"Wir wollen gute Baukulturpolitik machen"

6. April 2003, 23:15
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Deutschland richtet Bundesstiftung Baukultur ein

Bonn - Architekten, Städteplaner und Ingenieure haben sich über die Einrichtung einer Bundesstiftung Baukultur verständigt. Die Gründung wird nach Angaben des deutschen Bundesbauminister Manfred Stolpe für das Jahr 2005 angestrebt.

Plattform für gutes Planen und Bauen

Die Stiftung soll sich als bundesweite Plattform mit den Anforderungen an gutes Planen und Bauen befassen, hieß es. "Wir wollen gute Baukulturpolitik machen", sagte Karl Ganser, einer der Initiatoren und ehemaliger Leiter der Bauausstellung Emscher Park. Es müsse viel öfter und in größerem Kreis über Baumaßnahmen vor deren Baubeginn diskutiert werden. Bestimmte Fragen, beispielsweise wie und mit welchen Richtlinien gebaut werde, müssten diskutiert werden, bevor die Bauwerke fertig seien, sagte sie. Die Architektur in Deutschland sei nicht schlecht, das Zusammenspiel zwischen allen Beteiligten aber noch nicht gut genug.

Der Konvent rief die bundesweit etwa 150.000 Architekten, Planer und Ingenieure dazu auf, für die finanzielle Ausstattung der Stiftung je 100 Euro zu spenden. Sollten sich nicht mindestens 50 Prozent von ihnen beteiligen, wäre das für ihn ein Beleg, dass die Stiftung nicht gewollt sei, meinte Ganser.

Baukultur stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft rücken

Nach Angaben von Stolpe soll die geplante Stiftung die Baukultur stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken. Das sei für die Gestaltung und Entwicklung der Stadt zur "Stadt als Kultur-, Wirtschafts- und Lebensraum" wichtig, sagte der SPD-Politiker. Im Jahr 2004 solle über die Gründung der Stiftung entschieden werden. "Wir sind dazu entschlossen", erklärte der Minister. Das Vorhaben funktioniere aber nur, wenn die Verbände und Fachleute es akzeptierten und mitmachten. Die bisherige Resonanz sei ermutigend (APA)

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