Stacheldraht an rumänischer Grenze wird entfernt

13. Jänner 2010, 12:15

Nach jahrelangen Spannungen erlässt Premier Filat Anordnung

Chisinau - Der Stacheldrahtzaun an der Grenze zwischen Moldawien (Republik Moldau/Moldova) und Rumänien wird nächstes Monat abmontiert. Eine dementsprechende Anordnung hat der Premier von Moldawien Vlad Filat unterzeichnet, wie die rumänischen Nachrichtenagentur Agerpres am Mittwoch berichtete. Demnach soll der Stacheldraht entlang der 450 Kilometer langen Grenze zum EU-Mitglied Rumänien noch im Februar entfernt werden.

Vor zwei Jahren hatte ein Beschluss, den Stacheldraht entlang des Grenzflusses Prut abzumontieren, dem Bezirksrat des Grenzbezirks Ungheni noch scharfe Kritik und eine Klage von der damaligen kommunistischen Regierung eingebracht. Vom früheren Präsidenten der Republik Moldau, Vladimir Voronin, waren der Bezirksleitung wegen ihres Vorhaben sogar Verhaftungen angedroht worden.

Vlad Filat ist in der früheren Sowjetrepublik zwischen Rumänien und der Ukraine seit knapp vier Monaten Premierminister. Unter den zuvor regierenden Kommunisten, die eine Annäherung an Russland wollen, waren die Beziehungen zwischen Moldawien und dem EU-Mitglied Rumänien stark gespannt.

Die Parlamentswahlen im April hatten das Land nach blutigen Protesten gegen den Wahlsieg der Kommunisten in eine tiefe Krise gestürzt. Da sich die Parlamentarier nicht über die Präsidentenkandidatur einigen konnten, wurde das Parlament aufgelöst. Am 29. Juli fand eine vorgezogene Parlamentswahl statt. Im Verlauf der schweren Unruhen waren verstärkt Rufe nach einem Anschluss des Landes an Rumänien laut geworden. Die Regierung in Chisinau hatte Rumänien eine Verwicklung in die Krawalle mit großrumänischen Tönen vorgeworfen. (APA)

Josef Obermaier
92
13.1.2010, 18:52
Das hebt die Kriminalitätsrate um mindestens 10%

Lécollier Emmanuel
 
00
14.1.2010, 21:43
Mindestens.

Ich stimme Ihnen völlig zu.

Herzerzog Johann
15
13.1.2010, 22:13

In Moldawien?

Joseph EU
11
14.1.2010, 01:06
Hurra !!!!!

Geht doch....na da wird man aber wieder im Kreml schauemen.....

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.