Nach Lohndumping-Vorwürfen

Schlecker verzichtet auf Leiharbeit

12. Jänner 2010, 10:46

Die Drogeriekette will die in Deutschland aufgeflammte Diskussion um Lohndumping beenden

Ehingen - Nach den Lohndumping-Vorwürfen beendet die Drogeriekette Schlecker die Zusammenarbeit mit der Leiharbeitsfirma Meniar. Man habe die öffentliche Diskussion um die Beschäftigung von Meniar-Leiharbeitern "bisher nicht nachvollziehen können", erklärte ein Sprecher des Unternehmens am Montagabend in Ehingen. Um die Diskussion zu beenden, habe Schlecker jedoch beschlossen, mit sofortiger Wirkung keine neuen Arbeitnehmerüberlassungsverträge mit Meniar mehr abzuschließen.

Schlecker war unter Druck geraten, weil das Unternehmen offenbar Teile der Stammbelegschaft durch Meniar-Leiharbeiter ersetzte, die nur die Hälfte des üblichen Gehalts bekommen. Dieses Vorgehen hat auch die deutsche Regierung auf den Plan gerufen.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kündigte eine Prüfung der Vorwürfe an. Möglicher Missbrauch von Leiharbeit soll notfalls mit schärferen Gesetzen eingedämmt werden. Von der Leyen betonte zugleich, ihr sei wichtig, dass nun das an sich gute Modell der Zeitarbeit nicht in Misskredit gerate. Viele Jobsuchende hätten dadurch überhaupt nur eine Chance am Arbeitsmarkt. (APA)

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Frankensteins Fekternich
00
13.1.2010, 00:50

Das ZDF hat heute in Frontal 21 einen Bericht über Mr. Wash (Tankstellen, KFZ Reinigung) gebracht-unglaublich was dort abgeht.
Den Mitarbeitern wird sogar das Trikgeld abgenommen.

Frankensteins Fekternich
00
13.1.2010, 00:54

Gemeint ist natürlich Trinkgeld.

-_-
00
12.1.2010, 22:17
wann kapieren Firmen wie Schlecker endlich,

dass gute Mitarbeiter das wichtigste für ein Unternehmen sind?

MeineZungeInGottesOhr
 
01
12.1.2010, 21:06
"Schlecker war unter Druck geraten, weil das Unternehmen offenbar Teile der Stammbelegschaft durch Meniar-Leiharbeiter ersetzte, die nur die Hälfte des üblichen Gehalts bekommen."

Wenn die nur die Hälfte des Hungerlohns bekommen dann müssten sie ja schon fast was dafür bezahlen, um überhaupt bei Schlecker arbeiten zu dürfen...

Prolet
00
13.1.2010, 08:26
Der Hr. Betriebsrat, zwangseingeführt, verursachte einen Verlust von 40 Millionen!

Die Billigstartikel werden von immer mehr Leuten gebraucht - politisch (H4) bedingt.

Denen diese Einkaufsquelle zu verschütten ist auch so hart wie gegen Billigstlohn zu arbeiten, während sich im Hofstaat mit bezahlten Pausen das Nichtsnutztum ausbreitet.

Pensionen aus dem Topf der Allgemeinheit - also nicht selber einbezahlt, dafür in doppelter Höhe und bei der ÖNB sogar mit fast 60000.- € mtl. schon ein Piratenstück.

Politberater
00
12.1.2010, 20:31
ams und leitl sind stolz auf leasingfirmen

ja sie sind froh, wenn im monat für 1 job 200 leute eingestellt werden und 205 dafür wieder gekündigt werden.
das alles geht nur mit leasing.

Politberater
00
12.1.2010, 20:25
was heckt schlecker jetzt aus

entweder was neues oder alle jobs sind schon durch billigst leasing hackler vergeben...

NONE
00
12.1.2010, 17:57

Leiharbeit ist ein strategisches Instrument von Unternehmen um Geld zu sparen.

In Deutschland wurde diese Strategie in den Gesetzesrang erhoben - siehe Hartz 4.

Sol´kanar -The Swamp King
01
13.1.2010, 00:50
man spart eigentlich kein geld, wie es viele glauben.

leiharbeiter scheinen bilanztechnisch anders auf und polieren somit viele ratios auf, welche den finanziellen zustand eines unternehmens beschreiben. manchmal kommt der leiharbeiter sogar teurer. ABER durch die guten zahlen in der Bilanz steht man bei den investoren besser da somit steigt die chance mehr geld zu bekommen. man spart also nicht, sondern man gerneriert möglicherweise neues kapital.

hinzu kommt natürlich die extrem hohe flexibilität. während der krise konnte man sich ganz leicht dieser leiharbeiter entledigen (musste man auch bei teilweise -60% Aufträge).

es bringt nichts einzelne firmen zu verteufeln. die leiharbeit muss man weltweit verbieten (oder anders buchen), sodass keine firma in den genuss dieses vorteils kommt.

asinus
00
12.1.2010, 16:36

Man muss einfach mehr Druck auf diese unternehmen machen, so wie clean clothes auf Lidl, dann werden wenigstens die schlimmsten sklavenartigen Praktiken eingestellt. Boykottdrohung hilft dabei, das kann sich keines dieser Unternehmen in Europa leisten.

Politberater
00
12.1.2010, 20:26
druck ..und warum nicht in österreich ???

asinus
00
13.1.2010, 19:19

Kann man.

Personalkostenmanagement
07
12.1.2010, 16:35

Zeitarbeit / Leasing gehört verboten.

Edina Monsoon
05
12.1.2010, 16:15

Ein selten unsympathisches Unternehmen!!

Nachtsonne
00
12.1.2010, 15:59

Kann man dann in Österreich Leiharbeiterinnen vom Schlecker mieten?

Politberater
00
12.1.2010, 20:27
am besten fragen sie fam. fortell

die kennen sich da sicher aus ....!

you dont see me
02
12.1.2010, 13:51
schlecker ist sicher am untersten level

bei den anderen diskontern ist es aber auch nicht viel besser. auch beim hofer ist das gehalt, wenn man es auf die tatsächlichen stunden umrechnet, nicht mehr so gut.
das problem im allgemeinen ist, dass die "niedrigen" preise am ende der steuerzahler ermöglicht, da kein diskonter für die arbeitslosen oder die zuschüsse für niedrigverdiener aufkommt.
und wehe der zeitung die darüber negativ berichtet - die ganzseitige anzeige ist dann gleich storniert.

die rewe-österreich gruppe leistet sich immerhin betriebsräte, die man halt mitzahlt.

Zweimal denken, einmal sprechen
00
10.2.2010, 00:00
Selbst nachgerechnet:

Der Nettostundenlohn beim Hofer unterscheidet sich nicht dramatisch von dem eines gut bezahlten Akademikers.

halvar van flake
05
12.1.2010, 14:29
najo - dm ist da ein löbliche ausnahme...

...sollte doch auch erwähnt werden.

clearlake
00
13.1.2010, 12:03
DM spricht kunden an die noch etwas geld haben...

(die unterschicht der damenwelt geht zu BIPA...)

somit kann sich DM einen großzügigeren Umgang mit den Mitarbeitern leisten....unabhängig davon find ich deren strategie sehr gut....

you dont see me
00
12.1.2010, 17:20

da geb´ich ihnen vollkommen recht.
bei rewe ist natürlich auch nicht alles sooo super.

gutartiger Bösmensch
011
12.1.2010, 12:05
Schlecker

vollzieht nur was wohl die Zukunft des Arbeitsmarktes ist: Leiharbeit, jederzeit kündbar, superflexibel für einen Hungerlohn.

Observer 20
00
12.1.2010, 16:45
no na

oba die Frau Pospischil (Sinonym) hod die Lockenwickler um € -.99 gekauft.

leser 4712
10
12.1.2010, 14:01
ganz was neues

leiharbeit kann man nun wirklich nicht mehr als "zukunft des arbeitsmarktes" bezeichnen. jederzeit kündbar (unter einhaltung vertraglicher bedingungen) ist ein großteil der unselbstständigen schon lange. superflexibel mussten die meisten schon vor 15 jahren sein (sonst riskierten sie ihren job) und für den hungerlohn dürfen sie sich bei den freunden der gewerkschaft bedanken, die ja zu kv, geringfügig beschäftigten und freien dienstnehmern sagen.

robert rittersmann
12
12.1.2010, 13:11

Das kann durchaus passend sein, wenn es auf der anderen Seite eine gute Grundsicherung gibt, die es jedem erlaubt, nur mehr nach Lust und Laune zu arbeiten.

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