E-Books

Apple-Tablet als Kindle-Killer?

19. Jänner 2010, 11:24

E-Book-Partnerschaft mit HarperCollins geplant

Apple hat für den 27. Januar zur Vorstellung seines neuesten Produkts geladen. Während der Konzern gewohnt geheimnistuerisch keine Details preisgibt, erwartet die Grüchteküche einen Apple-Tablet. Dieses könnte sich als Frontalangriff auf Amazons E-Reader Kindle entpuppen. Denn Apple plant eine Zusammenarbeit mit dem Buchverlag HarperCollins, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insiderquellen.

Davon, dass das in diversen Spekulationen schon als iTable, iSlate oder iPad bezeichnete Apple-Tablet mit einem Touchscreen aufwarten wird, ist wohl auszugehen. Darüber hinaus wird wild spekuliert. War noch in der Vorwoche ein Zehn-Zoll-Gerät der Favorit, gibt es aktuell Stimmen, die eher ein Sieben-Zoll-OLED-Display erwarten.

Tablet für aufgewertete E-Books

Laut HarperCollins-CEO Brian Murray könnten E-Books, die durch Videos, Interviews mit Autoren und Social-Networking-Apps ergänzt werden, höhere Preise erzielen als die bisherigen elektronischen Buchversionen. Einer Schätzung zufolge sei es denkbar, bei aufgewerteten E-Books Neuerscheinungen um 15 bis 20 Dollar zu verkaufen statt um zehn Dollar, wie es aktuell bei neuen Bestsellern der Fall ist.

Dass ein Touch-Tablet mit Farbdisplay zur Präsentation aufgewerteter E-Books attraktiver wäre als ein monochromatisches E-Paper-Display, ist einleuchtend. Interessant ist in diesem Zusammenhang jedenfalls, dass bereits im Oktober 2009 ein Analyst prophezeit hatte, dass das Apple-Tablet mit eben diesem Vorteil ein Angriff auf Amazons Kindle DX werden könnte . Der Vertrieb der Bücher könnte entweder wie schon damals spekuliert über iTunes oder aber über einen eigens eingerichteten Store erfolgen.

Spezifikations-Spekulationen

Was die möglichen Spezifikationen des Apple-Tablets betrifft, gibt es unterschiedliche Meinungen. Jüngst kursierten Gerüchte, dass Apple den Markt für Zehn-Zoll-Touchscreens praktisch leergekauft habe. Doch Aaron Vronko, CEO des Gerätereparutur- und Aufwertungsservices Rapid Repair, hat gegenüber eWeek die Vermutung geäußert, dass eher mit einem Sieben-Zoll-Modell zu rechnen sei.

Diese kompakte Variante könnte demnach auf OLEDs als Display-Technologie setzen, was deutlich energiesparender als LCDs wäre. "Mit einem OLED-Display wäre ein Akku möglich, der halb so groß ist wie bei einem Netbook und doch für zehn und mehr Stunden Video-Wiedergabe reicht", sagt Vronko. Während Sieben-Zoll-OLED-Panelen bereits verfügbar seien, kämen sie im Zehn-Zoll-Format erst im Jahresverlauf auf den Markt. Apple werde also entweder nur ein Sieben-Zoll-Gerät vorstellen oder aber für das Zehn-Zoll-Modell eine andere Display-Technologie nutzen. (pte)

 

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23 Postings
Gsi Berger
00
20.1.2010, 16:59
7" wären mir wesentlich lieber als 10",

aber mich fragt man ja nicht ...

So ein taschenbuchgroßes Ding wär handlich, öffi-tauglich, und die Lesefläche groß genug.
Ich lese - trotz Schasaugen - ja einiges auf dem iPhone, in Einzelfällen auch ganze Bücher, und finde es erstaunlich gut (Stanza und Instapaper sind für mich Super-Apps) Für ganze Bücher, und lange Texte wäre ein größeres Display aber schon besser.

Von der Nutzerfreundlichkeit und Optik her wäre mir eine iPhone-artige Bedienung am liebsten und damit der Kindle trotz ePaper und langer Akkulaufzeit abgehakt - zu groß und zu häßlich.

IanG
01
20.1.2010, 14:23
ebook reader

also ich verwende seit einigen monaten einen kindle. die verwendete technologie e-ink ist einfach die momentan beste elektronische nachbildung von echtem papier. der kindle ist softwaremäßig nicht im geringsten mit modernen geräten wie iphone und co zu vergleichen.
das lesen ist genau so angenehm wie bei einem echten buch, es gibt keine hintergrundbeleuchtung oder sowas, die buchseite erinnert am ehesten an umweltpapier ist blinkwinkelunabhängig und auch in der sonne gut lesbar.
ich weiß nicht wie ein tablet pc (oder mac), mit hintergrundbeleuchtung und lcd oder oled da mithalten will...

klausenpown
01
20.1.2010, 13:25

Kindle Killer?

Das folgende Gerät ist bei sachgemäßer Anwendung sowohl Kindle als auch iPhone und iSlate Killer in einem:

http://tinyurl.com/ycbawgz

Godmode
00
20.1.2010, 09:36
Yellow-Press alias Standard..?

Die Tatsache, dass der Event in 7 Tagen ist, bedeutet übrigens dass der Standard nur mehr 7 Spekulationsartikel schreiben kann.

Ein realistischer Versuch: http://blog.daver.at/?p=413

aceFruchtsaft
02
20.1.2010, 10:30

Wer sagt denn, dass man sich im Endspurt auf nur einen Artikel pro Tag beschränkt? Ich denke da ist durchaus mehr Potenzial drin... ;)

der Bastard, der dich nachhause bringt
00
21.1.2010, 23:52

hab ich mir auch gedacht!

Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte
 
00
20.1.2010, 09:22
"Apple-Tablet als Kindle-Killer?"

Immer diese Killer-Journalisten!!!

angehender Medientechniker
 
00
19.1.2010, 17:38
Google-Killer, iPhone-Killer, "App Store"-Killer, etc. pp.

Diese Killer-Artikel verlieren langsam den Reiz. Genau wie die "IT-Fachkräftemangel"- und "Jahr des"-Artikel

peletiah
01
20.1.2010, 09:06

Hab mir den Artikel gar nicht mehr durchgelesen, wollt nur kommentieren was der Vorposter bereits ausgefuehrt hat. Wie kann man eigentlich so peinlich unkreativ sein liebe Redaktion?

der akgmikrophonputzer
00
19.1.2010, 20:41
jawohl! -

Volle Zustimmung!
Seit etwa sieben jahren - mit dem start der "ipod-killer" ist das sowas von ausgelutscht, dass sie nicht zu ertragen sind, diese "killer-artikel".

Demaskiert m.E. die "news"-industrie.

(... gleich wie man den peterweh auch mal in rente schicken sollte - oder ihm eine neue perspektive, einen neuen job, und er sich eine neue gemütslage besorgen könnte).

Gsi Berger
00
20.1.2010, 17:01
immer ihr mit euren Killerphrasen!

qu3ntin
00
19.1.2010, 11:56

ich gar nicht glauben dass mich ebooks immer noch so kalt lassen. normalerweise taugt mir doch sonst jeder neue technische quatsch.

vielleicht liegts aber auch nur daran dass aus meiner sicht ebooks NUR nachteile haben: die nicht vorhandene weitergabe möglichkeit ( digitaler content GEHÖRT einem ja nicht, man darf ihn ja nur gnädigerweise nutzen), die mangelnde strand/schmutz fähigkeit. das nicht vorhandene papiergefühl. "out of battery".

dann noch dinge wie die möglichkeit des anbieters bereits gekauften inhalt wieder löschen zu können. dann die zensur der angebotenen inhalte (die ja apple besonders dreist ausübt).

ebooks sind für mich nur für aktuellen content ( news ) interessant, aber den kann ich auch mit smartphones lesen.

aceFruchtsaft
00
20.1.2010, 08:42

Sehe ich auch so. Der einzige Vorteil ist tatsächlich die Suchfunktion, die wiederum für Belletristik nicht so wichtig ist.

Für Lehrbücher, wo man das am ehesten braucht, ist der Formfaktor des ebook-Readers wiederum gänzlich ungeeignet (und für Belletristik sowieso, denn alles was nicht öffi-tauglich ist, hat schon mal versagt).

Elef
00
19.1.2010, 13:53
Mir würde einfallen...

- Suchfunktion
- Viele Bücher -> wenig Gewicht
- Evtl. Möglichkeit von Text to Speech
- Errata könnten durch Updates direkt eingearbeitet werden
- Man könnte direkt bei einem unklaren Kapitel eine Leserdiskussion starten
- Zeitschriften und Magazine werden automatisch auf den Tablet geladen, wenn ich ein Abo habe...

qu3ntin
00
19.1.2010, 14:00

hast du natürlich bei allen punkten vollkommen recht.

jedoch hat der mangel all dieser features trotzdem den siegeszug des buchs nicht aufgehalten.

wobei ich hier lediglich das suchen als für mich interessant ansehe - bei sachbüchern auch die updates ( wobei man ja davon ausgehen kann dass vor allem größere aktualisierungen nicht gratis wären).

vielleicht wäre auch interessant zu berechnen welches medium energietechnisch besser abschneidet ( ich könnte mir vorstellen, dass das gar nicht so klar zugunsten des buchs ausgehen könnte).

hp12c
00
19.1.2010, 13:02
das geht mir ähnlich

ich wollte mir eigentlich gleich ein kindle, oder nook kaufen, weil ich auch ein bisserl ein gadget freak bin - geld spielt bei mir nicht so die große rolle, ich muss also nicht lange überlegen ob ichs mir leisten kann - um es mal so auszudrücken, aber trotzdem, ich hab mich dann echt dazu entschlossen, das teil definitiv nicht zu kaufen... weils einfach relativ sinnlos für MICH persönlich ist...

die Zielgruppe momentaner ebook reader ist viel kleiner als es amazon und co erwartet hatten...

- ich nutze amazon kindle auf meinem iphone, das ich ja sowieso mithabe... aber buch-feeling kommt da immer noch nicht auf. wäre mit einem kindle aber nicht anders...

die neuen techs mit 3mm farbig biegbarem e-ink papier ist da schon eher mein fall

hp12c
05
19.1.2010, 11:39
Als ausgewiesener Apple User...

bin ich es saumäßig leid, jeden Tag Gerüchte zu hören...

nicht nur über Apple - aber besonders auch darüber bei der Masse an pseudo Informationen, die uns vom Standard "präsentiert" wird über Sachen die es nichtmal offiziell gibt, und das alles was neu herauskommt irgend ein Killer ist... 20 Gadgets wurden als Iphone Killer gehandelt - verkauft wird das arme Ding immer noch, jetzt ist ein noch nicht vorhandenes Ding ein Killer eines Dings das man bei uns noch nichtmal kaufen kann, aber auf der anderen Seite des großen Teichs wenigstens schon halbwegs verkauft wurde - aber da gibts NOCH nix zu killlen, NOCH ist das immer NOCH ein Nischenprodukt...

dschango
04
19.1.2010, 11:33
$ 20,-?

Um das Geld bekommt man bereits die Taschenbuch-Ausgabe. Die man - nur so nebenbei - tauschen, weiterverkaufen, herschenken.... kann.

Elef
00
19.1.2010, 13:53
Derselbe Schmäh wie bei DVDs...

Ein Interview mit dem Autor dazupacken und mehr Geld verlangen...

Arkady
00
19.1.2010, 22:52
Der Artikel behauptet ja auch nicht...

... dass es Verlag nicht um so was ähnliches wie Betrug ginge. (Und dass es das schon tut, kann der Schreiber schwer sagen, wenn er nicht morgen am AMS und vor Gericht stehen will.)

Noch dazu, wenn das womöglich über iTunes mit Apples DRM (Digital Restrictions Management) verkauft wird statt als wenigstens beliebig nutzbare Datei...

Armin Breuer
00
19.1.2010, 17:21

Für den einen a "Schmäh", für den anderen ein sehr guter, echter Mehrwert.

aceFruchtsaft
00
20.1.2010, 08:38

Tatsächlich?

Es wird sich erst zeigen, wie viele Leser das wirklich interessiert. Mich interessiert's jedenfalls Null, und ich hab einige hundert Bücher Zuhause, lese laufend etwas. Scheint mir eher so, dass man mit möglichst geringem Aufwand den Preis verdoppeln will.

Ich erwarte dass die mit dieser Strategie auf die Nase fallen.

Gsi Berger
00
20.1.2010, 16:49

Ich habe eher tausend Bücher zuhause, aber eBooks fände ich für manche Zwecke schon interessant.
Alleine, dass ich lange Berichte dann nicht ausdrucken müsste, um sie einmal zu lesen, wäre für mich ein Gewinn.
Für welchen Zusatznutzen ich aber nochmal mehr zahlen würde, weiß ich nicht, Dinge nachschlagen, Karten ansehen und so kann ich mit iPad und Internetanschluss ja dan hoffentlich sowieso.

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