WHO-Studie

Kaiserschnitt ist keine harmlose Option

15. Jänner 2010, 14:22

Gesundheitliches Risiko für die Mutter im Vergleich zur natürlichen Geburt um ein Dreifaches höher

London - Ein Kaiserschnitt sollte nicht ohne medizinischen Anlass erfolgen. Wie eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, gefährdet ein solcher Eingriff die Gesundheit und das Leben der Mutter.

Weltweit wird immer häufiger ein sogenannter elektiver Kaiserschnitt vorgenommen, der zwar medizinisch nicht erforderlich ist, aber mit dem sich der genaue Zeitpunkt der Geburt planen lässt. Nun analysierten WHO-Mitarbeiter die Daten von rund 110.000 Geburten aus neun asiatischen Ländern. Über 27 Prozent der Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt.

Risiko steigt

Erfolgte dieser Eingriff ohne medizinischen Grund vor Beginn des Geburtsprozesses, so stieg das Risiko, dass die Mutter starb oder schwere Komplikationen erlitt, im Vergleich zu einer natürlichen Entbindung um fast das Dreifache. Wurde der Eingriff ohne Indikation erst während des Geburtsvorgangs vorgenommen, erhöhte sich die Gefahr sogar um den Faktor 14, wie die WHO-Forscher in der Zeitschrift "The Lancet" berichten. Ein Kaiserschnitt sei keineswegs eine harmlose Option, betonen zwei Gynäkologen aus Singapur in einem Kommentar. (APA)

Quelle: "The Lancet", Online-Vorabveröffentlichung

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fuchstritt
00
19.1.2010, 09:34

die hebamme darf ja nix angreifen, von nähen keine rede. alos jetzt nix gegen hebammen aber das hat shon einen grund warum manche jahrelang studieren müssen um dann zu nadel u faden greifen zu dürfen

Kathi1609
 
01
19.1.2010, 11:32
natürlich dürfen hebammen nähen.

gut, von denen im krankenhaus würd ich mich auch nicht nähen lassen, denn die haben eh die ärzte und haben keine routine.

aber eine freie hebamme, die ihrer klientin nach gelungener geburt nicht wegen dem nähen einen transport ins kh zumuten will, wird sich sehr wohl ordentlich bilden und üben, um selber gut nähen zu können.
der unterschied ist, dass das bei denen meist nicht nötig ist, weil ihre frauen in der regel unbeschadet durch die geburt kommen.

biggi729
01
18.1.2010, 13:15

und noch etwas: eine freundin hat normal entbunden. allerdings mit einer miesen hebamme, die scheinbar nur zur zierde dabei stand. ergebnis: dermaßen nach innen und fächerförmig gerissen, dass sie den oa holen mußten, weil sie nicht mehr wußten, wie sie sie wieder zusammenflicken sollten. hat dann 20 stiche gehabt. eine andere freundin wollte auch unbedingt normal entbinden, obwohl alle gesagt haben, das wird sich nicht ausgehen. auch ein henderl mit einem zwar nicht so großen aber schweren kind. sie hats dann getan, mit dem ergebnis, dass scheide, damm und schamlippen gerissen sind. wie man sieht, sein kann immer was, die risikolose geburt ist noch nicht erfunden. soll jetzt kein feldzug für die sectio sein, aber manchmal muß halt sein.

anne.sche
21
23.1.2010, 15:18
also,

weil frau angst hat um ihre schamlippen - oder was auch immer, mutet sie dem baby einen kaiserschnitt zu....

Desperate83
00
28.3.2010, 14:20

Fürs Baby ist der Kaiserschnitt nicht schlechter. Hirnschädigungen durch Sauerstoffmangel gibt es bei Kaiserschnitten im Gegensatz zu normalen Geburten jedenfalls nicht. Das Risiko für die Frau schwere Komplikationen währenddessen zur erleiden ist beim Kaiserschnitt jedenfalls höher. Dafür wird der Beckenboden geschont, was hinsichtlich Stuhl- und Harnkontinenz ein Vorteil ist.
Letztlich sollte jede Frau über Vor- und Nachteile sämtlicher Entbindungsmöglichkeiten informiert werden und dann unter den im individuellen Fall möglichen Optionen (natürliche Geburt ist leider nicht immer eine mögliche Option) frei entscheiden dürfen.

Dagmar Rehak
 
00
28.3.2010, 14:53

Sauerstoffmangel ist nicht durch die Geburt an sich bedingt, sondern in der Regel durch Sauerstoff entziehende oder Sauerstoff verbrauchende Maßnahmen, die in der Regel von außen gesetzt werden.
Beim Kaiserschnitt muss die Gebärmutter ruhig gestellt werden, und zu diesem Zweck gibt man der Frau ein Mittel, das nicht nur die Gebärmuttermuskeln entspannt, sondern auch die Arterien. Dadurch sinkt der Blutdruck, die Spiralarterien, deren Oberfläche bestimmen, wie gut das Kind versorgt wird, kollabieren, und es muss innerhalb von Minuten geholt werden, sonst stirbt es.
Der Beckenboden wird nicht durch die Geburt belastet, sondern die Muskeln dehnen sich auf und gehen auf ihre ursprüngliche Größe und Position wieder zurück. Wenn das nicht passiert, hat irgendjemand etwas falsch gemacht. Und eines ist sicher: Die Geburt war's nicht.
Bei einem Kaiserschnitt hingegen werden sehr wohl Beckenmuskeln verletzt, und zwar zerschnitten. Während der Heilung hat der ganze Bereich da unten erst einmal Sendepause und keine Spannung.

Wirklich frei entscheiden kann man sich nur, wenn man die nicht irrationale Ängste in erfundene Theorien steckt.

Dagmar Rehak
 
00
18.1.2010, 16:42

Solche Risse entstehen IMMER durch mangelhaft ausgebildetes Personal. Sowas darf bei einer Geburt einfach nicht passieren. Es gibt Hebammen, die in 20 Jahren keinen einzigen Riss dieser Größenordnung haben, weil sie sich einfach auskennen.

Kathi1609
 
00
18.1.2010, 16:13
ob es unten reißt, hat mit der kaiserschnitt-notwendigkeit nichts zu tun.

der kaiserschnitt wird dann nötig, wenn das kind aus irgendeinem grund nicht ins becken eintreten kann, um die letzten ca. 10cm geburtsweg hinter sich zu bringen (also das ende der eröffnungsphase, der beginn der pressphase).

wenn das kind mal im becken ist und die pressphase startet, ist nichts mehr mit kaiserschnitt.

und wenn es dann am ende der pressphase reißt, wurde während der pressphase mist gebaut (also frau nicht ihre beste position einnehmen lassen, frau zum powerpressen anleiten, frau vorher mit pda das pressgefühl nehmen ...).

deine "andere freundin" war also nicht zu schmal für ihr kind, sonst wär es ganz nicht ins becken gekommen. "da unten" sind nur mehr muskeln, und wenn die reißen, siehe oben, mist in der pressphase ...

biggi729
00
18.1.2010, 17:11

meine freundin hatte einen hohen blasensprung und von da weg dauerte es nochmals 24 std., bis sich der junior bequemte, das licht der welt zu erblicken ... die pda kann ich ihr also nicht verdenken. aber es stimmt, das personal in dem spital (josefs-spital im 13.) war eine einzige katastrophe.

Dagmar Rehak
 
00
19.1.2010, 00:01

24 Stunden heißt ja nicht 24 Schmerzen und nicht schlafen können.
Was war denn am Personal im St. Josef eine Katastrofe? Ich kenn eigentlich nur positive Berichte. Aber erzähl einmal!

biggi729
00
19.1.2010, 09:43

von inkompetent über unfreundlich bis präpotent. 0 hilfe für eine erstgebärende usw.

Kathi1609
 
00
19.1.2010, 11:34
ich hatte auch einen hohen blasenprung und 15 stunden bis zur geburt.

von diesen 15 stunden waren vielleicht 2,5 stunden unangenehm, die lange eröffnungsphase hab ich fernsehend, dösend und meinen mann mit wünschen nervend verbracht.
24 stunden heißt ja nicht, dass frau sich einen tag lang quält.

vielleicht bedeutete "0 hilfe für eine erstgebärende", dass die hebamme der frau nicht das pressen abgenommen hat. da kenn ich auch eine beschwerde über das st. josef dahingehend. wer erwartet, dass einem die anderen sagen, was man tun soll, ist natürlich im st. josef fehl am platz.

biggi729
00
19.1.2010, 13:57

nein, sie hatte eine sehr, sehr schwere schwangerschaft. ihr vater ist dann noch am abend vor der geburt verstorben, dann hatte sie den blasensprung.
mit 0 hilfe meine ich, dass sie, als das kind da da war und in einer tour nur geschrieen hat, zu den schwestern gegangen ist und um hilfe gebeten hat, weil sie schon alles mögliche versucht hatte. antwort: "no sie werden doch ihna kind no beruhigen können!" danke. und wie gesagt, die hebamme ist bei der geburt nur daneben gestanden, von dammmassagen, kompressen o.ä. keine spur. als ich sie besuchen ging, wurde mir dann die "freundlichkeit" der schwestern selbst zuteil.

Kathi1609
 
00
19.1.2010, 21:14
wenn mir eine hebamme unter der geburt

"da unten" rumgefummelt hätte, hätte ich ihr eine getreten... bringt auch nichts. wenn man eine frau in ruhe ihre position und ihr tempo finden lässt, reißt auch nix.

ich versteh schon, dass man mit dem ersten kind anfangs ziemlich gefordert ist; und ich bin die erste, die bestätigt, dass krankenhauspersonal, besonders schwestern, oft unfreundlich ist.
aber unterm strich - daheim erklärt ihr auch keiner, wie sie das kind beruhigt. ein krankenhaus ist halt einfach ein falscher ort, um sich in ruhe und genuss mit seinem baby vertraut zu machen. die eigenen vier wände mit großem bett, eigenem bad und keinen fremden gestalten und ständigem türauftürzu ist da viel brauchbarer. ich würd als baby in solchem stress auch schreien.

biggi729
00
19.1.2010, 22:07

das kind ist heute, über 2 jahre später, noch so ...

Kathi1609
 
00
19.1.2010, 22:26
ja, solche kenn ich auch. :-)

aber das heißt nur auch, dass es halt ein wesenzug ist und es keinen krankenschwesterlichen kniff gegeben hätt, um das schreien abzustellen. sicher hätte man der mutter bestärkender den umgang mit einem stressigen kind vermitteln können - aber wie gesagt, drum ist ja auch ein krankenhaus mit gehetztem personal, dass sich um 30 leute kümmern muss und dabei irgendwelche blöden maßnahmen (dreimal täglich baby wiegen ...) unterbringen muss, kein ort für so anstrengende tage.
in den eigenen vier wänden mit einer freundlich-geduldig-positiven hebamme, die man im notfall auch morgens um vier heulend anrufen kann (weiß ich aus eigener erfahrung) ist da viel geeigneter.

biggi729
00
20.1.2010, 10:38

sie hat eh gesagt, wenn sie gewußt hätte, wie das wird, hätt sie sich eh eine eigene hebamme mitgenommen. nur mit sowas hat sie natürlich nicht gerechnet.
ich hatte in der schwangerschaft auch eine superliebe hebamme, die mich nach der geburt auch daheim besuchen kam. die kann ich heute noch anrufen und sie gibt mir kompetenten rat. was mir auch an ihr so gefallen hat: ich hab gesagt, ich kriegt einen ks und als ich angefangen hab zu errklären hat sie gleich gemeint, stop, ich bin absolut niemandem rechenschaft darüber schuldig. sie kennt auch meinen arzt sehr gut und hat gemeint, wenn der sagt schneiden, dann hats einen grund.
auch ihre kollegin kam einmal während der schwangerschaft zu mir, um mich gegen sodbrennen zu akupunktieren.

Kathi1609
 
00
20.1.2010, 12:14
siehst, aber das ist das problem. die infos, wie es in der praxis ohne eigene hebamme ausschaut, kommen nicht zu den frauen.

ss und geburt sind in ö ärztemonopol, und die beschämenden ergebnisse zeigen, wie schief das läuft.

wenn wir holländische verhältnisse hätten, würden wir das alles nicht diskutieren. ich hätte meine hebamme nicht privat zahlen müssen, keiner würd zu ss-untersuchungen gezwungen werden, wir hätten weniger komplikationen und sectiones, du hättest vielleicht keine narbe am bauch, deine freundin wär nicht zrissen, und unser gesundheitssystem würd sich jährlich ein paar millionen sparen.

aber so herrscht ein klima der verunsicherung und bevormundung und haufenweise medizin. unsinn.

biggi729
00
20.1.2010, 12:57

also die untersuchungen waren das letzte, was mich gestört hat, im gegenteil. hab mich immer gefreut, meine kleine zu sehen und zu wissen, dass es ihr gut geht. aber ok, wenn das jemand nicht will, auch seine sache.

Kathi1609
 
00
20.1.2010, 13:02
so sollte es sein. jedem seine sache. ist es aber nicht. machst du bestimmte sachen nicht oder bei einer hebamme, fallst du um 50% kindergeld um.

fachleute anderer länder (auch ärzte) tippen sich ans hirn, wenn du ihnen das erzählst.

aber der ultraschall ist - gottseidank - auch weiterhin noch nicht "pflicht" für das kindergeld.
ich weiß, babywatching ist schön, aber es ist irre laut für die kinder (lauter als geräuschemachendes kinderspielzeug sein DARF!) und in den ersten wochen ist es auch nicht gesichert, dass es nicht bei der zellteilung schaden anrichten kann.
beim 1. kind wusste ich das auch noch nicht und war ganz begeistert, wenn meine kleine wild gezappelt und die hände am gesicht hatte. dabei wollte sie wohl nur dem lärm entkommen. :-( beim nächsten mal mach ich es sicher anders.

www.geburtsallianz.at/downloads... gefahr.pdf

Dagmar Rehak
 
00
20.1.2010, 16:37

Das menschliche Ohr nimmt Schallwellen bis 20 kHz wahr, jüngere Menschen zwar höhere Töne, aber die Frequenzen von ab einem MHz können auch bei ganz ganz jungen Menschen nicht gehört werden. Das ist einfach nicht möglich. Und es wäre mir auch nie aufgefallen, dass meine Kinder - und ich hab echt viel geschallt - davon beunruhigt gewesen wären, im Gegenteil.

Und zur Lautstärke: Schwallwellen sind ja kwasi Vibrationen, und die tun dem Gewebe nachgewiesener Maßen gut. Es wachsen sogar gebrochene Knochen schneller zusammen, wenn sie vibriert werden.

biggi729
00
20.1.2010, 13:13

ultraschall laut für die kinder??? also von heftigen reaktionen hab ich bei unserer nichts bemerkt, im gegenteil, meistens hat sie gebüselt ;o)

Kathi1609
 
01
20.1.2010, 13:18
lies den link.

der ultraschall erzeugt im uterus schwingungen von etwa 100 dezibel. das entspricht einer einfahrenden u-bahn.
auch das ein medizin. faktum, das in keinem geburtshilflichen lehrbuch steht.
im link sind die quellen verzeichnet. alles nachprüfbar, kein blabla.

Dagmar Rehak
 
11
19.1.2010, 17:40

Sixtus, das mein ich mit positiven Berichten übers St. Josef, auch wenn die Betroffenen das nicht zu schätzen wissen. So wie beschrieben gehört es nämlich auch.
Die Dammmassage macht der Mann in der Schwangerschaft, aber auch nur aus Belustigungsgründen, Dammrisse verhindern kann man damit nicht. Und Kompressen braucht auch keine Frau. Ok, beim Schreien hätte man abklären müssen, ob das Kind nicht doch etwas Organisches hat. ABer grundsätzlich ist es schon so, dass die Mütter die Kinder beruhigen müssen, nicht die Säuglingsschwestern.
Das gefällt mir eben am St. Josef, dass dort die Frauen eigenverantwortlich handeln müssen und dass das auch eingefordert wird. So gehört es und so soll es sein.

stella44
00
21.1.2010, 10:30
eigenverantwortlich handeln...

...kann auch bedeuten, dass die Mutter/Familie sich professionelle Hilfe holt, wenn das Baby nach der Geburt so viel weint, dass alle nur mehr unter Stress stehen und sich nichts verändert. Die Mutter bekommt genau die Begleitung, die sie dann befähigt, es selbst zu tun. es werden ihr keine erklärungsmodelle "auf´s aug gedrückt" sondern der sichere rahmen geboten, um ihre kompetenz zu entdecken und anzuwenden. eigenverantwortlich :-)
z.B. www.eeh-oesterreich.at

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