Gedanken zur Inszenierung von "Weiblichkeit"

18. Jänner 2010 12:18

Konstruktionen von Körperbildern in der Kunst werden im Rahmen einer Tagung in Wien erörtert

Wien - Kommendes Wochenende findet im Tanzquartier Wien die Tagung "Inszenierung von 'Weiblichkeit'. Zur Konstruktion von Körperbildern in der Kunst" statt. Die Tagung ist als geistes- und kulturwissenschaftlicher Gedankenaustausch zur Inszenierung von "Weiblichkeit" in verschiedenen Künsten angelegt und setzt sich mit gesellschaftlich konstruierten und determinierten Körperbildern auseinander.

Die Interdisziplinarität der Tagung gewähre einen breiten Blick auf das Thema und auf mögliche Formen künstlerischer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Praktiken, gab die Universität Wien in einer Aussendung bekannt. Als Grundlage für die Überlegungen diene Judith Butlers Relativierung der Geschlechterzuschreibung im Sinne einer performativen Rollenzuschreibung und damit die Inszenierung von Körperlichkeit. Butler (geb. 1956 in Cleveland), Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft, lehrt an der European Graduate School und an der University of California, Berkeley.

Zur Tagung werden renommierte nationale und internationale WissenschafterInnen erwartet, datuner Marie-Luise Angerer (Kunsthochschule für Medien Köln), Christa Brüstle (FU Berlin), Konstanze Fliedl (Universität Wien), Gabriele Klein (Universität Hamburg) und Stefan Vater (Verband österreichischer Volkshochschulen). Darüber hinaus bietet die Tagung auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema: An zwei Abenden präsentiert Barbara Kraus (Tanzquartier Wien) eine eigens inszenierte Performance zum Tagungsthema. Mit ihr findet im Rahmen der Veranstaltung auch ein Künstlerinnengespräch statt. (red)


Tagung

Inszenierung von "Weiblichkeit"
22. bis 24. Jänner 2010 im Tanzquartier Wien

Link zum Programm

Die Tagung wird von jungen Wissenschafterinnen, die am Mentoringprogramm der Universität Wien teilnehmen, veranstaltet und findet in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien statt.

Fritz Wunderlich
19.01.2010 10:50

hehe, das ist schon blöd, wenn frau zur performativen wiederholung der zitierten normen gezwungen wird, um die wirklichkeit einer tagung zu erzeugen, deren inszenierungscharakter sie zweifellos dekonstruieren können, haben sie diese doch selbst organisiert, allerdings so subversiv, dass die subversion niemandem auffällt, was wiederum zeigt, wie subversiv sie ist

bluebeard's 8th wife.
18.01.2010 17:11

"gender" verabschiedet sich in die gefilde des intellekts und lässt uns frauen ratlos zurück.

so eine tagung würde ich sogar besuchen.

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