ! aber öffentlichkeit ist gut !

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