"Viertel vor" oder "Dreiviertel"?

16. Juli 2007, 13:19
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Ein innerösterreichisches Ost-West-Gefälle und andere Zeitphänomene ... doch woher kommen die Unterschiede im Sprachgebrauch?

Auf die Spuren subjektiver Zeitbeschleunigung und (un)denkbarer rückwärtslaufender Zeit hatten wir uns vor geraumer Zeit schon begeben. Aber Zeit ist nun mal Zeit und die der Uhr sowieso. "Wie reden wir also über diese Zeit?", fragte sich auch User dschnitzer, der diese Woche unseren Preis gewinnt.

Die Facetten des Redens über die Uhrzeit reichen von "elfhundert" über "elf Uhr" bis zu "punkt elf". Warum sagt mensch aber zum Beispiel "halb neun" (8:30) aber nicht "halb dreizehn" (12:30)? Warum "halb sieben" (6:30) aber nicht "halb achtzehn" (17:30)?

Wird der Sprachgebrauch auf ein mögliches Ost-West-Gefälle in Österreich ausgedehnt, so will je nach angestammter Örtlichkeit die eine oder andere Person die richtige Logik entdecken. Hatten Sie noch nie einen Treffpunkt vereinbart und sich anschließend gefragt, "WANN denn nun eigentlich treffen wir uns"? Warum ist "viertel zwölf" (im Osten) "viertel nach elf" (im Westen) und nicht 11 Uhr 15? Woher kommen die Unterschiede? Und kann es überhaupt "die richtige Verwendung" geben? (red)

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    foto: photodisc
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