Bill Clinton über Obama

"Dieser Typ hätte uns früher Kaffee gebracht"

11. Jänner 2010, 13:28

Unter den US-Demokraten ist eine neue Rassismus-Debatte entflammt - Im Mittelpunkt: Mehrheitsführer Reid und Ex-Präsident Clinton

Die US-Demokraten werden dieser Tage von einer Rassismus-Debatte eingeholt. Nicht nur der Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, sondern auch der neben Präsident Barack Obama wohl prominenteste Demokrat, Ex-Präsident Bill Clinton, spielen dabei wenig rühmliche Rollen. Während sich Reid nun erwartungsgemäß Schelte von Rechts und Links abholt, wird Clintons viel offensichtlicher mit Chauvinismus kokettierender Spruch in dem jüngst erschienenen Buch "Game Change" über den Obama-Wahlkampf 2008 enthüllt. Schauplatz der Kontroverse: Blogs.

"Reids Aussage war nicht politisch unkorrekt. Sie war einfach nur dumm", lässt Washington Post-Kolumnist Colbert King kein gutes Haar an dem 70-jährigen Senator aus Nevada, dem als Mehrheitsführer der US-Demokraten im Washingtoner Senat eine Schlüsselposition in Obamas Amtszeit zukommt. Dabei dürfte Reid sein Fehler anfangs gar nicht aufgefallen sein. Obama schien ihm der ideale Präsident zu sein und die Zeit reif für einen schwarzen Präsidenten, der "nicht diesen Negro-Dialekt spricht, außer wenn er es will". BBC-Korrespondent Mark Mandell hält Reids Ausspruch keineswegs für rassistisch: "Er hat die Lügen des Landes beschrieben und nicht die Auffassungen unterstützt, die er hervorgehoben hat."

Kaffeeträger

Der frühere Präsident Bill Clinton hingegen soll, wenn man den Recherchen der Game Change-Autoren Mark Halperin und John Heilemann glaubt, während eines Gesprächs mit dem unlängst verstorbenen Demokraten-Doyen Edward Kennedy 2008 über Obama gelästert und gesagt haben, dass "dieser Typ uns vor ein paar Jahren noch Kaffee gebracht hätte". Wie die angesehene Washingtoner Zeitschrift Politico auf ihrer Website berichtet, habe Clinton im Vorwahlkampf der Demokraten Stimmung gegen Obama und für seine Ehefrau Hillary Clinton machen wollen. Das Büro des Ex-Präsidenten wollte zu den Vorwürfen keinen Kommentar abgeben. (flon/derStandard.at, 11.1.2010)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 206
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stimme zu
00
15.1.2010, 11:18
Der wahre Rassist ist President-il tempore Byrd

erfang den Typus "White nigger"
http://www.youtube.com/watch?v=0FIBJt-c2o0

war Soldat im zweiten Weltkrieg und wollte nie seite an seite mit negern/niggern kämpfen, und war hochrangiges (!) Mitglied im KKK (Klu-Klux-Klan):
http://www.yesweekly.com/article-7... -byrd.html

Der Mann ist derzeit 4-höchste Amtsperson der USA nach dem Präsidenten.
Wäre er Republikaner würden die Massen in Europa natürlich gegen diesen Rassisten demonstrieren.
Da er Demokrat ist, beurteilen die politisch engagierten Massen Europas seine Äußerungen als Meinungskundgebung und stimmen Ihnen zu (Friedensbgewgungsslogan: Wer schweigt stimmt zu)

Wohlgemerkt: ALLE wissen das!

Pro Freistaat Kärnten!
 
00
Informiere dich besser

bevor du hier Dampf ablässt.

Der Specht
00
10.2.2010, 11:20

Die Fakten stimmen jedenfalls. Wo liegt das Informationsdefizit?

pepitant
00
25.1.2010, 09:19
Aus europäischer Sicht scheinen

die Republikaner irgendwas falsch zu machen.

t-bonesteak
33
14.1.2010, 14:47
dieser Typ uns vor ein paar Jahren noch Kaffee gebracht hätte".

das ist aber auch nur dann rassisitisch, wenn man es so sehen will.

salt&pepper
00
11.2.2010, 15:21
das problem ist, dass es stimmt.

vor jahren wäre kein 'schwarzer' auch nur in die nähe eines amerikanischen präsidenten gekommen, oder eben nur als 'servant'. das kann man als rassistisch sehen, aber es entspricht der wahrheit, und das war rassistisch.

setarkos
12
15.1.2010, 09:55

Ja ein Blinder wie Sie kann das natürlich nicht sehen....

Häuptling Abendwind
14
12.1.2010, 20:04
Irgendwie erinnert mich der PC Zirkus immer mehr an....

die "Jehova Jehova" Szene, in das Leben des Brian. Es ist mittlerweile völlig egal wer man ist, was man denkt, warum man dies oder jenes sagt - hauptsache man verwendet nicht die bösen Worte.
Alleine der Umstand, wie PC gegen Menschen eingesetzt wird ist ein untrüglicher Beweis für die Einfalt der Verfechter jener Lehre des Neusprech, die bereits George Orwell in seinem Werk 1984 treffend beschrieben hat.

susi strolcher
10
12.1.2010, 20:26
die rückkehr des katholischen ablasshandels.

I like Austria
13
12.1.2010, 14:42
Mehr Infos ueber die Clintons und Obama

Wer mehr ueber das Verhaeltnis der Clintons und Obama wissen will soll sich mal folgenden Film ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=eAaQNACwaLw

Dann werden die Aussagen vor der Wahl, bzw. wieso Hillary in der Regierung ist einfach zu beurteilen sein!

christoph hofbaur
00
15.1.2010, 19:25

the obama deception ist ein duemmlicher propaganda film, der von den reps finanziert wurde. aehnlicher wahrheitsgehalt wie fox news.

ja-nein-weiß-nicht-hab-angst
06
12.1.2010, 10:09

sorry, aber dem bill clinton rassimus vorzuwerfen, is ein absoluter schwachsinn. seine aussage is ja wohl eher so zu werten, dass der obama damals ein neuling war. die interpretation dieser autoren spricht ja net unbedingt für die qualität ihres buches - wahrscheinlich kronenzeitung in buchform.

samba cat
01
12.1.2010, 11:32
ich muss die autoren

in schutz nehmen, die das nie so formulieren.
auch in amerikanischen medien schiesst der rassismus vorwurf ausschliesslich (und imo zurecht) auf reid.

venere nera
02
12.1.2010, 14:01

der standard kann seit monaten die clintons nicht riechen, is halt so... im vorwahlkampf wurden hillary und bill im rosa blatt auch aufs amüsanteste diffamiert.

Ernst Guevara
10
12.1.2010, 10:45
angenommen, die "praktikanten-these" stimmt,

wen genau meint bill clinton dann mit "uns"? spricht er im majestätischen plural? möglich, aber ich bezweifle es. meint er sich und seine frau? das ergibt keinen sinn, denn warum sollte ein praktikant nur der familie clinton kaffee bringen? meint er eine fraktion der demokraten, wenn ja, welche fraktion? fragen über fragen.. nein, also man kann es drehen und wenden wie man will, die aussage könnte genauso gut von einem südstaaten-rassisten kommen, der den zeiten nachtrauert, als afroamerikaner noch "neger" genannt wurden und der es bedauert, dass er keine sklaven auf seiner farm mehr ausbeuten darf.

t-bonesteak
00
14.1.2010, 14:49
man kann es aber auch so verstehen, dass

clinton damit meinte, noch vor ein paar jahrzehnten hätte ein schwarzer in den usa den gschamsten diener abgegeben und heute hat er die gleichen möglichkeiten wie ein weißer. und zwar im positiven sinne formuliert.

venere nera
00
12.1.2010, 14:01

billary

h 90
10
12.1.2010, 11:27

Wobei man als Praktikant froh sein darf wenn man nur Kaffee bringen darf.
Da wuerd ich als Praktikant besser den Mund nicht zu weit aufmachen.

cipf
 
10
12.1.2010, 10:08

Sprach er wirklich von "Kaffee" oder eher von "Zigarren"? *unanständiggrins*

salt&pepper
00
11.2.2010, 15:24
uiuiuiuiui

geht's noch tiefer. ja, wahrscheinlich geht's bei ihnen noch tiefer. welch ein graus...

cipf
 
00
11.2.2010, 15:53

Ach, ich bin in guter Gesellschaft.
Wohl jeder Poster hatte diese oder ähnliche Gedanken ;-))

Es gilt schließlich, besser einen Freund verlieren, als einen guten Gag auslassen (wobei die Definition "guter Gag" natürlich Varialblen unterliegt ;-))
Aber grunzsätzlich haben Sie recht - es geht noch tiefer, viiiiiel tiefer ;-))

Lucky Luke 1988
41
12.1.2010, 09:54
USA Leuchtturm der Demokratie...

ja wen wundert es dass solche sprüche aus den USA kommen? aus einem land welches jedes andere land wegen mangelnder demokratie kritisiert und selbst noch vor 40 jahren rassengesetze gegenüber den schwarzen hatte wie deutschland vor 1939 gegenüber den juden.
wenn die USA der maßstab für demokratie sind dann gute nacht....

knievel
00
12.1.2010, 09:18
äh

und wie weit kommt man wohl in einer partei wenn man nicht irgendwem mal "vor ein paar Jahren den Kaffee gebracht hätte"?
das dieses system auf popokriechen aufgebaut ist sollte doch auch den zeitungen in washington bekannt sein...

Gsi Berger
00
12.1.2010, 09:53
Aber nicht USA mit Österreich verwechseln!

Das mit der klassischen Parteikarriere ist eher bei uns ein Thema, in den USA muss sich jeder Kandidat seine Unterstützung selber organisieren.
Dafür darf er dann auch fast ohne Rücksicht auf die Partei tun und sagen, was er will.

Gerade Obama ist ein Beispiel für einen, der in seiner Partei als Außenseiter angetreten ist.

Alter Knacker
00
15.1.2010, 10:15

ich weiß nicht, was die Leut dauernd wollen ? Obama hat ja mehr als 50% Stimmen bekommen. Das sind ja 150 Millionen Menschen für einen schwarzen Präsidenten, das ist ja genug Zustimmung und da exponiert sich ja jeder ohnehin mit einem Rassismus. Wollen die Leut solang herumreiten auf dem Thema bis kein einziger Rassist mehr in der Welt ist ? Das hängt einen ja schon zum Hals heraus. Natürlich wenn einer den Präsidenten ermorden will, gehört er eingesperrt, aber dazu braucht man ja gar nix in der Zeitung schreiben.

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