Kurzfristiges Gesundschrumpfen

19. Jänner 2010, 11:28
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    foto: pixelio.de/barnebeck

    Kleine und leichte Autos sind besonders umweltfreundlich.

Kleine Autos sind die beste Form der Abgasreduktion - Oxford-Bericht fordert Umdenken der Konsumenten

Oxford - Das Umsteigen auf kleine und leichte Autos für den Privatverkehr ist kurzfristig die beste Form, um die Abgase zu senken. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Oxforder Smith School of Enterprise and Environment in einem aktuellen Bericht zur Zukunft der Straßenmobilität. "Abgase können am besten verringert werden, wenn man die derzeit erhältlichen Technologien weiter verbessert und sich gleichzeitig die Nutzergewohnheiten drastisch ändern", fasst Studienautor Oliver Inderwildi zusammen.

Grundlage dieses Vorschlags ist die Weiterführung der bisher üblichen Benzin- und Dieselmotoren. Elektro- und Hybridfahrzeugen sind laut Ansicht der Forscher noch zu wenig ausgereift für die Massentauglichkeit. "Wir sollten im nächsten Jahrzehnt nicht auf Elektro- oder Hybridautos der Hersteller warten, da diese einstweilen eine Nische bleiben werden. Einerseits verfügen die Batterien nur über eine beschränkte Lebensdauer, andererseits ist das in den Katalysatoren der Wasserstoff-Autos notwendige Platin zu teuer", so der Bericht.

Elektrofahrzeuge: Batterieentwicklung entscheidet

Seitens der Vertreter der Elektrofahrzeug-Hersteller sieht man die Situation allerdings anders. "Ähnlich wie sich Mobiltelefone rasch von monströsen zu kleinen, mit zahlreichen Funktionen versehenen Geräten entwickelt haben, ist es auch für die Batterien der Elektroautos zu erwarten", so Patrick Zankl, Geschäftsführer des Elektrofahrzeug-Institut GmbH. Erhebliche Fortschritte in der Batterieentwicklung seien bereits im Zeitraum von drei Jahren zu erwarten.

Schon heute würde die Leistung der Elektrofahrzeuge für den Nah- und Pendelverkehr völlig ausreichen. "Über 80 Prozent der PKW-Individualnutzung sind Pendelfahrten. Für eine große Zielgruppe könnten Elektroautos daher Erstfahrzeuge darstellen, während für die Verwendung durch Berufsfahrer oder bei Urlaubsreisen noch weitere Entwicklung nötig ist", so Zankl. In seiner Forderung nach stärkerer Förderung des öffentlichen Pendlerverkehrs stimmt Zankl mit dem britischen Bericht überein. "Bei dreimal Umsteigen spielt der Faktor Zeit eine zu wichtige Rolle. Es braucht ein vernünftiges Angebot, damit die Individualmobilität gesenkt werden kann."

Mehr Steuern für große Autos

Als dringende Maßnahmen sieht der Bericht den Ausbau der Fuß- und Radwege sowie der Hochgeschwindigkeitszüge, durch die man erst eine Konkurrenz zu Kurzflügen schaffen könne. Finanzieren könne man diese Vorschläge, indem nicht effiziente Fahrzeuge höher besteuert werden. "Erst wenn die Kunden sich entscheiden, nicht mehr die größeren, schwereren Autos mit höheren Abgaswerten zu kaufen, werden sich die Hersteller auf kleinere Autos konzentrieren", so Studienautor Inderwildi. (pte)

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Dimple
02
22.1.2010, 11:39
Das stimmt nur

wenn man annimmt, daß man für jegliche Verwendung ein eigenes Auto hat.

Wenn man jedoch nur ein Familienauto hat, daß für gelegentliche (nicht tägliche) Fahrten allein ins Büro, fürs Einkaufen, für Urlaube zu viert oder fünft, für Übersiedelungen usw. taugen muß, wird man nicht viel unter der Opel Astra Kombi-Größe ankommen.

Es ist nicht dieses oder jenes Auto schlecht, sondern die Verwendung muß intelligent erfolgen (ein Ferrari mit 25L/100km ist umweltfreundlicher als ein Polo, wenn der Ferrari 3000 km im Jahr gefahren wird und 30 Jahr hält, der Polo aber 25.000 km und nach 15 Jahren hin ist).

lg
Dimple

Elwood Blues
00
21.1.2010, 09:41

Wer zahlt solche Studien eigentlich? Die Erkenntnis, dass der Verbrauch von Fahrzeuggewicht und Nutzergewohnheiten beeinflusst wird ist ja nicht gerade neu.

the future is bright
00
20.1.2010, 17:42
nur eine Bitte:

keine Fotos vom Smart nehmen, wenn es um sparsame "Autos" geht. Smart ist nicht sparsam
http://www.smart-forum.de/modules.p... opic=84424
und auch kein Auto.

luke skywalker
11
20.1.2010, 17:31
Die meisten Kleinwagen sind billig


aber nicht sparsam.

Billigbenziner mit veralteter Technolgie die nichts kosten dürfen.

Jeder Mittelklasse-Diesel (und gute Benziner bringen auch schon erstaunliche Verbräuche) steckt die in Punkto Verbrauch in die Tasche - bei deutlich besseren Fahrleistungen.

Wenn schon klein, dann auch sparsam damit die Wägelchen einen Sinn auch haben.

salaam aleikum
00
28.3.2010, 21:49
Genau...

...und weil eben diese billigsdorfer relativ gut verkauft werden in dem logischen Kurzschluss "ich brauch ja net mehr und spar dabei" handeln wir uns das eigentliche Problem ein - die Menge an nicht wirklich sauberen, nicht wirklich sparsamen, nicht wirklich guten und nicht wirklich sinnvoll nutzbaren Ressourcenfressern, die dann eh nur 800km im Jahr fahren und den Rest der Zeit die Parkplätzer für 2-3 Wochen (zumeist auch noch extra dämlich) verstellen.

In wahrheit müßten alle dasselbe (viel) zahlen, weil wir dann eben die, die nix fahren (müssen; oder wg Preis nicht können) los wären und damit auf einen Schlag die meisten Probleme.

Pfeiff auf Sozial - privates Autofahren ist ja das Urmodell des Gegenteils davon...

H. K.
20
19.1.2010, 17:54
Höher besteuern ...

... wird nicht viel bringen!
Leute, die sich einen Riesen-SUV um 100.000,- Euro kaufen, interessiert die höhere Besteuerung in der Regel genau Nüsse.
Wenn man diese unnötigen Kraxn schon nicht verbieten kann, müsste man den Besitz so "unangenehm" wie möglich machen: Fahrverbote in Innenstädten, Gewichtsbeschränkungen, Parkplätze kleiner machen ... ;-)

der Internetdrecksack
00
19.1.2010, 15:34

Null problemo! Große Autos sind für den Durchschnittsösterreicher eh nicht zu leisten.

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