Paradox

Australien exportiert Dromedare nach Saudi-Arabien

20. Jänner 2010 12:51

Tierfreunde suchen saudische Geschäftsleute, die den Tieren in ihrem alten Verbreitungsgebiet Asyl bieten können

Dschidda - Es ist schon paradox: In ihrem Ursprungsgebiet Nordafrika und Südwestasien sind Dromedare heute noch weit verbreitet - aber nur als Haustiere in mehr oder weniger freier Haltung; wirklich wildlebende Tiere gibt es in der ganzen Region fast keine mehr. In Australien hingegen, wo Dromedare im 19. Jahrhundert als wüstentaugliches "Transportmittel" importiert wurden, verwilderten die in der Ära der Motorisierung nicht mehr gebrauchten Tiere und schwollen im 20. Jahrhundert mangels natürlicher Feinde zu einer gewaltigen Population an.

Über eine Million Tiere leben mittlerweile im Outback, pro Jahr nimmt der Gesamtbestand um etwa zehn Prozent zu. Einzelne Herden, die jeweils tausende Tiere umfassen können, werden immer wieder als Plage wahrgenommen. Maßnahmen sind aber ausgesprochen unpopulär: Erst im vergangenen Dezember hatten Scharfschützen im Norden Australiens tausende Dromedare abgeschossen, nachdem sich die Bewohner eines Dorfes von der Herde belagert gefühlt hatten. Was auch im Ausland auf große Aufmerksamkeit stieß: In Saudi-Arabien etwa, wo das Dromedar in den vergangenen Jahrhunderten als Reittier und Milchlieferant große Bedeutung hatte und teilweise immer noch hat, löste diese Nachricht Empörung aus.

Eine Gruppe saudischer Tierfreunde hat deshalb jetzt reiche Geschäftsleute aufgerufen Geld zu spenden, um australische Dromedare nach Saudi-Arabien zu bringen. "Ich habe bereits mehr als 80 Kamele, aber ich bin durchaus bereit, noch einmal so viele aus Australien aufzunehmen", zitierte die Zeitung "Arab News" am Mittwoch einen Saudi. Angesichts der Gesamtzahlen wird diese Initiative aber wohl ein Tropfen auf den heißen Stein bleiben. (red/APA)

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füllhornkäfer
24.02.2010 15:26

Das ist tatsächlich wie Eulen nach Athen tragen.

hamstertier
21.01.2010 13:45
mah, kaum gibt es einen artikel über tiere, egal welche

und das forum ist voll mit leuten, die sich irre cool vorkommen, wenn sie posten, wie gern sie selbige auffressen wollen.
öd.

Christiane Godehardt
03.02.2010 08:17
Es fehlt Empathie und Intelligenz....

bei so vielen "Kommentatoren" ,welche besser bei "trivial-Internetseiten "ihre efantilen Meinungen abgeben sollten!...dass ich mich ausgesprochen freue ,über Ihren BEMERK.Danke

Waschbären in der Trockenreinigung
21.01.2010 16:23

Ausnahme: ein Standard-Artikel würde den Verzehr von Kamelfleisch positiv empfehlen, dann würden auf einmal alle wissen, wie schädlich das ist ;-)

hamstertier
21.01.2010 19:15
an waschbären

na dann lesen's mal die artikel vom fiedler(?-o.ä.), seines zeichens restaurant-essens-tester vom standard. der spinner frißt auch alles, wovor einem normalen menschen graust und erntet dafür applaus von den anderen spinnern ;-)

finedupine
21.01.2010 09:41
Gebackenes Kamel (mit Füllung) von T.C. Boyle aus Wassermusik

Für ca. 400 Personen:

4 Trappen, gereinigt und gerupft
500 Datteln
200 Regenpfeifeneier
20 Karpfen (Zweipfünder)
2 Schafe
1 großes Kamel
div. Gewürze

Man grabe ein Feuerloch. Flammenmeer auf eine ca. 1 m tiefe Lage glühender Kohlen hinunterbrennen lassen. Die Eier separat hartkochen. Die geschuppten Karpfen sodann mit geschälten Eiern und den Datteln füllen. Die fein gewürzten Trappen mit den gefüllten Karpfen füllen. Schafe mit den gefüllten Trappen füllen, sodann Kamel mit den gefüllten Schafen füllen. Das Kamel kurz ansengen, dann mit Doumpalmenblättern umwickeln und in der Glut vergraben. Zwei Tage lang backen.

Julian Bashir
21.01.2010 22:01
Ich hab jetzt Hunger.

Michael Jack Dundee
 
21.01.2010 15:13

Der Ort mit dem Walkabout Creek Hotel hat nur 20 Einwohner.

kiwi10
20.01.2010 21:09

die Aussies könnten eigentlich alle ihre Problemtiere ins Ausland verkaufen um dann die eigenen Tierwelt mit dem erwirtschafteten Geldern zu schützen

Christiane Godehardt
03.02.2010 08:40

..die Australier hätten 1908 diese Lebewesen nicht ins Land holen sollen....um sich jetzt mit der Ausrottung! dieser unliebsamen "Ein-Siedler" u.a. Tierfreundläuse in den Pelz zu setzten.Was würde dieses Australien veranstalten mit einer zu großen Population von Einwanderern-Touristen und "Dauerparkern"...?

Michael Jack Dundee
 
21.01.2010 15:13

7,6 Millionen km² durchkämmen ist schon langwierig.

no left child behind
20.01.2010 19:27
eine million

könnte man viele, viele experimente damit machen.

in sand einbuddeln und ...

greiliz
20.01.2010 18:47
Kamel Steak

Interessant wäre es schon, wie ein Kamel Steak schmeckt :-)

hcl
22.01.2010 09:54

Schmeckt genausogut wie Dromedar, aber der Vorteil ist, daß es zwei Höcker hat!

h 90
20.01.2010 19:51

koennte mir vorstellen, dass es langfasrig und zaeh ist.
Aber statt Pferdeleberkaes?
von den jungen kann man sicher Schnitzerl machen.
Fleischlaberl"
Wurst?

natoll
21.01.2010 10:13

nein, zäh ist es nicht, zumindest nicht das, das man häufig bekommt (jungtiere). der vergleich mit rind ist nicht falsch, aber entgegen der meinung vieler find ich es milder als rindfleisch und nicht mit so einem merkwürdigen nachgeschmack wie känguru.

die australier sind genauso merkwürdig wie wir. obwohl die tiere besser als proteinquelle in australien geeignet wären, züchtens mit viel aufwand (obwohl ihnen eh das wasser schon ausgeht) ihre rinder.

Michael Jack Dundee
 
21.01.2010 15:15

Das Problem ist nur, wie sind die Dromedare im Land verteilt, wie die Rinder und wie die Menschen. Bingo: 56% aller Aussies wohnen in fünf Städten, dort gibt es aber keine Dromedare, die sind selbst weit weg von den Outbackdörfern.

Gerhard Eigner
21.01.2010 13:16
wie oft essen Sie dromedar ?

Zinnmo
 
20.01.2010 22:27

Junge Kamele sind sicher nicht zäher als Kälber.

h 90
21.01.2010 02:49

klingt gut....Kamelwiener.....

Peter Widzky
21.01.2010 09:39
eher ein brisbaneschnitzel...

Michael Jack Dundee
 
21.01.2010 15:17
um es geografisch udn sprachlich richtig zu nennen

Yuleba Schnitzel

Freiheitsliebender
22.01.2010 13:17

Wenn ich fragen darf: Leben sie in Australien?

Wenn ich mir ihre ganzen Posts so durchlese, scheint es als wären sie ziemlich gut informiert über die Fauna Australiens.

Lg

boots of spanish leather
20.01.2010 14:59
vielleicht

koennte man in australien loewen und tiger ansiedeln - vielleicht funktioniert das besser als mit den kroeten damals ;-)

Michael Jack Dundee
 
21.01.2010 15:18

Mit so ähnlichen Experimenten wollte man die Kaninchenplage beenden und hat den Bilby fast zur Ausrottung gebracht, die Kaninchenbestände blieben oben.

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