Milliardär Piñera schafft den Rechtsruck

18. Jänner 2010, 18:42
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    Sebastián Piñera, Präsidentschaftskandidat der rechten "Allianz für Chile", strahlte bei der Siegesfeier. Seiner sozialistischen Vorgängerin Bachelet kündigte er an, er werde sie um Rat fragen.

Der erste Sieg der Rechten bei demokratischen Wahlen seit dem Ende der Diktatur vor zwanzig Jahren setzt einen Kontrapunkt in Südamerika, wo derzeit überwiegend linke Präsidenten regieren

Santiago/Puebla - Chile rückt nach rechts: Bei der Präsidentschaftsstichwahl am Sonntag gewann der Milliardär und Unternehmer Sebastián Piñera mit 51,6 Prozent gegen den Christdemokraten Eduardo Frei vom regierenden Mitte-links-Bündnis Concertación, der auf 48 Prozent kam. Piñera tritt die Nachfolge der äußerst beliebten sozialistischen Präsidentin Michelle Bachelet an, die aufgrund der Verfassung nicht direkt wiedergewählt werden konnte.

Die Wähler straften damit die nach 20 Jahren Regierungszeit erschlaffte, von Korruptionsskandalen erschütterte Concertación ab.

Der 60-jährige Piñera, der für die rechte "Allianz für Chile" angetreten war, versprach im Wahlkampf eine Million neuer Arbeitsplätze in den nächsten vier Jahren. Gleichzeitig werde er die Sozialpolitik nicht vernachlässigen, sagte er in seiner Siegesrede vor 30.000 jubelnden Anhängern in Santiago. Dazu sei ein effizienter Staat nötig, erklärte Piñera und fügte in Anspielung auf die vielkritisierte Bürokratie hinzu: "mit viel Muskeln und wenig Fett" .

Der unterlegene Christdemokrat Frei beglückwünschte Piñera zu seinem Sieg in einer "beispielhaft transparenten und sauberen Wahl" und beschwor ihn, die sozialen Errungenschaften nicht über Bord zu werfen. Auch die noch amtierende Präsidentin Bachelet gratulierte dem Konservativen. Der neu gewählte Staatschef antwortete, er werde "den Rat und die Hilfe" Bachelets benötigen.

Analysten wie José Jara vom sozialwissenschaftliche Institut Flacso betrachten den Machtwechsel zwar als wünschenswert für eine funktionierende Demokratie, haben aber Zweifel, ob der reiche Unternehmer Piñera Geschäft und Politik sauber trennen könne. (Sandra Weiss/DER STANDARD, Printausgabe, 19.1.2010)

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Posting 1 bis 25 von 59
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Horst Holger
00
15.3.2010, 00:26
na dann hat der Pinera dioch tatsächlich mehr geboten (ausser Geld)

wie der Hugo! Dem Chavez scheinen tatsächlich die Milliarden für Stimmen- und Kandidatenkäufe im Ausland auszugehen. Schön fürs Ausland und schön für Venezuela -dort hat er auch kein Geld mehr um die Leute bei der Stange zu halten....

nAK
22
21.1.2010, 20:25
Seine Aktien stiegen seit So. um 40%

die Aktien seiner Firma Axxion stiegen um 40%, obwohl sie bereits vor der Wahl stark gestiegen waren.

Na, welche Politik wird der wohl machen....

hansito
00
22.1.2010, 09:44

Welcher chavista wird Chavez wohl ablehnen, wenn er im Geldregen steht? Bla, bla, bla - Köstler, wie immer nichts als leeres Geschwätz!

permobil
20
21.1.2010, 20:47

Irre ich mich - wurde der nicht gerade vom Volk gewählt.
Also da ist er ihrem Halbgott in Rot (Fidel) schon weit voraus.
Über seine zukünftige Politik können sie schon jetzt gerne spekulieren und natürlich das Schlimmste befürchten (und erhoffen).

nAK
24
20.1.2010, 04:05
Milliardär, reich geworden unter Pinochet,

welche Politik wird der wohl machen?

Aber man sieht, welche Rolle die Medien, die zufällig immer reichen Familien gehören, bei der Verblödung der Wähler spielen.

Das ist in Chile nicht anders als in USA oder Italien.

Horst Holger
11
15.3.2010, 00:30
upps, Köstler, hören wir da eine gewisse Wut aus Deiner STimme

wie konnte das nur passieren? Warum hat des Hugos Karte (Geld) nicht auch in Chile gezogen? Hm, jetzt werden aber sicherlich im kommunistischen Lager ein paar Köpfe rollen. Und die Karawane zieht weiter, aber der Albert bellt weiter.....Verblödung der Wähler: das Thema hattten wir schon- siehe Venezuela! Zum Glück gibt es in Chile anscheinend nicht ganz so viele um auf dummen Populismus und Pseudosozialismus zu hören und zu glauben. Chavez seid Dank! Wer will schon solch ein System in seinem Land? Scheint sich inzwischen in LA rumgesprochen zu haben. Der gestrauchelte Held der Sozialisten hilft nun den Konservativen durch seine "Taten". Wer hätte das früher gedacht?!

permobil
00
21.1.2010, 20:51

... und dann huldigen die bolivarischen Revolutionäre einen Simon Bolivar ;-))
Dummerweise war der "grosse Befreier" Südamerikas auch steinreich ......

Roter Baron
46
19.1.2010, 10:03
die berlusconis werden stetig mehr

gegenstrategien sind gefragt;
wie verhindert man
steinreiche machtgeile psychopathen ?


roter baron

pepitant
01
24.2.2010, 09:42
umlegen,

gez.
Stalinist

Festnetzwiederanmelder
00
17.2.2010, 16:01
man wählt grün...

permobil
10
21.1.2010, 20:56

Naja. In den kommunistischen Ländern machen die Staatschefs die Medien. Die ist A-Nicht besser und B-weniger frei. Die Chefs da sind auch ziemlich "reich" und Machtbesessen. Hier kann man zumindest noch zu Gute halten, dass man WÄHLEN kann.
Man kann jetzt natürlich einwenden, dass das Volk zu dumm zum Wählen ist, bzw. von den Medien böswillig "hypnotisiert" wird.
Nur dass dann eine "Elite" alles regelt widerspricht doch wieder dem Gedanken einer klassenlosen Gesellschaft ....

so go
23
19.1.2010, 16:29
indem man niemanden steinreich werden lässt

denn macht ist ein gefühl das geilheit nötigt und psychopathen wird es auch immer geben.

macht kann oft in zahlen und meistens auch in geld formuliert werden; deswegen könnte weniger geld auch weniger machtgeilheit im einzelfall bedeuten.

der einzig gangbare weg führt jedoch über die moral und deren fundament (die meinung der öffentlichkeit) wird seit jahren ausgehoben.

freie presse? von wegen...

Demosthenes
32
19.1.2010, 12:00
im gegensatz

zu dem völlig durchgeknallten italo-lugner
scheint der herr ja gewisse selbstreflektorische eigenschaften zu besitzen: wer in z.b. österr. würde sagen, er/sie würde als wahlgewinner die hilfe der vorgängerin brauchen? das ist doch was? ob's ehrlich gemeint ist wird man sehen.

Malkaye
41
19.1.2010, 16:44
wir reden hier über einen rechten pinochet-jünger

der sein vermögen in zeiten der diktatur anfing aufzubauen.
angeblich hat er in der letzten geheimen abstimmung gegen pinochet gestimmt. angeblich...

Helmut.Hromadnik
 
49
19.1.2010, 07:22
Wessen interessen

wird ein milliardär wohl vertreten ?

Die meisten wähler sind leider durch propaganda steuerbar, nicht nur in chile.

Georg Schütt
21
19.1.2010, 18:06
"Wessen Interessen wird ein Milliardär wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Mann wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Mittfünfziger wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Christ wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Bewohner Santiagos wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Ehemann wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Vater wohl vertreten?"

"Wessen Interessen wird ein Fußballfan wohl vertreten?"

Sie merken, dass Ihre Frage auf ein großes Blabla hinausläuft?

nAK
23
20.1.2010, 04:08
Die wirtschaftlichen und politischen Interessen eines Milliardärs

mit denen eines Ehemanns, Mitdreissigers, Fussbalfans o. ä. zu vergleichen zeigt von Ignoranz.

Welche Möglichkeiten hat ein Fussballfan oder Mitdreissiger sein Vermögen über Politik zu vermehren?

Sie sind Anhänger der Plutokratie, mit der Begründung, dass Menschen keine Interessen haben sondern doch eigentlich nur gut sein sollen ("Habt euch doch lieb").

Georg Schütt
20
20.1.2010, 08:31
Vom Vermögen eines Menschen direkt auf dessen politisch-moralische Qualität zu schließen

ist also nicht ignorant, nicht höchst vorurteilsbeladen?

Schlom Wurzel
11
20.1.2010, 12:58

Wie ist er denn zu seinem Vermögen gekommen? Vielleicht, indem er unter Pinochet Opportunist war. Und damit ist er als ein Angehöriger der damaligen Mörderbande zu betrachten. Wenn Sie eine solche Person rein waschen, sollten Sie sich einmal über sich selbst Gedanken machen.

Horst Holger
00
15.3.2010, 00:34
vielleicht macht es auch mal Sinn zu fragen

wie der Sohn eines armen Grundschulehrers seine Familie zu einer der reichsten Familien in LA (in 10 Jahren!) machen konnte, während sein Volk verarmt und die Wirtschaft runiert ist (trotz Milliarden aus den Öleinnahmen). Raten Sie mal, von welchem Präsidenten ich spreche

Chris Quast
10
19.1.2010, 11:45

he rechtschreibspezialist :-). frage ? der hat schon sehr viel geld, braucht sich nicht unbedingt weiter bereichern durch spezielle gesetzgebung, was der will ist macht, und bei allem reichtum so ein amterl macht schon was her, und letztendlich stellt ihm die macht die mittelschicht bzw. unterschicht sicher, also wird er nicht unbedingt gegen diese arbeiten. meinst nicht auch ?

Malkaye
30
19.1.2010, 16:46
meinst nicht auch

dass man in einem entwicklungsland milliardär wird, ohne gegen die unterschicht und menschlichkeit zu arbeiten?

Chris Quast
00
21.1.2010, 18:54

bring mal dein weltbild ein bissal up-to-date.

der reichste der welt, gäbs den nicht, hätte er nicht das gemacht, was er machte, naja dutzende mio mexikaner hätten eine mords freude.

aber es ist schon klar es braucht opfer, um eine opferverteidungsidologie zu rechtfertigen.

Austro-Spanier0
00
20.1.2010, 19:50
Gehe ich fehl in der Annahme,

dass sie noch nie in Chile waren?

La Saeta Rubia
23
19.1.2010, 19:21
Sollten sie wirklich so tolldreist sein

und Chile in der Gegenwart eines Chilenen Entwicklungsland zu nennen, wird er ihnen im geringsten Fall die Fresse einhauen.

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