Experte von Leistbarkeit des Sozialstaates in 20 Jahren überzeugt

17. Jänner 2010 08:45
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    Foto: apa/schlager

    Trotz zunehmender Überalterung sei der Sozialstaat auch in der Zukunft noch leistbar, meint Hans Steiner, Leiter der Abteilung Grundlagen- und Forschungsangelegenheiten im Ministerium.

Szenarien des Sozialministeriums zeigen trotz Überalterung kaum Anstieg der Sozialquote

Wien - Die Bevölkerung wird älter, die Geburtenraten sinken: Was als Bedrohung für den Sozialstaat gilt, dürfte kostenmäßig gar nicht so schlimm werden. Szenarien des Sozialministeriums zeigen, dass die Sozialquote (Anteil der Sozialausgaben inklusive Pensionen am Bruttoinlandsprodukt) in den nächsten 20 Jahren kaum oder nur mäßig steigen sollte. Lag sie 2008 bei 28,3 Prozent, soll sie im Jahr 2030 zwischen 28,0 und 31,2 Prozent liegen.

Errechnet hat dies Hans Steiner, Leiter der Abteilung Grundlagen- und Forschungsangelegenheiten im Ministerium. Er ist fest davon überzeugt, dass der Sozialstaat auch in 20 Jahren noch leistbar sein wird. Präsentiert hat er seine Daten kürzlich bei einem Journalisten-Seminar des Ministeriums.

Mehrkosten durch die Sozialsysteme abgedeckt

Steiners Annahmen, die er selbst für die realistischsten Szenarien hält: Die alterungsbedingten Mehrkosten werden durch die Sozialsysteme abgedeckt (jährlich plus 0,9 Prozent an Ausgaben), die Sozialausgaben steigen darüber hinaus um ein Prozent pro Jahr. Wächst dann noch das BIP um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr (von 1990 bis 2008 waren es im Durchschnitt 2,4 Prozent), dann kommt man auf den Wert von 31,2 Prozent Sozialquote im Jahr 2030.

Dreht man an den Variablen, verändern sich die Werte: Beträgt das durchschnittliche BIP-Wachstum 2 Prozent, sinkt die Quote auf 28 Prozent, bei nur einem Prozent BIP-Zuwachs liegt sie bei 34,8 Prozent. Entsprechend höhere Werte ergeben sich auch, wenn die Sozialausgaben stärker steigen. Bei einem jährlichem Plus von 1,5 Prozent und einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von nur einem Prozent würde die Quote auf 38,8 Prozent hochschnellen.

Für plausibel hält Steiner seine Annahmen, weil in den vergangenen 15 Jahren bereits substanzielle Konsolidierungsmaßnahmen bei den Sozialleistungen gesetzt worden seien, wobei dies fortgesetzt werden müsse. Außerdem werde das System durch eine steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen entlastet, und bereits derzeit werde beträchtlich in eine altersgerechte soziale Infrastruktur investiert.

Einen Höchstwert der Sozialquote erwartet der Experte übrigens für 2009. Sie dürfte bei 30 bis 31 Prozent liegen, wegen des krisenbedingten Wirtschaftseinbruchs. Konkrete Daten sollen zu Jahresmitte vorliegen. Der bisherige Höchstwert wurde 2003 mit 29,6 Prozent erreicht. (APA)

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KarlH2
20.01.2010 06:41
Zwangsarbeit

Zwangsarbeit gibt es doch schon.

Arbeitslose müssen für Sozialökonomische Betriebe (SÖB) oder einen Überlasser (SÖBÜ) arbeiten, um hilfe zu bekommen.

Jeder wird entweder von einer SÖB eingestellt, oder er wird von einer SÖBÜ eingestellt, die ihn als Gratisarbeiter an normale Betriebe überlässt.

"Sozialökonomische Betriebe Überlasser" googeln.

dieDritteGeneration
25.01.2010 16:14

Ich kenn das nur von Jugendwerkstätten. Da können private Firmen Jugendliche für ein paar Stunden oder Tage ausleihen, für irgendwelche Doddeljobs. Das kostet 12 Euro pro Stunde, der Arbeiter bekommt davon 4,7 Euro/h.

elchtester
18.01.2010 12:21

anscheinend werden hier schon wieder willkürlich postings gelöscht, vertragen die prekarianer in der zensurabteilung der "qualitätszeitung" wirklich keine andere meinung?

dieDritteGeneration
25.01.2010 16:15

Die Zensur erfolgt automatisch mit einem Computerprogramm. Wahrscheinlich haben sie ein verbotenes Wort verwendet.

loundy
 
19.01.2010 13:00
uhuh, der verfolgte...


kämpfen sie weiter, lassen sie sich nicht unterkriegen, nur sie können die wahrheit verbreiten und uns alle retten!

ich glaube an sie, der standard mit seiner hundertschaft an zensurmitarbeitern und der mossad werden sie weiterhin bekämpfen weil sie so eine gefahr für das system sind, aber sie müssen durchhalten.

Pol e Mike
18.01.2010 11:41
Wächst das BIP...bedeutet: WIRTSCHAFT!

Dann sollten die Sozialisten endlich aufhören die Wirtschaft zu unterminieren.

Abgesehen davon ist eine Abgabenquote von 30% anzustreben, nicht eine "Sozialquote", in der die Bürokratiekosten nicht aufscheinen!

naihoit
18.01.2010 10:57
So lang die Gesamtwirtschaft schneller wächst als die Bevölkerung müssen wir uns keine Sorgen machen.

Jede/r VolksschülerIn der 4. Klasse könnte die dem zugrunde liegende Schlußrechnung lösen.
Die permanente Diskussion gilt in Wahrheit niemals der Finanzierbarkeit, sondern nur der Verteilung, und da werden halt die, die schon viel haben und noch mehr möchten öfters gehört, weil sie sich aufgrund ihrer Mittel öffentliche Stimmen "kaufen" können.

natoll
18.01.2010 10:37

natürlich kann man sich den sozialstaat leisten. aber der gute mann verschweigt wie man an die vermögen der wirklich vermögenden auch rankommen soll.

der otto-normalverbraucher wird noch höhere abgaben als 50% wohl kaum akzeptieren.

Stanley Kowalski
18.01.2010 10:57
Die laufenden Defizite durch Beiträge der "Reichen" zu finanzieren ist faktisch unmöglich.

Abgesehen von (verfassungs-)rechtlicher Unmöglichkeit kommt man nicht auf die laufend notwendigen Summen. Moralische Aspekte mal ganz außer Betracht gelassen. Denn wer ist "Reich": Die "Oberen 10.000" machen 0,125 % der Bevölkerung aus, die "Oberen 100.000" (!) daher 1,25 %. Denen müsste man schon ganz schön viel laufend wegnehmen. Die wären ziemlich bald arm oder im Ausland.

Geld oder Leistungen wegnehmen kann man daher nur dem Mittelstand. Dagegen wird demonstriert (zB Lehrer, Pöstler).

Schneck4ever
18.01.2010 11:27

diese Argumentation widerspricht der Statistik:

http://www.armutskonferenz.at/reichtum_0304.pdf
(Seite 248 - Zahlen aus dem Jahr 2002)

Demnach vefügen die obersten 10% über 69% des Vermögens der Gesamtbevölkerung.

Ich kann es nicht mehr hören dass da ja gar nicht so viel zu holen wäre...

Man kann argumentieren dass sich die Reichen gut schützen können durch Steuerberatertricks etc. - aber vor allem schützen sie sich proaktiv durch politische Einflussnahme!

also dann ...
18.01.2010 11:23
welch ein quatsch. die reichsten 100 in Ö haben ein vermögen vom 94 mrd ( ! ) = die hälfte der ges. staatsschuld . . .

- 1 % vermög.steuer = 1 mrd z.b.

dass Ö mit 0,6 % des BIP
(USA 3,1%, eu-niveau 2,1 %, CH 2,4 %...)
die niedrigsten vermög.bezogenen steuern hat,
ist - ausser ihnen - jedem bekannt.
eine anhebung auf (zumindest !) EU_NIVEAU
= 4,2 mrd einnahmen
= eine 20 %ige r e d u k t i o n der lohnsteuer !

und wieso gerad dies in Ö (?) nicht möglich sein soll,
ist völliger unsinn.
auch ist mir nichts bekannt, dass die reichen...
- in den USA,CH total verarmten,
- oder gar mit essen auf rädern...versorgt werden mussten.

studieren sie mal die vwl. fakten
bildung tut ja nicht weh !
zeigen

elchtester
18.01.2010 13:36

und sie tagträumer glauben tatsächlich dass eine verbeamtete politik die lohnsteuer um 20% senkt?

Stanley Kowalski
18.01.2010 11:41

Auch wenn man die Obersten total einteignet, bringt das nichts.
Die Obersten zwhn haben 5 Mrd. Das ist gerade mal das ÖBB-Defizit eines Jahres.
Das ganze Ausmaß:
http://www.staatsschulden.at/

also dann ...
18.01.2010 13:16
können sie lesen ... ?

eine besteuerung auf eu-niveau
= 4,2 mrd ( ! )
und auf dem niveau der USA = 7 mrd ( ! ).

so what ?

Stanley Kowalski
18.01.2010 14:09

na und? viel zu wenig. alleine die ÖBB hat pro jahr ein defizit von 5 Mrd.

also dann ...
18.01.2010 16:39
smile ... wieder nix "behirnt"..., denn die ÖBB machen zum 1. verlust und kein defizit = ein begriff der einnahmen- ausgaben-rechnung)

und zum 2. - sind der überwiegende
teil der 5 mrd INVESTITIONEN !

gehens zurück in die hak I...
und lernen sie die grundbegriffe auseinanderzuhalten !
t s c h ü s s ...

Dolph
18.01.2010 11:29
Glaubst du das ist ein Berg Bargeld auf dem die Sitzen????

also dann ...
18.01.2010 13:18
hmhm ... wissen sie überthaupt worum es geht ?

um vermög.bezogene steuern, d.h.
- vermög.-SUBSTANZ-steuern (CH 1,4 % des BIP !)
- vermög.zuwachs-steuern (USA seit jahrzehnten...)
- und kapitaltransfer-steuern
wie z.b. börsen-ust (GBm USA - seit jahren...).

nur im ösi-land...ist alles nicht möglich.
ausser b r a u n e m gesülz...
scheint hier wirklich nichts machbar... zu sein.

elchtester
18.01.2010 13:35

gut, passt, dann aber doch die besteuerung auf einkommen sowie sozialabgaben wie in den USA.....aber ich sehe schon, ihnen schwebt der österreichische weg vor: höhere steuern udn abgaben zur subventionierung des sozialstaates, und wenn es trotzem jemand schafft zu vermögen (wie definieren sie das jetzt?) zu kommen langen wir nochmal hin.

also dann ...
18.01.2010 16:42
JA - steuern auf vermögen RAUF - und auf arbeits-einkommen R U N T E R !!!

da bin ich voll ... bei ihnen.

aber mal ganz langsam :
wozu werden die exorbitanten defizite der USA, GB
...also länder mit niedrigen abg.quoten ...
mit 10-14 % des BIP (p.a.) führen ?
gewonnen :
zu höheren steuern - und dies ?
wieder gewonnen :
zu höheren agb.quoten !

sorry - bald hätt ichs vergessen :
bei den USA kommt die neue gesundheitsreform
= höhere abgaben
auch noch dazu...

pech aber auch - f.d. kapitalismus, gelle.

Dolph
18.01.2010 13:31
Ja sie haben recht ... aber sie sollten auch erwaehnen das es z.B. in der USA eine flat tax gibt (~30%)

In Holland wird z.B. auch die substanz besteuert aber fuer eigenheim finanzierung & kinder gibts enorme absetz-moeglichkeiten. Nur in aut wird die steuer auf vermoegen erhoet werden die arbeit aber sicher nicht gleichzeitig entlastet. Vermoegenssteuer allein wird das budget sicher nicht sanieren, vor allem wenn man bemerkt das die assets der "reichen" eventuell am markt doch nicht den geschaetzten wert haben ...

Stanley Kowalski
18.01.2010 14:10
Da haben Sie recht!

Die Abgabenquote in Österreich liegt mittlerweile bei 44,4 % des BIP und sie liegt damit deutlich über dem hohen EU-Schnitt von 40%. Österreich ist hier also fast Weltmeister (denn die EU liegt natürlich auch in der OECD an der Spitze)!
Auch eine Steigerung der Vermögensbesteuerung in Ö. von jetzt 0,55 % des BIP auf den OECD-Schnitt von 1,92 % des BIP kann daher keine ausreichende Entlastung der Steuern auf Arbeitseinkommen erreichen, wenn die Abgabenquote und Sozialquote in Ö. nicht insgesamt endlich von ihren Weltrekordniveaus herunterkommen.

also dann ...
18.01.2010 16:47
wenn dummmheit ... weh tun würde, müssten sie 25 h am tag laut schreien, gelle.

durch vermög.bezogenen steuern liessen sich
MINDESTENS 4-6 mrd an einnahmen erlösen
= eine 20 %ige lohnsteuersenkung !

die reichen...
sind die p a r a s i t e n...dieses staates !
ja - vor allem die industrie-"investoren"...
der marke wie sie in narzisstischen heerscharen und mit hohl-köpfen ausgestattet bei der I V
(sorgen - die stifterl-marke...)
herumstolzieren.

tja...

Waxolunist
25.01.2010 08:53

Haben Sie irgendein Leiden?
Was ist mir ihrem Neid?
Haben jetzt manche zuviel in diesem Land oder manche zu wenig?
Ich meine, wir sollten schauen, dass man nicht nur denen nimmt, die etwas haben, sondern vor allem versucht, denen die nichts oder wenig haben, ermöglicht sich etwas aufzubauen und auch ein Vermögen schaffen. Dieses sollte dann nicht gleich wieder besteuert werden.
Was wollen sie mit dem vielen Geld denn machen, dass man den Reichen so einfach wegnehmen kann?
Werden die Steuern zu hoch, sinken die Steuereinnahmen. Ist das so schwer zu verstehen?

angelvoices
18.01.2010 10:24
ist es nicht wunderbar?

und die Banken, Krankenkassen, Pflege - alles können wir uns leisten. Du felix Austria, lass uns glücklich sein und jubeln!

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