Der Kampf der Frisuren

18. Jänner 2010 15:38
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    Foto: apa/epa/giulio di mauro

    Gianfranco Ferre schickte seine Models bei der Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion 2010 für Männer mit sochen Frisuren über den Mailänder Laufsteg.

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    Foto: jil sander presse

    Und die laufenden Herren für Jil Sander trugen ebenfalls eigenartig gerollte Stirnfransen.

Brillantine-Attacke auf Männer: Warum Stephan Hilpold in Mailand den Kopf einzieht

Wir wenden uns heute einem Thema zu, das gemeinhin zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Jenem der männlichen Frisur. Von den Mailänder Laufstegen ist diesbezüglich Erstaunliches zu berichten, etwas das selbst dem alten Adorno gefallen würde. Die Originalität des männlichen Stars, schrieb der Dialektiker, bestehe darin, dass ihm stets „die Locke übers Auge hängen muss."

Daran scheinen sich die Designer in diesen schwierigen Zeiten zu orientieren. Ihnen geht es in dieser Saison weniger darum, wer die teurere Kroko-Tasche oder die räudigeren langen Unterhosen präsentiert: Der Kampf um die Gunst des Publikums wird diesmal auf den Häuptern der Models ausgetragen.

Dabei haben sich in den ersten Tagen der Laufsteg-Schauen zwei Modehäuser besonders hervorgetan: Zum einen Ferré, wo man vorne auf eine überdimensionierte Locke setzt und hinten auf einen vor Gel triefenden Rockabilly-Schnitt. Das erzeugt eine gewagte Mischung: In der Rückenansicht ähneln die Ferrè-Männer Johnny Cash, in der Vorderansicht Russell Lissack, dem Gitarristen von Bloc Head, der vor einigen Jahren den so genannten Bloc Head populär machte. Ich bin mir nicht sicher, ob das musikmäßig zusammengeht.

Zum anderen wäre da Jil Sander: Unter Einsatz von viel Brillantine sind die Haare an den Seiten nach vorne gebürstet, während sie sich am Haupt zu einer Bouffant-Frisur auftürmen. Das schaut ziemlich keck aus und hätte sowohl Marie Antoinette in den 80er Jahren des 18. als auch Prince in jenen des 20. Jahrhunderts gefallen. Adorno wäre dagegen etwas verstimmt gewesen: Eine übers Auge hängende Locke kann man bei dieser Frisur nicht drehen.

Wie auch immer: Im Mailänder Kampf der Frisuren ist bisher kein eindeutiger Sieger auszumachen. Aber vielleicht zeugt gerade das von der Subtilität, mit der in der Mode Stilkämpfe ausgetragen werden. Wie sagte Gerhard Bronner einmal: „Fairness ist die Kunst sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur zu zerstören."

P.S: Über die Mode zu den Frisuren lesen Sie am Samstag im Print-Standard.
(hil/derstandard.at, 18.01.2010)

Kommentar posten
25 Postings
johann potakowskyj
 
11.02.2010 06:05
das obere bild

die frisur könnte ich mit einem üppigen überleger recht gut hinbekommen.

Martin Fleck
26.01.2010 15:14
wo bleibt die neue kolumne?

???

Sien
21.01.2010 10:56

Man hätte nachforschen sollen, ob diese Models die mit ihren Frisuren korrespondierenden Schamhaartoupets tragen ;)

worry1
20.01.2010 17:45
Ist wohl auch ein Zeichen unserer Gesellschaft,

daß heute alle Modls provozierend oder drohend dreinschauen statt freundlich.

Gluck
20.01.2010 23:07

Visagen wie geprügelte Hunde!

Kontrahent1
19.01.2010 13:19
Jöö, ich hab auch noch irgendwo

einen alten Bettvorleger aus Plüsch. Vielleicht will den jemand kaufen ?

Angelika70
19.01.2010 10:58

Sonderbar. Der Artikel behandel Männerfrisuren. Aber was tragen die abgebildeten Herren am Kopf?!

natoll
19.01.2010 15:26

du meinst, weil sie noch haare haben?

Angelika70
19.01.2010 19:24

Das sind Haare?

Lethawae
20.01.2010 08:40

Du hast eindeutig ein Problem mit Männern.

Angelika70
14.04.2010 11:53

Das verneinen die Männer, die ich kenne. Ich habe nur ein Problem mit "Frisuren", wie sie hier abgebildet sind.

Roter Baron
19.01.2010 10:13
ich freu mich schon

wenn die zeit kommt
wo die y-generation
ihre pickelvorhänge
nimmer vorkämmen kann


roter baron

dajonny
19.01.2010 08:07
und immer

böse schauen! wir leben ja in einer ernsten Welt...

kaschipot
19.01.2010 12:28
Vielleicht eine Gesichtslähmung…

…vom vielen Botox?

Mag.No
19.01.2010 07:39
warum? warum?

warum....?

schreibt der mann eigentlich über mode...?

mediawizard
19.01.2010 11:29
PS.

Und seit wann sind PS. in einem Artikel akzeptabler Schreibstil?

Über Mode schreibt SH. wahrscheinlich, weil die Kulturredaktion zuviel abverlangte, und Theaterpremieren sich nur schlecht als Privat-Laufsteg eignen.

Christoph Karl Steininger
19.01.2010 06:41
So lang es kein Vokuhila ist

is mir alles recht!
Wenn man schon weißhaarig ist, wie ich, sind alle Frisuren eins. Kurz spart Shampoo!

werwolfi
19.01.2010 01:00

ad bild 1: gut, dass man auf dem laufsteg keine 3D-sicht braucht - autofahren wäre damit allerdings grob fahrlässig ;oP

Sien
21.01.2010 11:00

Die durch diese Frisur hervorgerufene Einäugigkeit hat zur Folge, daß die räumliche Wahrnehmung reduziert ist, daraus folgt, daß es einen am Laufsteg leichter aufbirnt.
Vermutlich schauen sie deshalb so bös-konzentriert *g*

Gluck
19.01.2010 00:42

Komisch, dass im Artikel zwar die Frisuren ein Thema sind, die Visagen, die die Figuren schneiden aber nicht. Oder kann man derartig "gestylt" nur noch wie ein geschlagener Hund dreinschaun?

yomellamo
18.01.2010 21:25
ob der frisur schaut jener träger derselben

auch ganz betropetzt drein. Interessant ist auch, dass er die 80er-Fussballer-Matte auf der schulter trägt.

Irgendwie find ich, würd ein Servierwagerl gut zum Mascherl passen.

raff1
18.01.2010 20:53
mit so einer Frisur,

würd ich auch so grantig gucken.

Kahuna
18.01.2010 18:59
Der im oberen Photo hat eine Haarpracht wie der Meinl-Fuenfer

GulGarak
18.01.2010 17:24

First i was like O_O ....but then i LOLd.

iohui
18.01.2010 16:46
jössas

der typ kann einem nur leid tun.
hoffentlich hat er eine fürsorgliche mama die ihn chauffiert und ihm über die strasse hilft, weil allein ist der so nicht verkehrstauglich.

ausserdem - unter einer locke stell ich mir was lockigeres vor. diese gesichtsbedeckung ist einfach eine schlecht geschnittene bletschn.

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