Versetzungsschutz bei Post wird angeblich gelockert

4. April 2003, 18:42
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Novellierung des Poststrukturgesetzes geplant

Wien - Bei der Österreichischen Post AG soll der Versetzungsschutz gelockert werden. Dies sehe zumindest die Regierungsvorlage zum Budgetbegleitgesetz vor, schreibt das "WirtschaftsBlatt" in seiner Samstag-Ausgabe. Konkret sollen laut Bericht künftig Personalvertreter bei Versetzungen, etwa von Briefträgern, kein Einspruchsrecht mehr haben.

Stattdessen werde ihnen eingeräumt, bei Versetzungen "mitzuwirken". Bei den von der ÖIAG getriebenen Sparmeistern der Post werde das zwar als kleiner, aber wichtiger Schritt gewertet. Eine derartige Aufweichung des Versetzungsschutzes würde mehr Flexibilität in den Personalgestionen bringen, zitiert das "WirtschaftsBlatt" Post-Sprecher Michael Homola.

Die größere Brisanz liege wohl darin, dass die Regierung damit die heilige Kuh "Beamtendienstrecht" antaste. Im engeren Sinn handle es sich dabei um eine Novellierung des Poststrukturgesetzes.

Die Post zählt trotz aller Rationalisierungen noch immer 60 Prozent Beamte, von insgesamt 29.000 Beschäftigten. Noch immer zu viel, um im liberalisierten Markt zu reüssieren, zitiert das Blatt Insider. Das sei auch dem Eigentümer ÖIAG bekannt.(APA)

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