Khol: Südtiroler Doppelstaatsbürgerschaft gefährlich und unsinnig

15. Jänner 2010, 11:12

ÖVP-Seniorenchef: "Nicht durchsetzbar, Mehrheit für fundamentale Verfassungsänderung würde sich nicht finden."

Innsbruck - Als "nicht sinnvoll, gefährlich und undurchsetzbar" hat der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes Andreas Khol die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler bezeichnet. Es sei eine "Illusion zu glauben, dass eine solche fundamentale Verfassungsänderung eine Mehrheit im österreichischen Parlament fände", meinte der frühere Nationalratspräsident zu dem von der Südtiroler Volkspartei (SVP) Mitte Dezember geäußerten Wunsch.

Khol glaubte, dass diese auch in den Teilen Tirols südlich und nördlich des Brenners "nicht mehrheitsfähig" sei. Zudem sei die Bevölkerung südlich und nördlich des Brenners "mit der derzeitigen Situation mehrheitlich zufrieden", erklärte er in der "Tiroler Tageszeitung" (TT). Die Initiative der Südtiroler sei mit den österreichischen Stellen nicht abgesprochen, die "bewährte Vorgangsweise der Absprache aller wichtigen staatspolitischen Vorhaben zwischen Bozen, Innsbruck und Wien sei verlassen worden".

Der VP-Seniorenchef verwies auf den 1947 abgeschlossenen Pariser Vertrag zwischen Österreich und Italien, der die Grundlage für Südtirols Autonomie sei. "Eine Verfassungsänderung mit österreichischer Staatsbürgerschaft widerspricht Buchstaben und Geist des Pariser Vertrags", wurde er in der "TT" zitiert. Ein Rütteln daran sei "gefährlich für die Autonomie". Italien würde "einen feindseligen Akt" sehen, in Südtirol würden "neue Gräben entstehen", zeigte sich Khol überzeugt. Er frage sich, ob man den "Konflikt zwischen 'Optanten' und 'Dableibern' wieder aufleben lassen wolle. (APA)

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Schlappstruller
10
19.2.2010, 17:46
Tirol ist deutsch

Weder Italien - die weiterhin italienisch bleiben - noch Österreich, das nach dem baldigen Staatsbankrott zu einem weiteren Bundesstaat in der BRD wird, haben Anrechte auf Tirol. Tirol ist deutsch und wird zu einem eigenen Bundesland im BRD-Staaten Verband.

Neben historisch-ideologischen Tatsachen, sind letztendlich auch wirtschaftliche Fakten wichtig. Weder Österreich noch Tirol können weiterhin alleine existieren.

ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
01
na wenigstens

passt ihr nick zu ihrer aussage....

Tirolabua
00
25.1.2010, 13:43
Hat decht eh schun a jedr die doppelte Identitätskartn

die IKEA family card

Huberle
 
13
20.1.2010, 14:44
österreichische Staatsbürgerschaft

Als Südtiroler würde mir die österreichische Staatsbürgerschaft keinen materiellen Vorteil bringen, würde mir aber erlauben, mich meinem Vaterland vollends zugehörig fühlen zu dürfen.

Die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft (auf Antrag) würde die entstehenden Gräben zwischen Südtirol und dem Bundesland Tirol wieder beseitigen. Eine Lösung im europäischen Sinne

TheScientist88
00
19.1.2010, 11:26
Ich bin Südtiroler!

Und ich besitze sowohl die österreichische als auch die italienische Staatsbürgerschaft!

immer einmal mehr als wie du
03
18.1.2010, 22:09
peinlich

Vorneweg: Ich bin selbst Südtiroler und studiere in Österreich. Ich bin lieber hier als in Südtirol oder sonstwo in Italien. Und trotzdem finde ich es lächerlich, wenn Südtirol die Österreichische Staatsbürgerschaft verlangt.

Südtiroler sind es einfach viel zu gewohnt nur das Beste zu bekommen, und wenn wir mal etwas nicht bekommen, dann wird geplärrt wie bei Kleinkindern. Und das ist beschämend. Man merkt eben dass wir keine größeren Probleme haben. Je besser es den Leuten finanziell geht, desto unzufriedener werden sie.

Und am besten hat das Ganze heute unser eigener Landeshauptmann ausgedrückt: "Wir wollen immer das Beste vom Besten, ohne zu fragen, ob uns das überhaupt zusteht." Der Mann hat noch was im Kopf.

Österreich ophil
00
18.1.2010, 23:38
leider

hat mein Vorposter Recht. Ich würde mir als Südtiroler nichts sehnlicher wünschen, als den österreichischen Pass zu bekommen (und um Himmels Willen nicht, um wieder die Rosinen herauszupicken, sondern um meine Verbundenheit mit dem "Vaterland" auszudrücken). Ich kann die Nordtiroler und die österreichischen Politiker schon verstehen, wenn sie so skeptisch sind. Zum einen geht uns ein schlechter Ruf voraus, zum anderen würden wir Österreich wirklich in eine missliche Lage bringen, sollten wir auf Biegen und Brechen auf die Doppelstaatsbürgerschaft bestehen. M.E. muss zunächst einmal Vertrauen wiederhergestellt werden und das Süd- und Nordtiroler Volk "zusammenwachsen", dann kann man über den doppelten Pass u. andere Dinge reden u. verhandeln

erinnye
 
04
16.1.2010, 20:04
Es wird wieder

zusammenwachsen was zusammen gehört!

Schnabeltierfresser
00
19.1.2010, 12:35
Ist ja schon längst.

Kiste
00
17.1.2010, 12:09

Das habe die Russen ja auch schon in Nordossetien (Georgien) gemacht. Vorbildhaft.

==McMurphy==
00
17.1.2010, 08:26

was meinen`s?

Stanley Kowalski
26
16.1.2010, 18:50
Ein geteiltes Tirol ist absurd.

==McMurphy==
23
17.1.2010, 08:25

..auch ein geeintes tirol ist absurd.

Michael Haberler
41
17.1.2010, 00:21
sehe ich auch so

Nordtirol den Italienern.

Den Herrn Kohl bitte dazu, ohne Doppelstaatsbürgerschaft.

undibinado
00
wow

du scheinst mir aber sehr intelligent zu sein???!!!

nonane
00
18.1.2010, 12:52
ich schätze mal

dass sie nicht aus Tirol sind?

erinnye
 
01
17.1.2010, 11:20
Fascho?

Jake Gittes
43
16.1.2010, 17:43

In Zeiten der EU völlig wurscht welche Staatsbürgerschaft ich habe.

rochus
00
18.1.2010, 09:07

spaetestens wennst bei -40 grad in lappland den wehrdienst ableisten musst, bist anderer meinung

Andreas Prucha
24
16.1.2010, 20:29

ht ganz, aber zunehmend. Was ich aber seltsam finde, ist der Ruf nach einer *Doppelstaatsbürgerschaft*. Bei Migranten verstehe ich den Wunsch noch, aber was hat ein irgendwann in den letzten Jahren in Südtirol geborener mit Österreich zu tun, was eine solche Doppelstaatsbürgerschaft rechtfertigen würde.

Abgesehen davon bin ich der Ansicht, dass wir die Staatsbürgerschaften in Europa durch eine europäische Staatsbürgerschaft ersetzen sollten. Besondere Wahlrechts-Dinge könnten über den Hauptwohnsitz geregelt werden.

Chien de Pique
02
17.1.2010, 01:44
Umgekehrt gilt vieles davon natürlich auch - auch Nordtiroler sehen sich zB Südtirol heute als Teil der Information über ihre Region an).

Er hat bedeutend mehr mit Nordtirol zu tun, mit dem ihn Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte und gemeinsame Überlieferungen und Nationalhelden verbinden als ein jüngerer DDR-Bürger je mit Westdeutschland (und die Wiedervereinigung Deutschlands werden Sie ja wohl nicht auch in Frage stellen?) zu tun hatte, denn hier sind Austausch und Kontakt der getrennten Landesteile niemals derart gewaltsam und radikal unterbunden worden (was die Trennung andererseits weniger schmerzlich macht, wozu die EU nun ebenfalls ihren Beitrag leistet).

Chien de Pique
00
17.1.2010, 01:43
Bei MigrantInnen verstehe ich es grade nicht, die sind ja (in aller Regel) freiwillig migriert und haben ihre neue Staatsbürgerschaft freiwillig angestrebt, sind

nicht von ihrem Land zwangsabgetrennt worden. Was hat ein in Südtirol Geborener mit Österreich zu tun? Er lebt in einer Hälfte des ohne jede sachliche Rechtfertigung in der Mitte auseinandergeschnittenen Tirol. Mit Tirol hat er vor allem einmal zu tun.
Er studiert und arbeitet vielfach hier, er fährt zum Wochenendeinkauf hierher, er nimmt hier an Veranstaltungen und dem kulturellen Leben Teil, er hat hier evt. Teile seiner Familie und seines Freundeskreises, er sieht österreichisches Fernsehen , sogar seine Lokalsendung "Südtirol heute" wird von Innsbruck aus ausgestrahlt.

das poppende lottchen
11
16.1.2010, 17:56
in der praxis ist das leider noch nicht völlig wurscht.

da kann man etwa je nach dem vor- oder nachteile haben. nur vier stichworte: wehrdienst (bzw. zivildienst), steuerrecht, uni-zugang, grunderwerb.
eine eu-staatsbürgerschaft wäre schön. aber das wird eben aus den oben genannten gründen auch von den nationalen regierungen abgelehnt.

Lala4
02
16.1.2010, 17:29
Warum sollte Österreich das tun?

Welchen Grund hätte Österreich, den Südtirolern gegen den Willen der Italienischen Regierung eine österr. Staatsbürgerschaft zu verschaffen?

In Punkto Hochschulzugang, Stipendienwesen usw. werden sie eh bevorzugt behandelt, was also wären die Vorteile für Österreich?

Kann mir das irgendwer erklären? Ich verstehs wirklich nicht...

na habedere
21
16.1.2010, 23:51
verstehen

dazu müssen Sie im 19. Jhdt. aufgewachsen sein, oder - noch besser - bei der HJ gewesen sein, dann versteht man sowas ...

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