Microsoft-Chef unterbricht Urlaub, um für sein Betriebssystem zu werben

6. April 2003, 09:17
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Die Stadt München überlegt Umstieg auf Linux – Microsoft fürchtet Signalwirkung

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat der Microsoft Chef Steve Ballmer seinen Ski-Urlaub unterbrochen, um für seine Firma zu werben.
Hintergrund dafür sind Überlegungen der Stadt München, alle Verträge mit Microsoft zu kündigen und Open Source einzusetzen.

Studie

Eine Studie hatte laut Süddeutscher Zeitung nämlich ergeben, dass München mit Linux seine Informationstechnik sicherer machen und Millionen sparen könnte. In dieser Studie der Firma Unilog Integrata wurden fünf Szenarien verglichen, darunter eine reine Linux- und Open-Source-Lösung, eine Windows-XP-Lösung und drei gemischte Lösungen.

Obwohl nicht nur finanziell direkt messbare Aspekte berücksichtigt wurden, fand sich die Linux-Lösung auf dem ersten Platz wieder.

Sparen

München könne demnach mit dem Umstieg auf Linux mindestens 25 Prozent der Kosten sparen, würde man bei Microsoft bleiben, müsste die Stadt zudem den teuren Umstieg von Windows NT auf XP wagen.

Der Stadtrat muss nun bis zum 28. Mai eine Lösung finden.

Signalwirkung

Da Microsoft offensichtlich bei einer Entscheidung für das Open Source Betriebssystem eine Signalwirkung für andere Städte befürchtet, hat Steve Ballmer seinen Skiurlaub in der Schweiz unterbrochen, um den Münchner Oberbürgermeister Ude mit Preisnachlässen zu überzeugen.
Dieser soll jedoch ein äußerst harter Verhandlungspartner gewesen sein, seine Standard-Phrase lautete angeblich: "What else can you offer?"(red)

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