BZÖ

Deutsche Studierende sollen 5.000 Euro zahlen

14. Jänner 2010, 13:06

BZÖ-Chef Bucher will, dass Numerus-Clausus-Flüchtlinge bei Studienbeginn Gebühr zahlen

Eine neue Idee hat BZÖ-Chef in der Frage der Finanzierung der österreichischen Universitäten: Er will, dass deutsche Studierende künftig 5.000 Euro zu Studienbeginn zahlen sollen, während österreichische Studienanfänger mit Matura oder Studienberechtigungsprüfung einen 5.000 Euro "Uni-Bonus" erhalten sollen, der sie von dieser Gebühr befreit. "Es soll eine verpflichtende Einschreibgebühr von 5.000 Euro für alle geben, alle Österreicher können dann aber ihren Gutschein verwenden und kostenlos inskribieren", so Bucher im Gespräch mit derStandard.at. Zusätzlich sollen allerdings - geht es nach dem BZÖ - auch die Studiengebühren wieder vollständig eingeführt werden.

"Bei 60.000 deutschen Studenten (Anm.: die derzeit schon in Österreich studieren) würde das 300 Millionen Euro für die Universitäten bringen", meint Bucher in einer Aussendung.

Bucher formulierte diesen Vorschlag auch vor dem Hintergrund, dass nächstes Jahr möglicherweise doppelt so viele deutsche Studienanfänger nach Österreich kommen werden, da in Deutschland die Schulzeit an Gymnasien um ein Jahr verkürzt wurde. "Gerade in Anbetracht der angespannten budgetären Situation der Hochschulen ist es untragbar, dass die Österreicher die Ausbildung anderer Nationen in diesem Ausmaß berappen", kritisierte Bucher, der einen "Super-Gau" an den Unis im nächsten Jahr befürchtet. (edt/derStandard.at, 14.01.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 63
1 2
inwiefern1
00
...

Man sollte sich eher bemühen, der österreichischen Gesellschaft Bildung und institutionelle Barrierefreiheit zu gestatten, denn so etwas wie eine nationale oder internationale Auslese bzw. Elite muss verhindert werden. Die deutsche Regierung sollte sich um ihr fast schon merkantiles Bildungssystem kümmern, damit die Leute auch zu Hause studieren können. Österreich ist nun mal ein kleines Land mit einer kleinen Kapazität, hierbei sollte man sich nichts vormachen.

TomK32
 
01
17.1.2010, 13:24
Das merk ich mir...

... für die nächste Wiedervereinigung.

Mal im ernst, man sollte sich viel mehr drum bemühen dass die Deutschen (ich selber komm aus dem kleindeutschen Eck, also irgendwas dazwischen) nach dem Studium in Österreich bleiben und damit ordentlich Steuern zahlen.
Mit Invasoren kann man genau so gute Geschäfte machen wie mit Investoren.

Seek and discuss
 
00
15.1.2010, 20:49

Bevor man den Mund aufmacht, um mit der politischen Gesinnung der Vorschlagenden zu argumentieren, sollte man sich vielleicht vorher kundig machen:

http://www.statistik.at/web_de/st... index.html
Die Zahlen sprechen für sich.

Ich als Studierender im Fach Psychologie kann nicht glauben, was Rektor Töchterle sagt: drei von vier Plätzen sind Österreichern vorbehalten (http://www.zeit.de/studium/h... page=all). Das sieht man im Uni-Alltag, es sind weitaus mehr Bafög-subventionierte Deutsche da als angeblich erlaubt, und eine eigene Statistik für die psych. Fakultäten ist zu pervers für Statistik Austria. 5000 € müssen schon her!

smea_gol
00
15.1.2010, 15:29

hr. bucher sollte sich einmal mit den grundfreiheiten und dem diskriminierungsverbot der EU auseinandersetzen, bevor er den schlapfen aufreißt. warum die rechten sol probleme mit dem verständnis von gängigen gesetzes und Rechtsmaterien haben? nun ja, vielleicht lässt das einen rückschluss auf die gesamtintelligenz dieser politischen richtung zu...

Roger Sturm
00
15.1.2010, 15:02


Wir hatten bereits eine gute Lösung. Jeder, der in seinem Heimatland studieren darf, darf auch bei uns studieren. Das diskriminiert niemanden und ist die einzige sinnvolle Lösung und soll festgeschrieben werden.



fuchstritt
01
15.1.2010, 12:42

bitte das heißt studenten nicht studierende bittebitte

thomse
22
15.1.2010, 11:45
ich glaub das rechte lager hat überhaupt nix mehr zu sagen

övp eingeschlossen

bildung sollte gratis sein ... dafür gibt es genug geld in österreich....

das anglikanische system ist eben ein blödsinn.... zu teuer und zu wenig sozial....


Miklaus Röchlinger
10
15.1.2010, 11:03

Wenn man Preise verlangt, dann kuss etwas auch einen Wert haben. Derzeit haben die allermeitsen Studienrichtungen dank jahrzentelanger Vernachlässigung jedoch kaum einen solchen Wert...

Franz I. von Kakanien
11
15.1.2010, 09:58

Und für die Kärntner, die nicht in Klagenfurt studieren, heben wir dann 10.000 € ein, dann krieg ma auch noch was vom Hypo-Kuchen!

virus7
01
15.1.2010, 09:46
xenophobie bis in den hoersaal ...

... das bzoe und ihre unzurechnungsfaehigen proponenten stehen immer wieder fuer schwachsinnigkeiten quer durch die tagespolitik.

seien wir doch froh, dass ein paar studies aus de zu uns kommen und lassen wir sie bei uns studieren - das bringt renomee, gute leute und viel steuern.

aber soweit zu denken ist fuer einen politiker in oesterreich im anbrechenden 21ten jahrhundert augenscheinlich nicht mehr drinn.

just my 0.02€

Elessar
03
15.1.2010, 08:53

würden 300mio bringen!?!
hätten die leute bei der hypo besser aufgepasst wären 500mio mehr in der kassa,.......
ist sinnlos so eine diskussion, da nicht EU-konform!

was ist dann mit studenten anderer nationen?,...
bucher sollte mal zuerst denken und dann reden.

Gobi Todic
04
14.1.2010, 23:30
Während dem Putsch

tat mir der gemäßigte Bucher ja fast ein wenig leid. Hat sich hiermit wieder erledigt.

Bucher, Neoliberalismus ist seit 2008 out - hat dir das noch keiner gesagt?

Quintus Beckloeffel
00
15.1.2010, 09:47

Seit wann ist Protektionismus ein Merkmal des Neoliberalismus?

Homer Simpson II.
 
00
15.1.2010, 09:07
Naja,

eigentlich ist sein Vorschlag nicht neoliberal sondern protektionistisch.

Er ist obendrein nicht zielführend da dann die Brieftasche (der Eltern?) entscheidet wer zu uns kommt.

Ziel sollte es stattdessen sein attraktiv für all jene zu sein, die was im Kopf haben und willens sind Leistung zu erbringen (gilt selbstverständlich auch für ös. Studierende). Diese brauchen eine entspr. Infrastruktur, auch klar. "Alibistudenten" die das Studium mehr oder weniger zum Zeitvertreib betreiben brauchts hingegen nicht.

Dass man sich überlegen muss wie man nicht unbegrenzt vorhandene Studienplätze auf Studienwillige aufteilt ist legitim und sogar unerlässlich. Dass es auf diese Frage eig. bis dato keine vernünftige Antwort gibt ist eine Schande

SiSe
00
15.1.2010, 11:17

LLL

Round'n'round it goes
01
15.1.2010, 10:36

Meine Alarmglocken schrillen bei dem Wort "Alibistudenten" und "Studium zum Zeitvertreib". Was ist genau damit gemeint? Ist es nicht ein schöner Zeitvertreib, etwas zu lernen? Für mich ist es das. Der schönste überhaupt!

Homer Simpson II.
 
10
15.1.2010, 11:44


Da gebe ich Ihnen (Dir?) gerne recht, lernen, dazulernen, sich bilden, weiterbilden, informieren - alles wunderbar und absolut zu begrüßen.

Als "Alibi-Studenten" bezeichne ich eine Person die zwar an einer Uni inskribiert ist, aber entweder nicht fähig und/oder willens ist das studium in einer vernünftigen zeit mit erfolg abzuschließen, wobei ich nicht dem "scheuklappen-denken" das wort reden will und auch weiß dass sich Lebensumstände ändern können.

tarantoga
00
15.1.2010, 13:00
ja und wer entscheidet was eine "vernünftige" zeit ist? sie?

ich glaube man sollte es wohl ohne fremdbeurteilung den studenten überlassen wie lange sie studieren.
ob jemand in mindeststudienzeit durch studium hetzt und ein paar "leichte" prüfungen und scheine macht. ja das gibts. oder ob jemand sich eher die schweren dinge vornimmt und länger braucht. oder ob man ein doppelstudium betreibt oder halt bis 30+ studiert. das sind individuelle lebensentwürfe!

das bachelor-prinzip verschult die studenten schon genug. schade, war doch gerade wien ein hort des wissens. zb. die freaks, die sich für detailfragen und sonstige wirklich wilde fachgebiete stundenlang in der alten nabi im lesesaal "eingewühlt" haben.

schön wars! das sollte nicht durch diese wu-affinen bildungspolitikfehler zerstört werden.

Homer Simpson II.
 
00
15.1.2010, 13:26


sie werden lachen - ich geb ihnen zu 99% recht, und die thematik ist in der tat nicht unkompliziert!

ums auf den punkt zu bringen: ich möchte mit meinem steuergeld keinen finanzieren der 35 semester soziologie studiert und sich einen lenz macht. für fähige leut zahl ich gern was dazu.

tarantoga
00
15.1.2010, 13:42
naja, aber vielleicht brauchts die leute halt auch?

irgendwie wäre es ja langweilig, wenn es nur diese "turbostudenten" gäbe. schule ohne ende.
und: in einem studium wird eine gewisse anzahl scheine absolviert. ob man sich dafür jetzt 5 oder 15 jahre nimmt verursacht ja nicht mehr "aufwand" oder kosten.

ich finds auf jeden fall gut, wenn es diverse menschen auf den unis gibt.
dazu gehören 35jährige soziologie studenten genauso wie 21jährige wu-maschinen.

jeder lebensentwurf bringt einen eigenen blickpunkt in die uni mit ein.

ausserdem: WIEVIEL steuergelder verbraten werden für hypo- und bankendebakel. filzige bauprojekte sowie sonstige wilde ausgaben.

ich glaube da ist es nicht in adäquater relation sich über uni-ausgaben für einzelne "unerwünschte oder deviante" studenten zu grämen.

Schön
00
14.1.2010, 23:25
Der Nachfolger:

Hahn
Huhn
Huch
Buch
Bucher

Luke Skywalker4
014
14.1.2010, 20:38

Österreich ist ZWEIT beliebtestes ausland nach den niederlanden zum studieren. in den niederlanden studieren 16.000 deutsche.merkt hier jemand was?
Wie kommt der standard auf diese Desinfo von 60000?
das ist manipulation vom feinsten! schön bei den fakten bleiben.übrigens, ich bin deutscher und liebe dieses land und bin dankbar hier medizin studieren zu dürfen.hab hier auch ein steirermädel gefunden und weiß noch lange nicht, ob ich in die brd zurückgehe.
frage:welche einwanderer wollt ihr überhaupt? wenn mir dieses land zu rechts wird, ziehe ich weiter...
liebe grüße an die normaldenkenden

Volksfront von Judäa
11
14.1.2010, 21:54
In die BRD (!) zurückkehren?

Studierst Du schon 20 Jahre hier? ;-)

Quintus Beckloeffel
00
15.1.2010, 09:49

Die Bundesrepublik Deutschland besteht nach wie vor.

Volksfront von Judäa
00
15.1.2010, 14:09
Internationale Abkürzung lautet aber WIE ????

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 63
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.