Israel verlangt Änderungen am Friedensplan

5. April 2003, 20:09
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Keine Kompromisse in Sicherheitsfragen - 15 Vorbehalte gegen US-Plan

Jerusalem - Israel will den angekündigten Friedensplan für den Nahen Osten nicht ohne Änderungen akzeptieren. Der Generaldirektor im Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, Dov Weisglass, erklärte am Samstag, seine Regierung werde keine Kompromisse in Sicherheitsfragen eingehen. Israel werde den USA 15 Vorbehalte gegen den Plan vorlegen. Das so genannte Nahost-Quartett aus den USA, den Vereinten Nationen, der EU und Russland hat beiden Seiten bereits mehrere Entwürfe präsentiert.

Weisglass erklärte, Israel verlange einen Stopp der Terroranschläge und eine neue palästinensische Sicherheitsbehörde "unberührt vom Terrorismus". "Darüber wird es keinen Kompromiss geben, auch wenn, was Gott verhüten möge, der Preis dafür ist, höflich vom Tisch aufzustehen und nach Hause zu gehen", sagte Weisglass. Die USA hätten zugesagt, die israelischen Bedenken zu prüfen.

Der palästinensische Minister für Kommunales, Saeb Erekat, erklärte, das Quartett habe versichert, es werde keine weiteren Änderungen an dem Friedensplan geben. Die israelische Regierung lehne den Plan ab und setzte gleichzeitig den Siedlungsbau und militärische Einsätze fort.

Weisglass begrüßte die Entscheidung, Mahmud Abbas (Abu Mazen) zum neuen palästinensischen Ministerpräsidenten zu ernennen. Sobald dessen Regierung vereidigt sei, werde Israel sehen, ob er den Terrorismus bekämpfe. (APA/AP)

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