67 Kilometer Ausstellung

6. April 2003, 23:38
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Belgien hat am Strand und in den Dünen für den Sommer eine "Kunst-Küste"

Ostende - Die Küste Belgiens hat sich für den Sommer in eine 67 Kilometer lange "Kunst-Küste" verwandelt. Am Strand und in den Dünen zwischen De Panne und Knokke sind seit Samstag mächtige Skulpturen, Installationen und Groß-Fotos von mehr als 30 international bekannten Künstlern zu sehen. Zu dem rund fünf Millionen Euro teuren Projekt "2003 beaufort - Triennale für zeitgenössische Kunst am Meer" (bis 28. September) haben sich neun belgische Küstenorte zwischen der französischen und niederländischen Grenze zusammengeschlossen.

Zu den spektakulärsten Kunstwerken gehören einhundert Guss-Eisen-Männer des Briten Anthony Gromley am Strand von De Panne, die "archäologische" Rekonstruktion einer versunkenen Abteikirche als Skulptur der Franzosen Anne und Patrick Poirier, eine meditative Video-Installation der Belgierin Marie-Jo Lafontaine sowie eine riesige Tunnelröhre, die das deutsche Duo Winter & Hörbelt aus fast 7.000 Getränkekisten neben dem Hafen von Zeebrugge konstruiert hat.

Das Museum für Moderne Kunst in Ostende zeigt gleichzeitig zur Küsten-Kunst-Triennale eine Ausstellung, die sich mit der Darstellung des Meeres in der Malerei der vergangenen zwei Jahrhunderte befasst. Meisterwerke Gustave Courbets, William Turners oder des Flamen Constant Permeke sind hier mit zeitgenössischen Bildern etwa von Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Jennifer Bartlett oder des belgischen Kunst-Stars Luc Tuymans konfrontiert. (APA)

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    foto: plakat "2003 beaufort"
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