"Wir glauben jetzt mehr daran, dass wir einen Grand Slam gewinnen können"
Melbourne - Eine Kampfansage hat Novak Djokovic am
Sonntag, dem Tag vor Beginn des ersten Grand-Slam-Turniers 2010 in
Melbourne, in Richtung Roger Federer und Rafael Nadal gemacht. Der
Weltranglisten-Dritte sieht die Vorherrschaft der in den vergangenen
Jahren dominierenden Topstars langsam schwinden. "Ich glaube,
Männer-Tennis wird jetzt sehr interessant", sagte der Serbe im
Melbourne Park wenige Stunden vor dem ersten Aufschlag zu den
Australian Open.
Es seit gut für den Sport, wenn es eine Gruppe von Spielern gäbe,
die einen großen Event oder ein Major gewinnen könnten. Djokovic war
mit seinem Titelgewinn vor zwei Jahren bei den Australian Open einer
von nur zwei Siegern in den vergangenen 19 Grand-Slam-Turnieren, der
nicht Federer oder Nadal hieß.
"Die vergangenen fünf, sechs Jahre haben Federer und Nadal
dominiert. Aber in den letzten beiden Jahren haben sich die Dinge ein
bisschen verändert. Wir glauben jetzt mehr daran, dass wir einen
Grand Slam gewinnen können", spricht Djokovic für seine Mitstreiter
wie US-Open-Sieger Juan Martin del Potro, Andy Murray,
ATP-World-Tour-Final-Gewinner Nikolaj Dawydenko oder Andy Roddick.
Djokovic selbst hat sich etwas vorsichtiger auf den ersten Grand
Slam des Jahres vorbereitet und sich im Vorfeld nicht für Turniere
verpflichtet. "Ich habe nur trainiert und versucht, für die
Australian Open frisch zu bleiben", sagte Djokovic, der sich auch
variantenreicher präsentieren will. "Ich glaube, ich habe mich am
Netz und auch physisch verbessert. Ich habe einige Dinge geändert",
kündigte er an. (APA/Reuters)