15 Prozent mehr "Italo-Touristen" in Österreich

6. April 2003, 14:39
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ÖW-Direktor Bauer: "Als Nahdestination gewinnt Österreich stark an Konkurrenzfähigkeit"

Rom - Die Unsicherheit rund um den Irak-Konflikt und die Angst vor dem Virus SARS beeinträchtigen den Ferntourismus und machen Italiens Nachbarländer zu bevorzugten Reisezielen. Italienische Fremdenverkehrsverbände rechnen, dass es in der Osterzeit zu einem deutlichen Wachstum von Italo-Touristen in Österreich kommen wird. Wie aus den Prognosen des Verbands Assotravel hervorgeht, der die italienischen Reisegesellschaften vereint, wird die Zahl der Italiener in Österreich während der Osterzeit um 15 Prozent gegenüber 2002 wachsen.

Insgesamt werden 4,5 Millionen Italiener einen Osterlaub verbringen. Neben Österreich sind auch die Tschechische Republik (plus sechs Prozent) und Frankreich (plus 30 Prozent) beliebte Reiseziele der italienischen Touristen in dieser Jahreszeit.

"Das Schockerlebnis des 11. September 2001 hat bewiesen, dass internationale Krisen zwar den Fernreisemarkt belasten. Als Nahdestination gewinnt Österreich aber stark an Konkurrenzfähigkeit. Das gilt vor allem für den italienischen Tourismus. Im vergangenen Jahr machte eine Million Italiener Urlaub in Österreich, was drei Millionen Nächtigungen und einem Zuwachs von 4,8 Prozent im Vergleich zu 2001 entspricht. 2003 könnte dieses Ergebnis, das beste seit Anfang der 90-er Jahre, sogar übertroffen werden", sagte der Direktor der Österreich Werbung (ÖW) in Mailand, Fritz Bauer.

Das höhere Sicherheitsbedürfnis macht Destinationen, die per Bahn oder Auto erreichbar sind, besonders begehrt. Vom höheren Ansturm von Italo-Touristen sollen vor allem Grenzregionen wie Tirol, Kärnten sowie auch der Raum um die Salzburger Seen profitieren. Der Besucherzuwachs für Wien sollte sich dagegen eher in Schranken halten, da die Hauptstadt für die meisten Italiener eine Flugdestination ist, meinte Bauer. (APA)

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    Im Zeichen von SARS und weltweiter Kriegsstimmung verbringen immer mehr EuropäerInnen ihren Urlaub in der "Umgebung". Im Bild: Zwei vermummte TouristInnen in Hongkong

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