Schießerei in der Wiener Innenstadt

6. April 2003, 21:42
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24-Jähriger verletzt, Schütze spricht von Notwehr

Wien - Mit einem Durchschuss von Lunge und Leber endete am Sonntag in den frühen Morgenstunden ein Streit in und vor einem Lokal in der Wiener Innenstadt. Der 24-jährige Fanil A. aus Wien-Landstraße wurde lebensgefährlich verletzt. Nach einer Notoperation im AKH war sein Zustand nach Angaben der Polizei am Vormittag zwar stabil, er schwebte aber immer noch in Lebensgefahr.

Der Schütze, der 27-jährige Clemens H. aus Wien-Innere Stadt, hatte selbst die Exekutive verständigt und auf das Eintreffen der Beamten gewartet. Deshalb wurde er nur einvernommen, angezeigt und dann auf freiem Fuß entlassen.

Der Streit begann gegen 1.15 Uhr in dem Lokal. Die Auseinandersetzung verlagerte sich recht schnell vor die Eingangstüre, wo Fanil A. seinem Kontrahenten ins Gesicht schlug. Dennoch beruhigte sich die Lage vorerst, beide gingen wieder zurück in die Gaststube - wo sie aber erneut in Streit gerieten und wieder hinausgingen.

Der 24-Jährige soll Clemens H. mit dem Umbringen bedroht haben, worauf dieser - wie er bei der Polizei angab - glaubte, dass Fanil A. eine Waffe ziehen wollte. Daher habe er selbst einen Revolver gezogen, einmal in den Boden, einmal senkrecht nach oben, schließlich aber auch einmal gezielt auf Fanil A. gefeuert. ((DER STANDARD, Printausgabe, 7.4.2003, APA, simo)

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