Malediven könnten mit steigendem Meeresspiegel mitwachsen

13. Jänner 2010, 13:48

Im Verlauf der letzten 10.000 Jahre kletterte der Meeresspiegel um dramatische 15 Meter pro Tausend Jahre - Die Atoll-Inseln stiegen im selben Ausmaß empor

Frankfurt - Wie es um die Chancen steht, dass die Malediven im Zuge des prognostizierten Meeres-Anstiegs über Wasser bleiben, wollen der Frankfurter Geowissenschafter Eberhard Gischler und sein Team in einer Studie klären. Die ersten Hinweise auf das zukünftige Schicksal der Inseln könnte die Entwicklung des Meeresspiegel der vergangenen 10.000 Jahre bieten.

Im Holozän, so hat Gischler anhand der Auswertung von Bohrkernen herausgefunden, stieg der Meeresspiegel anfangs mit extrem hohen Raten von mehr als 15 Metern pro Tausend Jahre an. Das entspricht einem Anstieg von mehr als einem Meter während eines Menschenlebens. Die Ursache dafür war das Abschmelzen der Eiskappen auf der Nordhemisphäre nach der letzten Eiszeit. "Diese Raten übersteigen den für das 21. Jahrhundert im Bericht des Weltklimarates IPCC geschätzten Anstieg von 20 bis 60 Zentimeter um das 2,5- bis 7,5-fache", erklärt Gischler.

Atoll-Riffe wuchsen mit Meeresanstieg

In der Fachzeitschrift Marine Geology publizierte er mit seiner Gruppe die erste über etwa 10.000 Jahre reichende Meeresspiegel-Kurve für die Inselgruppe der Malediven. Interessanterweise wuchsen die Atoll-Riffe der Malediven mit diesem rasant ansteigenden Meeresspiegel mit, ohne im Meer zu versinken.

Etwa vor 7000 bis 6000 Jahren verlangsamte sich der Anstieg drastisch und sank zunächst auf Raten von zwei Metern pro Tausend Jahre ab. Im Zeitraum der letzten 6000 Jahre stieg der Spiegel dann durchschnittlich um 25 Zentimeter pro Tausend Jahre bis auf das heutige Niveau an. In dieser Zeit bildeten sich vermutlich auch die ersten Inseln in der Region der Malediven. Auch diese Anstiegsraten liegen noch etwa vier bis zwölf mal höher als die für das 21. Jahrhundert prognostizierten Werte.

Versinken die Malediven?

"Unter normalen Bedingungen sollten die prognostizierten Anstiege des Meeres im 21. Jahrhundert leicht durch das Riff-Wachstum ausgeglichen werden können", urteilt Gischler mit Blick auf die neue Meeresspiegel-Kurve.

Allerdings werde das Wachstums-Potential der Korallen-Riffe durch zwei Dinge negativ beeinflusst. Zum einen haben wiederholte extreme Wärme-Ereignisse wie zuletzt 1998 einen Großteil der Korallen zerstört. Zum anderen führt der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre zu einer Versauerung der Weltmeere, die es den Riff-Korallen immer schwerer macht, ihr Kalk-Skelett zu bilden. (red)

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21 Postings
Mostbluzza
00
22.12.2010, 14:23
schau an, schau an,

lange rede, kurzer sinn. diese weisheit ist schon lange usus, aber nicht politisch korrekt.

natürlich wachsen die korallen mit, das problem ist nur, dass die schweinepriester auf den malediven und anderswo die korallen töten, durch umweltverschmutzung (dreck,öl,) und unverantwortliche korallen-tauchgänge, wo bei jedem tauchgang einige qm für immer verloren gehen.
http://www.3sat.de/page/?sou... index.html

wenn die malediven und andere umweltmeuchelmördernationen samt kranken massentouristen untergehen, sind sie selber schuld. aber leichter ist es, geld zu fordern als entschädigung. was die häuptlinge damit machen wollen wir besser nicht wissen.

M. W.
00
24.1.2010, 21:58

Ich finde es ja lustig, welche Theorien jetzt schon herhalten müssen, daß der Anstieg des Meeresspiegels nur eine Erfindung von manchen Klimaesoterikern ist ...

M. W.
00
25.1.2010, 23:35

Ergänzung: Kommt mir mittlerweile so vor wie: Dann habe ich ihm mit meinem Gesicht in seine Faust geschlagen ...

Zhdophanti
00
18.1.2010, 09:50
Da kann man ja nur hoffen

das die Bungalows auch in die Höhe wachsen.

Godesberg
00
16.1.2010, 17:21

"Im Verlauf der letzten 10.000 Jahre kletterte der Meeresspiegel um dramatische 15 Meter pro Tausend Jahre"

150 Meter? Kann das hinkommen?

Mostbluzza
00
22.12.2010, 14:25
ja klar,

in vielen gebirgszügen findet man muscheln und tiere, heute viele hundert meter über dem meeresspiegel.

da muss ja viele co2 schleudern gegeben haben ...

tja die steinzeitler habens wohl nicht geschafft, das klima um 2,3 grad zu senken. aber wir schaffens sicher.
oder die sonne ...

Paracoccidioidomicosisproctitissarcomucosis
00
17.1.2010, 01:10

ja, stimmt definitiv

Beißer
00
16.1.2010, 16:13
Vielleicht sind die Inseln Schwimmkörper?

Sogenet
32
14.1.2010, 14:08
Blödsinn. Korallen können nur bis zu Wasseroberfläche wachsen!

Nur jene Teile, die unter Wasser liegen, können wachsen. Erst bei Absinken des Meeresspiegels entstehen somit Koralleninseln.

Das heisst, dass die Maledven zuerst untergehen müssten, um in die Höhe zu wachsen.

http://tinyurl.com/yagyrp6

AlterEgo
 
01
15.1.2010, 12:32

Keine Ahnung haben, aber gleich Blödsinn rufen?

Faszinierend!

Die landfesten Bereiche von Atollen bestehen nicht automatisch aus trocken gefallenen Riffbereichen, sondern oft aus feinem und grobem Korallenschutt und anderen Kalksedimenten, die von Wellen und Stürmen vom Riff in den Rückriffbereich transportiert werden (oder woher sonst kommt der tropische Kalksandstrand?). Dazu muss der Meerespiegel nicht sinken.

aenima
01
15.1.2010, 10:44

sie haben schon recht, dass die obersten bereiche von riffen knapp unter dem wasserspiegel liegen müssen.
das hier behandelte problem ist aber das "ertrinken" von korallenriffen. es geht darum, dass der meeresspiegel zu schnell steigt und somit die riffbildenden organismen ihre bevorzugten wachstumsbedingungen (ich denke mal die oberen meter der wassersäule mit genug sonneneinstrahlung) verlassen. wenn das passiert kommt das wachstum zum erliegen und setzt eventuell erst wieder beim absinken des meeresspiegels ein.

nodiesop
00
14.1.2010, 15:20
stimmt

die Inseln haben sich lt. Artikel auch erst vor ca. 6000 Jahren gebildet...

und was auch noch drin steht...

Allerdings werde das Wachstums-Potential der Korallen-Riffe durch zwei Dinge negativ beeinflusst. Zum einen haben wiederholte extreme Wärme-Ereignisse wie zuletzt 1998 einen Großteil der Korallen zerstört. Zum anderen führt der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre zu einer Versauerung der Weltmeere, die es den Riff-Korallen immer schwerer macht, ihr Kalk-Skelett zu bilden...

man wird also, wenn man Glück hat nur Knöcheltief (bei fleißigen Korallen) im Wasser stehen, aber sicher nicht höher und wahrscheinlich werden die Korallen aber nicht nach kommen...

Carcharodon
 
01
14.1.2010, 12:40
"Unter normalen Bedingungen sollten die prognostizierten Anstiege des Meeres im 21. Jahrhundert leicht durch das Riff-Wachstum ausgeglichen werden können"

Da stellt sich die Frage, ob Überfischung, Überdüngung, Schwermetalle, Massentourismus,... "normale Bedingungen" sind.

Horst Pascha
20
13.1.2010, 22:11
steckt schon im namen:

male= lat malus, -a, -um= schlecht
diven= lat. diverere= tauchen

sterngucker
 
00
14.1.2010, 10:40
Romanes eunt domus!

Libertas pro Maldives!

waßchititelno
00
18.1.2010, 20:01
domus

kein zweites Hauptwort wird je nach Dichter und Jahrhundert so unterschiedlich gebeugt, Leute.

peak oil
00
14.1.2010, 10:27
könnte aber auch mischung aus slawisch und latein sein:

male = klein
diven = tauchen

kleiner taucher...

waßchititelno
00
18.1.2010, 19:58
latein

malae divae
Böse Göttinnen

LCD
00
13.1.2010, 19:41

Jetzt müssten Niederlandegenauso schnell emporsteigen, und schon ist das Problem abgemildert.

dreyfusard
22
13.1.2010, 15:01

ein glück für alle exklusivurlauber.

kandesbunzler
01
13.1.2010, 17:27
...

und für KHG erst!

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