Google-Hacker: Insgesamt 34 Unternehmen angegriffen

13. Jänner 2010 16:21

Adobe-Lücke wurde ausgenutzt - Neben dem Onlinekonzern wurden Finanzinstitute und Firmen im Umkreis des Militärs attackiert

Nach und nach wird das gesamte Ausmaß der Hacker-Attacken in China sichtbar. So soll nun nicht nur der Onlinekonzern im Visier der Angreifer gewesen sein, sondern noch 33 andere Firmen. Laut Angaben der Sicherheitsexperten von iDefense wurde versucht Source Code zu stehlen, aber auch an sensible Unternehmensdaten zu gelangen.

Lücke im Adobe Reader

Die Angriffe erfolgten über die bekannte Zero-Day-Lücke im Adobe Reader, so iDefense. Laut den Angaben der Sicherheitsexperten glich die Attacke einem Hacker-Angriff der im Juli 2009 erfolgte. In dem Statement von iDefense finden sich außer Adobe keine weiteren Namen von Unternehmen, die von den gezielten Attacken betroffen waren.

Adobe-Meldung

Adobe selbst meldete in einem Blog-Eintrag, dass das Unternehmen "Ziel einer technisch ausgereiften ("sophisticated") und koordinierten Attacke wurde, von der das eigene Netzwerk, aber auch Netzwerke anderer Unternehmen betroffen waren." Aus dem Statement geht jedoch nicht eindeutig hervor, dass man Opfer der gleichen Attacke wie Google wurde. Allerdings kam Adobes Meldung wenige Minuten nachdem Google gemeldet hatte, dass man Ziel einer "highly sophisticated attack" mit dem Ursprung in China wurde, berichtet Wired.

Keine Details

Weder Adobe noch Google gaben nähere Details zu den Angriffen bekannt. Google vermeldete lediglich, dass nicht näher definiertes "geistiges Eigentum" gestohlen wurden und Zugriffsversuche auf Gmail-Konten von Menschrechtsaktivisten stattgefunden hätten - der Webstandard berichtete.

"Ungewöhnlich gute Angriffe"

Laut iDefense, unter dessen Kunden einige der attackierten Unternehmen zu finden sein sollen, wählten die Hacker die Unternehmen gezielt aus und überraschten mit "ungewöhnlich guten und technisch durchdachten Attacken". Die Hacker konnten Zugriff auf die Firmennetzwerke erlangen und versendeten gezielt an die Mitarbeiter E-Mails mit präparierten PDF-Anhängen. Auf diese Weise konnten die Angreifer Source-Code stehlen. Derzeit ist nicht bekannt, in welchem Umfang auch andere sensible Daten, etwa von Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftskorrespondenz abgegriffen werden konnte.

Trojaner kommunizierte nach außen

Die Zero-Day-Vulnerability im Adobe Reader ist bereits geraume Zeit bekannt. Im Falle des Google-Hacks vermeldet Wired, dass ein Mitarbeiter ein den entsprechend präparierten E-Mail-Anhang geöffnet habe und so einen Backdoor-Trojaner startete, der daraufhin mit seiner Arbeit begann. Laut einer Meldung von Google stellte das Unternehmen nach der Entdeckung des Schädlings mit, dass dieser so konfiguriert war, dass "eine unglaubliche große Datenmenge" nach außen geschleust werden konnte. Google konnte den Traffic aufspüren und auch den Zielserver ausforschen. Google vermeldete am Dienstag, dass 20 andere Firmen attackiert wurden, iDefense spricht hingegen von mindestens 33 Unternehmen.(red)

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17 Postings
ich will nur spielen
14.01.2010 11:21
aber sowas von blödes auch

im juli war ich die meiste zeit drausssen und hab mein notebook nicht eingeschalten...
wieder eine hacker-attacke nicht mitbekommen.

Meuterei auf der Boeing
14.01.2010 02:01

In Zukunft bitte den Foxit Reader verwenden, vor allem die Adobe Mitarbeiter ;-p

masterjo
13.01.2010 23:34

mit html5 sind hoffentlich ein haufen use cases für flash umsetzbar.
und pdf reader/generator gibts eh wie sand am meer.
den readern geb ich noch ein bissl entwicklungszeit aber ich schätz ende des jahres kann man sich bequem eine alternative suchen.
hat evtl jetzt schon jemand einen tipp?

gustl
 
14.01.2010 15:58
Ich kann Okular wärmstens empfehlen.

Ist definitiv produktiv einsetzbar.

Man kann damit sogar, so man das will, die Beschränkungen (nicht drucken, nicht speichern) ausschalten.

Webseite: okular.kde.org

masterjo
14.01.2010 16:45

danke!

DieFizinuss
14.01.2010 11:04

bin sehr zufrieden mit dem xchange viewer:
http://www.docu-track.com/downloads/users/

interessant v.a., auch in der gratis version, dinge wie marker, kommentare, durchstreichen etc. verwenden zu können. so "bearbeitete" pdfs können auch vom acrobat reader wieder korrekt mit allen markups gelesen werden.

>>Machine Gun Kelly<<
14.01.2010 11:37
thx. für link

bensen
 
13.01.2010 23:15
google soll einfach mal ne ddos attacke starten

merkt man hier eh net, wenn dann nur auf den servern der chinesischen parteispitze.

Atrus
13.01.2010 18:29

"über die bekannte Zero-Day-Lücke " - wenn eine "Zero-Day-Lücke" bekannt ist, dann...ähh...hmm?...

gustl
 
14.01.2010 15:59
Fand ich aich komisch.

Definition einer Zero-day Sicherheitslücke:

Wird ausgenutzt, bevor sie dem Softwarehersteller bekannt ist.

ranchorelaxo
13.01.2010 17:47

adobe reagiert auf ihre sicherheitslücken mindestens genauso träge wie die redmonder!
hilfts den adobe reader von der platte zu nehmen oder besser gleich alle adobe programme?

Herzerzog Johann
13.01.2010 20:04
Wirf den Reader runter

Macht meist nur Ärger.

natoll
13.01.2010 18:21

derjenige der heutzutage fehlerfreie software oder andere fehlerfreie produkte entwickelt werfe den ersten stein.

alle sind immer unglaublich gescheit und toll. im raunzen.

ranchorelaxo
14.01.2010 09:00

vielen dank für die super antwort!
kopfschüttel

klemens z
13.01.2010 17:45
adobe stinkt.

fehler in flash, reader - die sind auf > 80% aller (windows;-) Computer installiert ?
Und laaangsam mit updates verteilen.
Ausserdem versuchen sie noch beim download diverse andere Software "miteinzuschmuggeln" ( Virenscanner-demos, .. )

nukewashington
13.01.2010 16:48

danke für den link zu google.at

Misik nervt
13.01.2010 17:53

grün, auch wenn der link ansich zu google.com führt ;)

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