Asylwerber

Liga für Menschenrechte kritisiert "feindselige Haltung"

17. Jänner 2010, 12:55

Präsidentin Barbara Helige für mehrere kleinere Erstaufnahmenzentren und EU-Lastenausgleich

Wien - Die Österreichische Liga für Menschenrechte übt scharfe Kritik am Verhalten der Regierungsparteien in Sachen Asyl-Erstaufnahmezentrum. Schon vor einem Monat habe man im Menschenrechtsbefund die "feindselige Haltung der Politik gegenüber Asylwerbern" aufgezeigt - und nun sehe man sich "bestätigt und die Situation noch einmal verschärft", so Präsidentin Barbara Helige. Besonders bedauerlich sei, dass sich in der gesamten Regierung und den gesamten Regierungsparteien "niemand findet, der die sachliche Ebene wieder herstellt und sich für die Rechte jener stark macht, die in Österreich keine Stimme haben".

Im Gegenteil, häufig folge seitens der Regierungsparteien auf eine Idee für eine harte Maßnahme gleich die nächste Verschärfung - und die Halbwertszeit zwischen Gesetzesnovellen zulasten der Flüchtlinge werde immer größer. So habe Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) zunächst mit einer provokanten Vorgangsweise die Bewohner des Südburgenlandes gegen ein Aufnahmezentrum in Eberau aufgebracht - und dann versucht, diesen Fehler gleich noch für eine weitere Verschärfung zunützen. Nämlich die, dass alle Asylwerber - "nicht nur die Missbraucher" - eingesperrt werden sollen.

Helige glaubt nicht, "dass die österreichische Bevölkerung will, dass der Staat so mit Asylwerbern umgeht". Viele Flüchtlinge seien in ihrer Heimat gequält und terrorisiert worden. So sei es in Tschetschenien üblich gewesen, Menschen bei Eis und Schnee wochenlang in Erdlöchern mit Gittern darüber festzuhalten. Diese Menschen sollten den Plänen der Innenministerin zufolge, wenn ihnen die Flucht vor dem staatlichen Terror gelingt, in Österreich als erstes eingesperrt werden - nur weil sie möglicherweise im falschen Land um Asyl angesucht haben.

Mehrere kleinere Erstaufnahmezentren

Die Probleme der Asylpolitik würden mit Fekters Vorschlag auch nicht gelöst, merkte die Präsidentin der Liga für Menschenrechte an. Abhilfe schaffen könnte, mehrere kleinere Erstaufnahmezentren zu bauen, und zwar in der Nähe von Landeshauptstädten, wo es - anders als in Eberau - die nötige Infrastruktur gibt. Außerdem forderte Helige die Regierung auf, sich im Rahmen der EU für einen Lastenausgleich "bei gleich guten Standards" einzusetzen. Denn nur eine koordinierte Asylpolitik könne verhindern, dass Menschen in Schubhaft genommen werden, um in einem anderen Land der EU ihr Asylverfahren abzuwarten. (APA)

Egon Schratter
 
00
27.6.2010, 18:37
Asyl der Mißbrauch

Die Asylgeschichte ist hauptsächlich eine Sache um unproduktive Arbeitsplätze zu erhalten. Warum kommen alle zu uns. anderswo gäbe es auch Schutz für Verfolgte. Wie gibt es das, daß vorbestrafte Asylanten Sozialgelder der Steuerzahler einstreifen.
Die Arigonasache soll nur ein Muster sein, um unser ohnehin schwaches Rechtssystem auszuhebeln.
Schratter Egon

Ottakringer zisch...
01
WER oder WAS ist die "Liga für Menschenrechte"???

Bei ihrer jährlichen Präsentation (10.12.2009)ihres "Menschenrechtsbefundes" waren nichtmal 15% der eingeladenen Presseleute vor Ort.Reagiert der STANDARD nun auf jeden Mückenfurz?

tunde0
00
asylanten

besser wenn man damit nicht außernander setzt.es ist traurig in welche ton und schrift asylanten behandelt werden.wenn alle das was sie schriftlich bekommen verstehen würden ,würde alle von diese land selbe raus gehen.ich wünsche keine das derartige briefe überhaupt lesen tut.leider diese leute verfügen weder geld was da geschrieben wird für klage oder beschwerde deswegen wird viele kriminell.ein beschwerde kostet 250 euro von wo soll er das haben? und das nach 5-6 jahre warten auf entscheidung.

wiesengarten
60
17.1.2010, 21:32
Asylsuchende haben keinen Zugang zum Recht mehr,

das geht in allen halbherzigen Kritiken unter! Schon jetzt dürfen Asylsuchende den Bezirk Baden nicht verlassen um in Wien einen Rechtsvertreter aufzusuchen.
In einigen Monaten werden sie ganz in Traiskirchen eingesperrt, der Bescheid kann nicht beeinsprucht werden, ab mit ihnen nach P und R. Und niemand wird es erfahren.
Und all das nur, weil einige Rechtsbrecher in der Haft um Asyl angesucht haben. Wegen dieser Personen werden alle Asylsuchenden als "Missbraucher" gebrandmarkt und die Bevölkerung aufgehetzt.

Lünz
00
17.1.2010, 19:41
In jedem Bundesland 1 Erstaufnahmezentrum!!

Aber wozu unbedingt im Ballungsraum? Ziel muß es sein die gesamte Infrastruktur (Rechtsberatung, Ärzte, Psychologen, zuständige Beamte) IM Erstaufnahmezentrum ist.

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